Adamovich gründet ARGE für mehr Verständnis zwischen Generationen

20. Februar 2012, 12:14
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Überparteiliche Plattform mit ehemaligem Verfassungsgerichtshofs-Prädsidenten als Obmann

Wels - Die neu gegründete "ARGE Pro Generationen", die sich um mehr Verständnis zwischen Jüngeren und Älteren bemühen will, hat sich in einer Pressekonferenz Montagvormittag in Wels vorgestellt. Sprecher und Obmann ist der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichtshofes Ludwig Adamovich. Der frühere Leiter des GfK-Institutes, Rudolf Bretschneider, der frühere ÖVP-Vizekanzler Josef Riegler und weitere Persönlichkeiten sind Mitglieder des Bündnisses, das sich als überparteilich bezeichnet.

Adamovich definierte in den Unterlagen zur Pressekonferenz die ARGE als Gruppe von Personen, die besorgt über das Auseinanderdriften der Generationen in Österreich seien. Sie würden die Befürchtung hegen, dass es derzeit einen immer stärker werdenden Trend in der Gesellschaft gebe, jeweils nur den persönlichen Vorteil in den Mittelpunkt zu stellen.

Misstrauen zwischen Generationen

"Wir konstatieren, dass unsere Gesellschaft immer deutlicher darunter leidet, dass Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Unverlässlichkeit, Unberechenbarkeit und das Beharren auf vermeintlich verbriefte Rechte und Privilegien das Miteinander in unserer Gesellschaft unterminieren und korrodieren", stellte Adamovich fest. Das führe zu immer stärkerem Misstrauen zwischen den Generationen.

In einem ersten Schritt soll ein Befund erstellt werden. Die Mitglieder der ARGE wollen von Schülern erfragen, ob diese mit dem Verhältnis zwischen Jung und Alt zufrieden sind, ob sie Sorge haben, dass Pensionisten auf Kosten der Jungen bevorzugt würden und woran das System Österreich kranke. Danach sollen die weiteren Schritte gesetzt werden. (APA)

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    In sogenannten Mehrgenerationenhäuern werden Dialog und Interaktion zwischen Jung und Alt bereits gelebt. 

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