Tausende auf den Straßen

Massendemos in Spanien gegen Arbeitsmarktreform

19. Februar 2012, 15:53

Gewerkschaften rufen zu Protesten gegen erleichterte Entlassungen und Lohnkürzungen auf

Madrid - Zehntausende Menschen sind am Sonntag in Spanien auf die Straße gegangen, um gegen die von der neuen Regierung beschlossene Arbeitsmarktreform zu protestieren. Die großen Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT hatten zu Demonstrationen in 57 spanischen Städten aufgerufen. Sie beschuldigen die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy, sie habe mit der Arbeitsmarktreform nur den Interessen der Unternehmen im Blick.

Die Reform erleichtert Entlassungen. Außerdem können Unternehmen künftig die Löhne ihrer Arbeitnehmer einseitig senken. Die Macht der Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen wird erheblich beschnitten.

Regierung versucht, zu beruhigen

Die Regierung versichert, dass die am 10. Februar verabschiedete Reform mittelfristig die Schaffung von neuen Jobs fördere. Sowohl die Gewerkschaften als auch die sozialistische Opposition im Parlament sind vom Gegenteil überzeugt und fürchten eine massive Vernichtung von Arbeitsplätzen. Spanien hat mit 22,9 Prozent die höchste Arbeitslosigkeit in der EU. Bei Jugendlichen unter 25 Jahren liegt sie sogar bei 48,6 Prozent.

Die Arbeitsmarktreform muss noch vom Parlament gebilligt werden. Die regierende Volkspartei (PP) hat dort eine überwältigende Mehrheit. Die Gewerkschaften CCOO und UGT planen für die nächsten Wochen weitere Proteste für den Fall, dass die Reform im Parlament nicht in wesentlichen Punkten geändert wird. Auch ein Generalstreik gegen die seit Ende Dezember amtierende Regierung Rajoy wird nicht ausgeschlossen. (APA)

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11 Postings
MARTIN FREUKES
 
00
20.2.2012, 10:13
Das Problem sind nicht die Gewerkschaften, sondern Ihre Kuppel...

Mit 188.000,-- € im Jahr ( vom Staat bezahlt ) hat man keine Probleme und kann man sich erlauben nur Blödsinn zu reden.

Die Gewerkschaftsführer ( Mendez und Toxo ) haben es nicht für Wert befunden sich ernsthaft mit der Materie auseinander zu setzen da Sie einen Lohn auf Staatskosten bekommen. Bis die Subventionen an die Gewerkschaften nicht fallen, wird in Spanien nie eine Unabhängige Institution von Gewerkschaften geben. Die Sozialisten haben es in Ihrer vorigen Regierunszeit ganz gut gezeigt wie man die Gewerkschaften für Ihr eigenes Interesse einspannen kann. Ein Grund dafür das die Arbeitslosigkeit wegen der fehlenden Arbeitsmarktreform so hoch ist.

Gewerkschaften JA!!!, aber bitte mit Leuten mit HIRN, keine Analphabeten.

Chi-Unit
00
20.2.2012, 02:22
Klientelkampf

die, die einen Job haben, gegen die, die einen Job wollen.

He du, nicht einschlafen!
00
19.2.2012, 22:40
3ch0
00
19.2.2012, 21:16
Völker, hört die Signale...

CEEIT
02
19.2.2012, 20:43
Denke mit steigenden Temperaturen werden

die Demonstrationen in vielen Ländern Europas an Heftigkeit gewinnen.

inspanien
02
19.2.2012, 19:11
Fehler oder System?

also wirklich! Jedesmal sind die Artikel über Aktuelles aus Spanien extrem schlecht recherchiert. Langsam glaube ich, dass dies mit Absicht passiert. (auf subtile Weise sind sie sehr PP-freundlich).
Heute waren in Barcelona 450.000 und in Madrid 500.000 Menschen bei den Demos. Der Artikel spricht von "Zehntausenden".....

Peter_23
01
20.2.2012, 11:52
So ist das eben mit der APA-Propaganda

Helmuth Moltke
00
19.2.2012, 17:09

lt.RA http://www.wohlfahrt-abogados.com/de/lawyers.htm in Marbella versetzt die Grunderwerbssteuer dem Immobilienmarkt den Todesstoss.
http://www.aktuelle.es/index.php... &Itemid=82
Eine Lösung für den Arbeitsmarkt wäre die Errichtung von Solarwarmwasser-anlagen für alle Immobilien in
Spanien

smeki
08
19.2.2012, 16:42

Als ob die Wirtschaft an der Schaffung von Arbeitsplätzen ein Interesse hätte. Im Gegenteil, ihre Interessen bestehen darin, maximalen Profit zu machen. Der Mensch ist darin nur Kostenfaktor und möglichst wegzurationalisieren. Dazu leistet diese Reform Hilfestellung, sonst zu gar nix. Läuft aber insoweit dumm, als das billige Arbeitsvieh und die Überflüssiggewordenen nicht mehr als Konsumvieh brauchbar sind. Woher noch Nachfrage kommen sollte, wenn kreditfinanzierte Konjunktur ihre Grenzen erreicht hat, ist nirgends erkennbar.

Bergdolm
06
19.2.2012, 16:33
Lohnkürzungen kommen überall

wie auch Aufkündigungen von Kollektivverträgen.
Kündigungen und Entlassungen stehen überall auf der Tagesordnung.

Eine Umverteilung von "Vermögen - Einkommen - Arbeit" findet statt - aber nicht im Sinne des Großteils der Bevölkerung. Die Reichen werden immer reicher, und die Armut breitet sich aus.

Dass diese Entwicklung "friedlich" weitergeht, ist Illusion.

Ich konnte mir nie vorstellen, dass die Forderung von "ein Krieg muss her" wieder Realität werden könnte.

zeitig
00
19.2.2012, 20:54

bei uns läuft das dann etwas verdeckter. anstatt löhne zu kürzen, fallen die kollektivvertraglichen erhöhungen nun seit jahren schon bei oder unter der infaltiongrenze aus. diesen reallohnverlust bekommen die meisten nicht mit, die empörung ist ungemein geringer und das hält dann den rest der leute ruhig. besonders solange der ögb am ende jeder verhandlung sich sozialpartnerschaftlich gibt und von einem akzeptablen ergebnis für beide seiten spricht.

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