Mikrowellen-Detektor für Tumore

11. Juni 2003, 19:39
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Italienische Wissenschafter haben einen handlichen Detektor zur Erkennung von Krebstumoren entwickelt

London - Italienische Wissenschafter haben einen handlichen Detektor zur Erkennung von Krebstumoren entwickelt. Die einfache Untersuchung funktioniere ähnlich wie der Sicherheitscheck auf dem Flughafen, berichtet das britische Fachmagazin New Scientist. Der Physiker Clarbruno Vedruccio von der Universität Bologna benutze dazu ein Mikrowellenverfahren, das er ursprünglich für das Orten nicht metallischer Landminen entwickelt habe.

In ersten Tests erkannte der Detektor 66 bis 93 Prozent der Tumore. Das Trimprobe (kurz für Tissue Resonance Interferometer) getaufte Gerät hat die Form einer Chipsdose, wird am Körper entlanggeführt und entsendet dabei Mikrowellen mit Frequenzen zwischen 400 und 1350 Megahertz. Das Signal ist mit weniger als 100 Milliwatt schwächer als das eines schnurlosen Telefons. Biologisches Gewebe wird Vedruccio zufolge von der Mikrowellenstrahlung angeregt, selbst Strahlung auszusenden, die sich mit dem Originalsignal überlagert. Die entstehenden Muster werden dann registriert. (APA/dpa, DER STANDARD, Printausgabe, 12.6.2003)

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