Zweieinhalb Stunden unter Lawine: Verschütteter stirbt

19. Februar 2012, 17:30

29-jähriger Finne nach zweimaliger Reanimation im Krankenhaus Zell am See gestorben

Salzburg - Ein 29 Jahre alte Skifahrer aus Finnland, der heute, Sonntag, von einer Lawine in Salzburg verschüttet worden war, ist tot. Der Mann war kurz vor 11.00 Uhr in ungesichertem Gelände von einem Schneebrett am Großen Rettenstein in Neukirchen am Großvenediger (Bezirk Pinzgau) mitgerissen worden und lag fast zweieinhalb Stunden lang unter den Schneemassen begraben.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften hat das Lawinenopfer nach 13.00 Uhr orten und ausgraben können. Die 60 Bergretter plus Notärzte, Alpinpolizisten, zwei Hubschrauber-Besatzungen und mehrere Hunderstaffeln mussten mehrere Lawinenkegel absuchen. In dem extrem unübersichtlichen Gelände in 1.700 Metern Seehöhe waren mehrere Lawinen abgegangen. Das mit einem LVS-Gerät (Lawinenpiepser, Anm.) ausgerüstete Lawinenopfer konnte geborgen werden, der Skifahrer starb dennoch im Krankenhaus Zell am See (APA)

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8 Postings
äußerst tragisch

trotzdem - oder gerade deshalb - meine frage: wenn man eh schon rundherum hört, dass menschen in lawinen umgekommen sind .....

?

Täglich hört man rundherum

dass Menschen im Straßenverkehr sterben....

?

Werden deswegen alle Straßen gesperrt?
Nein, weil es Blödsinn ist, genauso wie das Sperren der Berge, das Sperren der Supermärkte, das Sperren aller Seen, etc blablabla

nein!

das lawingenrisiko beschränkt sich jeweils immer nur auf einige tage.

diese paar tage sollte man darauf verzichten können - außer natürlich, es ist mir wert, dabei mein leben zu risikieren....

Das stimmt doch nicht!

Das Lawinenrisiko ist da, sobald Schnee da ist! Mal ist es höher mal niedriger. Genauso wie überall anders das Risiko mal höher mal niedriger ist, sei es im Straßenverkehr oder sonst wo.

Null Riskio ist eine Illusion, ein Wunschtraum den es nirgendwo im Leben gibt! Null Risiko ist unmöglich, nicht mal im Bett.

jein ;O)

hab vor zwei jahren einen radfahrer tot auf der straße liegen sehen.

für mich hat das so ausgesehen, als wäre er, obwohl schon wieder rot, noch schnell über die straße gefahren. und der lkw-lenker, weil wieder grün, ist aufs gas gestiegen.
und dann ist der in seine blutlache am boden gelegen.
der radfahrer hatte es da schon hinter sich.
seine angehörigen noch nicht. die dachten zu dem zeitpunkt noch, die welt sei in ordnung.

man darf schon riskant leben, keine frage. und eine 100%ige versicherung - da haben sie vollkommen recht - gibt es nicht.

aber es gibt sehr wohl "lawinenwetter".

oder seh ich das so falsch?

selbstverständlich gibt es einschränkungen im straßenverkehr, einfach um das risiko zu vermindern ( z.b. auf autobahnen nur in eine richting zu fahren). und aus demselben grund werden lawinenhänge gesperrt. der rest ist eigenverantwortung, leichtsinn oder unkenntnis.

Risiko vermindern

Eben.. das Risiko zu vermindern. (Wobei man über diverse Beschränkungen der StVO auch diskutieren könnte aber lassen wir das) Diese Risikoverminderung gibt es auch am Berg. Aber nur weil sich ein paar Leute nicht an die Winterreifenpflicht halten wird auch nicht der Ruf nach absoluter Straßensperre im Winter laut. Hier haben 2 Leute sich nicht an die Grundregel gehalten: Ab 30° Einzelfahrt. Noch dazu wo das ein recht kurzes Stück war und das sehr leicht realisiert werden hätte können. Dann wäre "nur" einer verschüttet, der zweite hätte helfen können.
Ob ein Hang "sicher" ist oder nicht kann aber trotzdem niemand sagen. Nichtmal auf der Piste.

Sorry,

das Beispiel mit den 2 Leuten war natürlich auf den NL Prinzen bezogen von dem alle reden und schreiben. Jetzt geht sogar mir das nicht mehr aus den Kopf. :(
Von dem konkreten Unfall ist leider bis dato nix genaues veröffentlicht bzw mir noch nicht bekannt.

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