Texas Instruments verdient weniger

12. Juni 2003, 10:32
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Schwächere Nachfrage in Asien führt zu Umsatzrückgang bei Handychips

Texas Instruments (TI), der weltgrößte Hersteller von Handychips, hat seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende zweite Quartal seines Geschäftsjahres zurückgenommen. Wie das Unternehmen mitteilte, sei nun mit einem Umsatzanstieg von fünf Prozent zu rechnen. Bisher war ein Plus von sieben Prozent erwartet worden. Analog dazu werde auch der Gewinn geringer als bisher angenommen ausfallen, gab der Konzern in Dallas bekannt.

TI führt die schwächere Entwicklung vor allem auf die Entwicklung in Asien zurück, wo ein Rückgang in der Nachfrage nach Handys zu verzeichnen sei. Dadurch werde speziell der Chipumsatz des Konzerns leiden, wo nur mehr mit einem Plus von zwei Prozent statt bisher vier Prozent gerechnet wird. Im Chipbereich werde wiederum der Umsatz mit Handychips sogar zurückgehen - TI erwartet ein Minus von zehn Prozent gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal. Alle anderen Konzernbereiche sollen im Rahmen der Erwartungen bleiben.

Die niedrigeren Umsatzzuwächse führen auch zu einer Reduktion der Gewinnerwartungen. Der Ertrag pro Aktie soll nunmehr bei sechs Cent liegen, nachdem bisher von acht Cent ausgegangen worden war. Darüber hinaus drücken höhere Abschreibungen auf den Gewinn. Das Unternehmen geht nun von Abschreibungen in der Höhe von 55 Mio. Dollar aus. Bisher waren 40 Mio. Dollar erwartet worden. Die höheren Kosten werden vor allem mit Abfertigungszahlungen für entlassene Mitarbeiter und dem Abbau von Arbeitskräften bei der Chip-Fertigung in Japan begründet. (pte)

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