OMV darf sich süddeutsches BP-Geschäft einverleiben

12. Juni 2003, 13:58
posten

EU-Kommission genehmigt Millionen-Deal: Wettbewerb nicht gefährdet

Brüssel - Die EU-Kommission hat den Verkauf des süddeutschen BP-Geschäfts an den österreichischen Mineralölkonzern OMV in der Nacht auf Donnerstag ohne Auflagen genehmigt. Das bestätigte ein Sprecher der OMV. Nach Klärung letzter gesellschaftsrechtlicher Punkte soll der 377 Mio. Euro schwere Deal nun bis Ende des laufenden Monats abgeschlossen werden.

Wie berichtet hat die OMV Anfang Februar vom BP-Konzern 313 Tankstellen (davon 247 in Deutschland, der Rest in Osteuropa) und ein 45-Prozent-Paket an den Bayernoil-Raffinerien übernommen sowie ihren Anteil an der Transalpine-Ölpipeline (TAL) von Triest nach Bayern von 7 auf 25 Prozent erhöht. Mit der Großakquisition steigert der Öl- und Gaskonzern seine Raffineriekapazität auf einen Schlag um 40 Prozent und erhöht das Volumen seines Tankstellengeschäfts um 25 Prozent.

Wettbewerb nicht gefährdet

Aus Sicht der EU-Kommission wird durch den Verkauf des süddeutschen BP-Geschäfts an die OMV "der Wettbewerb auf keinem der betroffenen Märkte gefährdet". Die Nachforschungen der Wettbewerbshüter hätten ergeben, "dass sich die Geschäftsinteressen von BP und OMV in Süddeutschland nur geringfügig überschneiden und dass die Marktanteilsaddition in Folge der Übernahme auf dem Rohölmarkt, im Kraftstoffvertrieb und im Heizölgeschäft für den Wettbewerb unbedenklich ist", so die EU-Kommission am Donnerstag in einer Mitteilung.

Auf dem Flugzeugtreibstoffmarkt erhalte die OMV bei der Belieferung des Flughafen München zwar eine starke Stellung, auch hier bestehe aber noch "ausreichend Wettbewerb", meint man in Brüssel. (APA)

Link

OMV
BP

Share if you care.