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Lech - Das Lawinenunglück, bei dem am Freitag in Lech der niederländische Prinz Friso lebensgefährlich verletzt wurde, ist nun Sache der Staatsanwaltschaft. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Körperverletzung. Schneeprofil, Spuren und Zeugenaussagen sollen Aufschluss über den Unfallhergang geben. Der 43-Jährige wird auf der Traumatologischen Intensivstation der Uni-Klinik Innsbruck behandelt. Er befindet sich immer noch in Lebensgefahr. Der Begleiter des Prinzen, ein 42-jähriger Lecher Hotelier und Bergretter, blieb unverletzt.
"Eine Prognose wird man wohl nicht vor einigen Tagen abgeben können", hieß es laut niederländischer Nachrichtenagentur ANP in der aktuellen Mitteilung weiter. Die niederländische Königin Beatrix und Frisos Frau Mabel waren Sonntagmittag erneut an der Innsbrucker Universitätsklinik eingetroffen, um den verunglückten Prinzen an der Intensivstation zu besuchen. Die beiden Frauen waren schwarz gekleidet und passierten die wartenden Journalisten, ohne ein Statement abzugeben. Es gab widersprüchliche Medienmeldungen in Österreich bezüglich eines eventuellen Eingriffs zum Anlegen einer Hirndrucksonde, um einer Gehirnschwellung bzw. deren Folgen vorzubeugen.
Respekt vor Privatsphäre gefordert
"Von unserer Seite aus ist derzeit alles gesagt. Der Unfallhergang wurde mehrmals erläutert", erklärte am Sonntag Pia Herbst aus dem für Journalisten in Lech am Arlberg eingerichteten Presse-Zentrum. Sie bat, die Privatsphäre der niederländischen Königsfamilie zu respektieren. Die Familie - Königin Beatrix sowie Frisos Brüder Willem-Alexander und Constantijn mit ihren Gattinnen und Kindern - wohnt weiter in Lech. Sie waren Freitagabend auf dem kleinen Schweizer Flugplatz St. Gallen-Altenrhein angekommen und direkt zum Arlberg weitergereist. Kronprinz Willem-Alexander and seine Frau Maxima gingen am Sonntag Skifahren. Sie waren begleitet von ihren Kindern und den beiden Kindern des Verunglückten.
Lawinensuche am Samstag
Am Samstag um 15 Uhr ging auch in Zürs eine Lawine ab. Eine Person wurde in den Schneemassen vermutet. 168 Bergretter, Alpinpolizisten und Skilehrer sondierten vergeblich den Lawinenkegel. Weil bis Sonntag keine Vermisstenmeldung einging, wurde nicht weiter gesucht. War das Aufgebot eine Demonstration für die internationale Presse, die wegen des prominenten Lawinenopfers in Lech war? "Keineswegs", sagt Roland Mattle, Leiter der Alpinpolizei des Bezirks Bludenz: "Wenn wir sondieren müssen, weil der Gesuchte kein Lawinensuchgerät dabei hat, brauchen wir viele Leute. Man muss sich abwechseln, weil man nach spätestens eineinhalb Stunden fix und fertig ist."
In Vorarlberg herrscht aktuell Lawinenwarnstufe 3. Warnungen würden aber ignoriert, sagt Mattle. "No risk, no fun" ist die Devise. Die Leute fahren einfach überall." In Salzburg wurde am Sonntag ein finnischer Variantenfahrer erst nach zwei Stunden aus einer Lawine geborgen. Er erlag seinen Verletzungen im Spital. (jub/APA/red, 20.2.2012)
Vor einem Jahr geriet der niederländische Prinz Friso in Lech am Arlberg unter eine Lawine. Er liegt seither im Koma. In Lech spricht man heute von einem "normalen Unfall". Aber der Absatz von Lawinenrucksäcken ist sprunghaft gestiegen.
Staatsanwaltschaft hatte wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Umständen ermittelt
Vorhabensbericht ging an Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck - Prinz Willem-Alexander auf Kurzbesuch in Lech
Ob er jemals wieder das Bewusstsein erlangt, ist unklar
Behandelnder Arzt Wolfgang Koller: Sauerstoffmangel wegen 50-minütigen Herzstillstands führte zu schwerer Hirnschädigung
Wenn ein Mensch so wie der niederländische Prinz Friso ins Koma fällt, sind die Prognosen meist düster
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Es ist mir im Zusammenhang mit dem bedauerlichen Lawinenunfall von PJF aufgefallen, das es in VO leider keine adäquate Dokumentation über Lawinen gibt:
z.B. Lawine.at: Salzburg - die personenverschüttenden Lawinen sind perfekt dokumentiert (mit Karte, Hangneigung, Ursache, Beteiligte, Ausrüstung, Rettungszeit und Methode usw.) - daraus kann man viel lernen!!
In Tirol hat man das noch vor einen Jahr (wöchentlich) auch auf die Reihe bekommen, im so wunderbaren Vorarlberg mit seinen doch stark gehäuften Unfällen im Arlberggebiet leider noch nie!!
Man könnt´t zum Schelm werden wenn man hier zuviel weiterdenkt, aber der Arlberg ist im Gelände sehr gefährlich!!!
Und nein, nicht weil man nicht den ganzen Berg absperren kann. Schlicht und einfach, weils keinen rechtlichen Grund gibt, einfach so ein Stück Natur abzusperren. Möglich wäre das natürlich.
Und das mit dem eigenen Risiko ist auch so eine Sache. IdR habens schon Recht damit. Fraglich ist halt, was zwischen Bergführer und Prinz gelaufen ist.
Z.B. Bergführer zum Prinz: "Awos, geht schon, scheiss di ned an, i kenn den Berg wie mei Westentaschen, da kann nie nix runtakumma, die im Radio ham ja ka Ohnung"
Oder: "Naguat, wenns unbedingt do aufe wuist, don gehst hoid, da kann i nix tuan dagegen. Owa i geh mid, wei alla gehst ma nit auf so a gfärliche Abfahrt, Prinz"
Liest sich doch rechtlich ziemlich unterschiedlich, wie?
Es ist technisch unmöglich, einen ganzen Berg abzusperren. Wie stellen Sie sich das vor?
Weiters ist es rechtlich unmöglich, einem Menschen zu verbieten, einen Berg zu betreten, da in Österreich grundsätzlich eine Wegfreiheit für Wald- und Bergland besteht, obwohl die meisten Flächen im Gebirge Privatgrundstücke sind. Jemand, der sich den alpinen Gefahren aussetzt und bewusst den gesicherten Schiraum verlässt, ist dann natürlich auch selbst für etwaige Konsequenzen verantwortlich.
Im Falle des Prinzen wird zu ermitteln sein, ob die Begleitperson eine Mitschuld trägt, oder nicht. Kann sein, aber muss natürlich nicht sein.
Bei jeder Zufahrtstrasse, jedem Weg einen Zaun einen Schranken ... das geht schon. Ist halt aufwändig, teuer und sinnlos.
Und das mit der Wegefreiheit brauchens mir nicht zu erklären, genau deshalb schrieb ich ja: "weils keinen rechtlichen Grund gibt, einfach so ein Stück Natur abzusperren" - und daher teile ich auch ihren Satz mit den Konsequenzen - sofern es nicht war wie im ersten Satz "(bezahlter) Bergführer zu Prinz"
Aber das sehn sie eh auch so.
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