Sparpaket

Bausparer kommen trotz Prämien­kürzung nicht aus Verträgen

19. Februar 2012, 17:33

Wien - Mit weiteren Verschlechterungen für Anleger wartet die Regierung im Rahmen des Sparpakets auf. In dem nun vorliegenden Begutachtungsentwurf gibt es gegenüber den bisherigen Verlautbarungen drei zusätzliche Einschnitte.

- Keine Kündigung: Trotz Halbierung der Prämien bei Bausparen und Zukunftsvorsorge können die Anleger nicht aus den Verträgen aussteigen, ohne die bisher bezogenen Prämien zurückzahlen und hohe Verwaltungskosten in Kauf nehmen zu müssen. Die Kündigung war ursprünglich zumindest jenen Bausparern in Aussicht gestellt worden, die erst in den vergangenen zwei Jahren einen Vertrag abgeschlossen haben.

- Kürzung schon heuer: Die Einschnitte bei der Förderung treten nun schon mit 1. April in Kraft. Was das nun konkret bedeutet? Bis 31. März wird die alte Prämie von drei Prozent, für die neun Monate bis Jahresultimo der halbierte Satz von 1,5 Prozent angewendet. Unter dem Strich ergibt das einen Mischsatz von 1,875 Prozent. Zur Erinnerung: Die Förderung bezieht sich auf Einzahlungen von bis zu 1200 Euro im Jahr.

- Kürzung für immer: Während beim Bausparen die Halbierung der Prämie unbefristet geplant war, wurde bei der Zukunftsvorsorge eine zeitliche Begrenzung bis 2016 erwogen. Im Begutachtungsentwurf wurde nun klargestellt, dass die Förderreduktion unbefristet gilt. Die Prämie sinkt somit von 8,5 auf 4,25 Prozent. Die höchstmögliche begünstigte Einzahlung ist an die Höchstbeitragsgrundlage der Sozialversicherung gekoppelt und liegt derzeit bei 2329,88 Euro.

Die Regierung erhofft sich aus der Förderkürzung ab 2013 Einsparungen von 119 Millionen Euro im Jahr. (as, DER STANDARD, Printausgabe, 20.2.2012)

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individualist1
11
20.2.2012, 17:02
immer die kleinen

das ist wieder mal typisch - einbußen gibt es für die "kleinen sparer", denn die vermögenden geben sich mit so kinkerlitzchen wie bausparen ja gar nicht ab.
die sind zufrieden, dass sie wie immer gut wegkommen. so was nennt sich dann "soziale gerechtigkeit" - beschämend f. ein sparpaket, das auch von einer sozialdemokratischen partei mitbestimmt wurde...!!

Eisherz
02
20.2.2012, 16:44
Soviel zur Behauptung …

… mit der ÖVP gebe es keine "kalte Enteignung".

Hat man ja gern mal gelesen in den letzten Wochen.

UNBEQUEM
20
20.2.2012, 16:41
Legitimierter Diebstahl

Nun wissen wir es die Politiker sind ganz gemeine Diebe und Betrüger, denn Vertragstreue scheinen sie nicht zu kennen!
Ich frage mich wie sie nun durch Gerichte Betrüger einsperren wollen... denn die Politik handelt genauso!
Ein Gesetz so zu formulieren, dass jeder seines Gewinnes beraubt wird ohne aus dem Vertrag aussteigen zu können ist schlichtweg infam!
Was der Verfassungsgerichtshof dazu sagen wird???

adaschauher
00
20.2.2012, 16:40
Vertrauensschutz a la Failmann

motd
00
20.2.2012, 17:02
und Spindelegger

es lebe die revolution23
01
20.2.2012, 16:39

glauben die wirklich dass noch irgendwer irgendwann in einen bausparer oder zukunftvorsorge sein geld stecken wird. das vertrauen ist dahin

Eisherz
00
20.2.2012, 16:45
Das glaub ich kaum.

Die Leute lieben ihren Bausparer, sogar als Bauspardarlehen mit horrenden Zinsen.

Rester
11
20.2.2012, 16:38
so - und wer von euch wurde je darauf beim abschluss hingewiesen dass das passieren kann?

das is, auch ohne nachzusehen, wahrscheinlich (so vermute ich mal) kein vertragsbestandteil... von daher...

Mag. Doris Mihokovic
 
01
20.2.2012, 16:27

Da wird eine "Lawine" losgetreten, die sich auf das Bauspargeschaeft verheerend auswirken kann - und zwar nicht nur, was Neuvertraege betrifft.

Es gibt ja auch Bausparer, die neben ihrem praemienbeguenstigten Betrag auch noch weitere Guthaben bei der Bausparkasse liegen haben. Diese werden ohnedies als allererstes abgezogen, denn 1 % Bruttoverzinsung ist uninteressant.
Wer sein Geld - in Zeiten der Euro-Krise - lieber sinnvoll ausgibt, wird das noch praemienbeguenstigte Guthaben, so schnell wie moeglich zweckgemaess verwenden u damit ebenfalls von der Bausparkasse abziehen - ohne Verlust der Praemie! Bleiben noch ein paar Sparer, die den Vertrag erst kurz laufen haben, die haben bei einer vorzeitigen Aufloesung nicht viel zu verlieren.

oweja
01
20.2.2012, 16:05
Außerdem verlangen

die Banken für Buchungen 4.-€ pro Buchungszeile, die sollen ein wenig Spesen sparen, dann ist die gekippte Förderung wieder herinnen.

oweja
40
20.2.2012, 16:03
Lächerlich

Wegen der 18 Euro im Monat so einen TamTam zu machen.
Am Ehrlichsten wäre gewesen, das Ganze zu kippen. Völlig unattraktive Sparform und Darlehensform für Häuslbauer. Und der staatliche Beitrag war schon davor lächerlich niedrig.

