"Gesund, intelligent, schön"

12. Juni 2003, 19:01
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Ein Symposium in Wien betonte die positiven Wirkungen des moderaten Konsums von Bier

Wien - Was leidenschaftliche Biertrinker schon immer gewusst haben, wurde am Donnerstag beim internationalen Symposium „Bier & Gesundheit“ im Wiener Palais Eschenbach klar gestellt. Bier habe - bei moderatem Konsum - eine positive Wirkung auf die Gesundheit, mache intelligent und schön. Das wurde bei der vom Verband der Brauerein Österreich initiierten Veranstaltung betont. Das liebste Getränk der Österreicher wird schon seit den Sumerern 6.000 vor Christus als Heilmittel verwendet. Bier soll u.a. das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko senken, gegen Osteoporose und Nierenstein wirken und antibakteriell sein.

Bisher wurden laut Univ. Prof. Dr. Manfred Walzl von der Landesnervenklinik in Graz rund 3.000 Studien über Bier gemacht. Eine davon habe gezeigt, dass von den vier gesundheitsunterstützenden Säulen - ausgewogene Ernährung, regelmäßiger Sport, Aspirin und auf das Gewicht achten - das Aspirin durch das Bier ersetzt werden könnte.

Intelligenz

Der Gerstensaft macht aber auch gescheit. "Bei einer Studie unter männlichen und weiblichen Personen steigerte sich die Intelligenz nach dem Biergenuss bei den Männern um 3,3 Prozentpunkte, bei den Frauen um 2,5 Prozentpunkte", sagte Walzl. Laut dem Mediziner soll aber auch die Schönheit beim Biertrinken gefördert werden: Vor allem die enthaltene Phosphorsäure - als Bestandteil der Zellbausteine - sei für schöne Haut verantwortlich.

Dass der Durstlöscher für den so genannten Bierbauch ausschlaggebend sein soll, wurde bei dem Symposium widerlegt. "Der Body Mass Index liegt bei Weintrinkern und Abstinenzlern wesentlich höher", erklärte Walzl. Vielmehr sei ein genetischer Defekt im Blutdruck-Regulationssystem dafür verantwortlich, der zu einer rund 200 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit für die Entstehung des "Rettungsringes" führe, sagte der Wissenschafter.

Moderater Konsum

"Trotzdem wird noch zu wenig über die Bewertung des Getränkes diskutiert", sagte Walzl. Es gebe zahlreiche Untersuchungen über die positive Wirkung des Weines. Beim Hopfengetränk schaue das Image schlechter aus. "Wir brauchen seriöse, faire Untersuchungen." Wichtig sei jedoch beim Bierkonsum, dass man auf die Menge achte. "Es soll beim Genuss bleiben", meinte Walzl. Studien beweisen: Bis zu einem Liter über den Tag verteilt, sei für die Leber nicht schädlich.

Wer glaubt, dass der Gerstensaft nur den gemütlichen Menschen obliegt, der irrt. 92 Prozent von 360 interviewten Spitzensportlern in Deutschland gaben an, dass sie Bier vor oder nach der körperlichen Betätigung bevorzugen. "Mit seinem hohen Wasseranteil und dem ebenso hohen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen ersetzt das praktisch isotonische Bier die beim Sport verlorene Flüssigkeit, seine schnell verfügbaren Kohlehydrate wirken als Energiespender", erklärte ÖVP-Generalsekretär und Marathonläufer Reinhold Lopatka. Dennoch sei den Sportlern die alkoholfreie Version zu empfehlen. (APA)

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