ÖVP-Görg: "Ohne Honorar" für Hochegger gearbeitet

19. Februar 2012, 17:54
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Ex-Vizebürgermeister Wiens "amüsiert" über Gedächtnisschwund der "großen und kleinen Namen in der Politik"

Es ist "ein kleines Geständnis", das Bernhard Görg im STANDARD ablegt. "Ich habe als Vizebürgermeister für Peter Hochegger und die Telekom gearbeitet", bekennt der einstige Wiener ÖVP-Chef, der nun "amüsiert" beobachtet, wie all "die großen und kleinen Namen in der Politik" nichts mehr mit dem berüchtigten Lobbyisten zu tun gehabt haben wollen. Hochegger habe um die Jahrtausendwende für Topkunden der Telekom ein Event mit dem Kommunikationsguru Nicholas Negroponte als sündteurem Starredner organisiert, erzählt Görg, und dafür einen "herzeigbaren" Politiker gesucht, "für dessen Englisch man sich nicht genieren müsse". Der Vizebürgermeister sprach dann tatsächlich ein Eingangsstatement - ohne Honorar.

Die FPÖ will jetzt recherchieren, welche Journalisten auf der Payroll Hocheggers gestanden sind, Generalsekretär Harald Vilimsky glaubt, beim ORF fündig zu werden. "Dem Vernehmen nach durchforsten mehrere ORF-Stars ihre Buchhaltung nach Rechnungen", behauptet er.

In der übergroßen Nervosität im ORF sieht Vilimsky auch den Grund, warum der ORF in der Diskussionssendung "Im Zentrum" am Sonntagabend "zwei Grüne und keinen Blauen diskutieren lässt". Vilimsky: "Zusammen mit Peter Pilz sorgt die Ehefrau des Grünen-Bundesgeschäftsführers Stefan Wallner, Saskia Wallner, als Expertin für Lobbying für parteifamiliäre Stimmung." (red, DER STANDARD, Printausgabe, 20.2.2012)

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