Admiral: Schritt demonstriert "Stärke" des Iran - Hatte bereits vor einem Jahr Kriegsschiffe ins Mittelmeer entsandt
Teheran - Zwei Kriegsschiffe der iranischen Marine haben am Wochenende in
der syrischen Hafenstadt Tartus angelegt, einer Hochburg der Anhänger von Präsident
Bashar al-Assad. Der iranische Sender Press TV meldete am Samstag, die beiden
Schiffe - ein Zerstörer und ein Versorgungsschiff - seien in den
Hafen von Tartus eingelaufen, um gemeinsame Übungen mit der syrischen
Marine abzuhalten.
Dieser
Schritt werde den Ländern der Region "die Stärke" des Iran zeigen,
sagte Marine-Chefkommandant Habibollah Sajari
laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am Samstag, als die Marineschiffe den Suezkanal passiert hatten.
Im Februar vergangenen Jahres hatte der Iran erstmals seit dem
Sturz des Schahs 1979 zwei Kriegsschiffe ins Mittelmeer entsandt.
Israel protestierte damals scharf gegen die Durchfahrt der Schiffe
durch den Suezkanal und versetzte seine Marine in Alarmbereitschaft.
Der Iran bezeichnete die Fahrt der Schiffe nach Syrien hingegen als
"normale Angelegenheit" und sprach von einer "Botschaft des Friedens
und der Freundschaft".
Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines
zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Der Iran weist das zurück. Durch das iranische Atomprogramm sieht sich vor
allem Israel direkt bedroht. In den vergangenen Wochen wurde über
Planungen Israels für Luftangriffe auf iranische Atomanlagen
berichtet. (red, APA)