Mag. Doris Mihokovic
 
01
20.2.2012, 18:12
@ oweja

Sie IRREN! Es handelt sich um 18 Euro pro JAHR! (nicht pro Monat)

Ravenspower
21
20.2.2012, 16:21
EUR 18,- x 13.7603 = knapp ATS 250.- x 6 = ATS 1500.-

EUR 18.- = knapp ATS 250.-
für sie mag es wenig sein aber damit geht sich monatlich locker ein menü im gasthaus + ein oder mehrere getränke aus.

die arme pensionistin betankt damit vielleicht ihren ölofen.

der arme ausländer von nebenan kauft sich damit vielleicht eine monatsration butter + brot

RS69
 
01
20.2.2012, 19:13

Es gibt tatsächlich noch Leute, die in ATS umrechnen? Wie alt sind Sie denn?

Befreier von Butter und Eier
00
21.2.2012, 09:54

Der Schilling hilft mir manchmal zu verstehen, wieviel Geld ich für etwas ausgebe wo ich beim Euro denke es ist eh billig. Siehe Spritpreis (1,5 € == 20,61 ATS)

RS69
 
01
21.2.2012, 10:27
II

Wenn SIe's andersrum - uind anschaulicher - betrachten wollen, und wissen wollen, was der "Effekt des Euro" ist - stellen's die Kaufkraftentwicklung des Dollar oder Ihrer Wunschwährung gegenüber - und sehen Sie, ob der Kaufkraftverlust unterschiedllich war (wenn's kurzfristige Schwankungen ausblenden). Wenn Sie's ganz realisitsich wollen, nehmen's beispielsweise den Belize-Dollar oder die bulgarische Lewa. Auch die sind - wie es der Schillig war - an andere Währungen gekoppelt.

Nach Ihrem Alter habe ich gefragt, weil üblicherweise eher alte Leute das Phenomän zeigen, mental nicht umzustellen zu können sondern noch lange weiter umzurechnen. Das führt dazu, dass alten Leuten vieles teurer erscheint.

RS69
 
01
21.2.2012, 10:27
I

Das ist trügerisch, weil Sie mit den Preisen aus der Zeit der Einführung vergleichen. Weil, Ihnen dann in Ihrem Modell 10 Jahre Inflation fehlen.

Wenn SIe ältere Leute fragen (oder entsprechende Charts anschauen), dann sehen's dass der Schillig vor der Euro-Einführung zu ca alle 10 Jahre um ein Drittel verloren hat, und das sich natürlich jetzt fortsetzt.

Dh - wenn Sie jetzt sagen "Was bei der Euro-Einführungca 14 Schilling /1 EUR) gekostet hat, und jetzt 21 Schilling (1,50 EUR) kostet, ist der übliche Entwertungseffekt und hat nichts mit dem Euro zu tun.

Ravenspower
00
20.2.2012, 21:53
Ich bin 29!

RS69
 
00
21.2.2012, 00:46

Was ist Ihnen denn zugestossen, dass Sie da noch in Schilling umrechnen?

Ravenspower
13
20.2.2012, 15:50
EUR 18.00.- X 6 = EUR 108.- = knapp ATS 1500,-

1500 schilling stielt uns hier die reGIERung und macht somit des österreichers liebste sparform zum sparkiller!
ich werde nach ablauf meines vertrages keinen weiteren vertrag mehr abschliessen.

Lord of all the Losers
23
20.2.2012, 16:19
was sind Schilling?

o.O

Rene Stangeler
04
20.2.2012, 16:13
Das ist der umgedrehte Eder Tausender inkl. Inflation

Meiner Meinung nach können die Bausparkassen bald zusperren. Ohne diese Förderung ist jede andere Sparform zumindest genauso vorteilhaft (Prämiensparen, gibts das noch?) und der Sparer kann jederzeit aussteigen oder die Zahlung unterbrechen.

Sehr viele Leute verwendeten nach Ablauf des Bausparvetrages das Geld für grössere Anschaffungen oder auch Renovierungen am Haus, Anschaffung von Möbeln (Küche) usw. und für viele war das die einzige Sparform die sie praktizierten (einen Bausparvertrag hatte man einfach, teilweise aus Tradition), das fällt jetzt weg und viele Menschen werden Kredite aufnehmen für ebendiese Ausgaben. Die Banken wirds freuen.

PjotrV
01
20.2.2012, 15:44
Unrecht?

Das heisst auch, dass bisher jeder der geschätzten 4 Mill. Erwerbstätigen - rund 60 Euro pro Jahr in die Häuslbauer investiert hatte - 30 Euro / Jahr dafür, dass andere sich ein Häusl bauen bzw. ihr Kapital vermehren wollen sind jetzt immer noch genug!

locken
23
20.2.2012, 15:15
Gelten Verträge in Österreich nichts mehr ???

RS69
 
02
20.2.2012, 16:53

Haben's Ihren Vertrag gelesen?

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