Die Märchen des Peter Hochegger

"Unsere Ehre heißt Veruntreuung" war gestern, jetzt will er eine geläuterte Seele sein

Peter Hochegger erzählt uns die rührende Geschichte seiner Läuterung. Er meditiere viel und war vergangenes Jahr in Indien, ist in sich gegangen und jetzt ein Anderer. Dort, wo früher ein Geldautomat war, in seiner Brust, schlägt jetzt ein erleuchtetes Herz. "Das Leben ist eine spannende Reise", sagt er. Der Korruptionist als Jogi. Wie ergreifend. Und gleichzeitig tischt er uns neuen Dreck auf. Das gesamte politische System funktioniere eben so. Aber das ist Vernebelungstaktik. Bei allem, was im allgemeinen fragwürdig und dreckig sein mag an der österreichischen Realverfassung, das "Normale" ist dann doch nicht vergleichbar mit dem grandiosen Beutezug, in dessen Zentrum Peter Hochegger und seine schwarz-blauen Freunderln standen. Jetzt alle mit Dreck zu bewerfen ist nicht die Tat eines Geläuterten, sondern die Fortsetzung der Dreistigkeit einer Partie, deren Motto einst lautete: "Unsere Ehre heißt Veruntreuung."

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