Verlagsgruppe Handelsblatt plant weitere Kündigungen

12. Juni 2003, 12:14
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Unternehmenssprecher: 70 müssen gehen

Die Verlagsgruppe Handelsblatt will auf die anhaltende Krise auf dem Anzeigenmarkt mit Kündigungen von Redakteuren ihrer Flaggschiffe "Handelsblatt" und "WirtschaftsWoche" reagieren.

In Kürze würden rund 70 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen, darunter auch erstmals an Redakteure von "Handelsblatt" und der "Wirtschaftswoche", sagte ein Unternehmenssprecher. Wie viele Redakteure betroffen sind, wollte er nicht sagen. In Unternehmenskreisen war von knapp 30 Redakteuren die Rede. Der Branchendienst Kress berichtet von 20 Stellen, die allein beim "Handelsblatt" wegfallen. Das Gros der beschlossenen Kündigungen betreffe den Anzeigenbereich und die von der Gruppe betriebene Wirtschaftsdatenbank Genios, sagte der Sprecher.

Anzeigenrückgang stärker als erwartet

Die zuletzt im April skizzierte Situation auf dem Anzeigenmarkt habe sich weiter verschlechtert, begründete der Verlagssprecher die Personalkürzungen. "Wir hatten die Kosten schon hinreichend reduziert, aber der Anzeigenrückgang ist noch stärker ausgefallen, als im April erwartet", sagte er. Die Verlagsgruppe gehe jetzt aber davon aus, dass sich die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nicht noch weiter verschlechtere. Im Gegensatz zum Anzeigengeschäft zeigten die Auflagen von "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" steigende Tendenzen. (APA/Reuters/red)

Die zum Stuttgarter Holtzbrinck-Verlag gehörende Handelsblatt-Gruppe hatte Mitte vorigen Jahres auf den Einbruch des Anzeigengeschäfts mit drastischen Kostensenkungen, maßgeblich durch den Abbau von 175 Stellen und die Einstellung von Zeitschriften wie der "Telebörse", reagiert.

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Verlagsgruppe Handelsblatt

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