Königin Beatrix bangt um ihren Sohn

19. Februar 2012, 18:13

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Lawinenunfall

Lech - Das Lawinenunglück, bei dem am Freitag in Lech der niederländische Prinz Friso lebensgefährlich verletzt wurde, ist nun Sache der Staatsanwaltschaft. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Körperverletzung. Schneeprofil, Spuren und Zeugenaussagen sollen Aufschluss über den Unfallhergang geben. Der 43-Jährige wird auf der Traumatologischen Intensivstation der Uni-Klinik Innsbruck behandelt. Er befindet sich immer noch in Lebensgefahr. Der Begleiter des Prinzen, ein 42-jähriger Lecher Hotelier und Bergretter, blieb unverletzt.

"Eine Prognose wird man wohl nicht vor einigen Tagen abgeben können", hieß es laut niederländischer Nachrichtenagentur ANP in der aktuellen Mitteilung weiter. Die niederländische Königin Beatrix und Frisos Frau Mabel waren Sonntagmittag erneut an der Innsbrucker Universitätsklinik eingetroffen, um den verunglückten Prinzen an der Intensivstation zu besuchen. Die beiden Frauen waren schwarz gekleidet und passierten die wartenden Journalisten, ohne ein Statement abzugeben. Es gab widersprüchliche Medienmeldungen in Österreich bezüglich eines eventuellen Eingriffs zum Anlegen einer Hirndrucksonde, um einer Gehirnschwellung bzw. deren Folgen vorzubeugen.

Respekt vor Privatsphäre gefordert

"Von unserer Seite aus ist derzeit alles gesagt. Der Unfallhergang wurde mehrmals erläutert", erklärte am Sonntag Pia Herbst aus dem für Journalisten in Lech am Arlberg eingerichteten Presse-Zentrum. Sie bat, die Privatsphäre der niederländischen Königsfamilie zu respektieren. Die Familie - Königin Beatrix sowie Frisos Brüder Willem-Alexander und Constantijn mit ihren Gattinnen und Kindern - wohnt weiter in Lech. Sie waren Freitagabend auf dem kleinen Schweizer Flugplatz St. Gallen-Altenrhein angekommen und direkt zum Arlberg weitergereist. Kronprinz Willem-Alexander and seine Frau Maxima gingen am Sonntag Skifahren. Sie waren begleitet von ihren Kindern und den beiden Kindern des Verunglückten.

Lawinensuche am Samstag

Am Samstag um 15 Uhr ging auch in Zürs eine Lawine ab. Eine Person wurde in den Schneemassen vermutet. 168 Bergretter, Alpinpolizisten und Skilehrer sondierten vergeblich den Lawinenkegel. Weil bis Sonntag keine Vermisstenmeldung einging, wurde nicht weiter gesucht. War das Aufgebot eine Demonstration für die internationale Presse, die wegen des prominenten Lawinenopfers in Lech war? "Keineswegs", sagt Roland Mattle, Leiter der Alpinpolizei des Bezirks Bludenz: "Wenn wir sondieren müssen, weil der Gesuchte kein Lawinensuchgerät dabei hat, brauchen wir viele Leute. Man muss sich abwechseln, weil man nach spätestens eineinhalb Stunden fix und fertig ist."

In Vorarlberg herrscht aktuell Lawinenwarnstufe 3. Warnungen würden aber ignoriert, sagt Mattle. "No risk, no fun" ist die Devise. Die Leute fahren einfach überall." In Salzburg wurde am Sonntag ein finnischer Variantenfahrer erst nach zwei Stunden aus einer Lawine geborgen. Er erlag seinen Verletzungen im Spital. (jub/APA/red, 20.2.2012)

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Sehens,

genau deswegen wird ermittelt. Was rauskommt, weiss man am End und nicht vorher.

Das kommt drauf an.

Ist der Prinz ein unerfahrener Schifahrer und ist er zum Bergführer gegangen und hat ihn um eine ungefährliche Piste gefragt, dann ist der Bergführer dran.

Ist der Prinz hingegen ein erfahrener Schifahrer und hat sich das Schigebiet selber ausgesucht und hat den Bergführer nur als Begleitung angeheuert, dann ist der Bergführer unschuldig.

Weil das der Staatsanwalt nicht weiß, muss er sich das genauer anschauen.

Und das ist auch gut so.

Anfangs mal gegen unbekannte Täter (UT), dann wird es entweder eingestellt oder irgendjemand gefunden!

Anscheinend verbietet jemand den Zensis

Postings zu veröffentlichen, die darauf hinweisen, dass der Prinz nicht allein in den Lawinenhang gefahren ist. Das dürfte jemandem ziemlich peinlich sein.
Ich finds nur unfair, über das Lawinenopfer herzuziehen, da er immerhin mit einem Einheimischen unterwegs war.

Wieso posten so viele Leute, ohne den Artikel, auf den sie antworten überhaupt gelesen zu haben?

Oben steht klar und überdeutlich: "Der Begleiter des Prinzen, ein 42-jähriger Lecher Hotelier und Bergretter, blieb unverletzt."

Und auch im anderen Standard-Artikel wird aufführlich über den Vorgang berichtet.

Ihre Postings werden wahrscheinlich wegen inhaltlichem Blödsinn gecancelled.

Oben steht klar und deutlich

erst seit heute, weil es sich nicht länger verschweigen läßt. Bekannt war das schon vorgestern, aber da durfte die Meute über den Flachlandprinzen herfallen, weil so eine schlechte pr jetzt in der Schisaison gar nicht gut rüberkommt, wenn ein erfahrener Einheimischer seinen Gast in einen Lawinenhang einfahren läßt.

Was wurde eigentlich nach der erfolglosen Lawinensprengung empfohlen? Da dürfte der Hund begraben sein.

Seufz ...

In Ihrem Posting (auf das ich antwortete) steht eben kein Wort von "erst seit heute" - anscheinend sind Sie ein bissl wirr.

Ein bissl sehr wirr. Ich mein' wie kann ein erwachsener Mensch (das sind Sie doch?) soviel Unsinn fabrizieren?

Schon am Freitag wurde im Standard der Begleiter erwähnt. http://derstandard.at/132850800... rschuettet

Nur einer war ausgerüstet

Merkwürdig ist, dass nur der Ski-Begleiter und Quartiergeber des Verletzten, der neben seiner Tätigkeit im ersten Haus am Platze in Lech auch als Alpinretter ausgebildet ist, über eine Lawinenschutzausrüstung bei Einfahrt in den Hang verfügte. Bei Lawinenwarnstufe 4 würde man eigentlich annehmen, dass er als Orts- und Lawinenkundiger auch bei seinem Begleiter aus den Niederlanden auf eine solche Ausrüstung gedrängt hätte. Am Geld kann dafür kann es ja kaum gelegen haben.

sie waren beide mit lawinenschutzgeräten ausgestatet: LVS-geräte umgeschnallt.

der unterschied

liegt darin, dass der einheimische (hotelchef) einen lawinenairbag hatte, der prinz ned.

?

wenn er kein lvs gerät mitgehabt hätte, würde er jetzt nicht im KH liegen.

Wer sonst?

Ev. sein Begleiter, Hotelier und Bergführer vor Ort? Der war doch eigentlich der Fachmann, der es besser wissen hätte müssen.

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