Ausfuhrstopp

Iran stellt Ölverkäufe an Frankreich und Großbritannien ein

19. Februar 2012, 14:17

Laut Ministeriumssprecher - Laut BBC tausende neue Zentrifugen in Urananreicherungsanlage in Betrieb genommen

Teheran - Der Iran hat nach eigenen Angaben seine Ölexporte an Frankreich und Großbritannien eingestellt. Wie ein Sprecher des iranischen Ölministeriums am Sonntag erklärte, wird kein Öl mehr an britische und französische Unternehmen verkauft. Im Atomstreit mit dem Iran hatte die EU im Jänner ein Ölembargo beschlossen, das aber erst im Sommer in Kraft treten soll, woraufhin Teheran seinerseits einen Ausfuhrstopp für mehrere europäische Staaten angekündigt hatte. Mehrere westliche Staaten warnten unterdessen vor einer weiteren Verschärfung im Atomstreit und einem nuklearen Wettrüsten in Nahost.

Teheran hatte in jüngster Zeit immer wieder damit gedroht, den Ölexport in europäische Länder einzustellen, die sich an den wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen beteiligen. Im Laufe der Woche hatte es bereits Berichte gegeben, wonach die Exporte nach Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, die Niederlande und Spanien eingestellt worden seien. Das war jedoch vom Teheraner Ölministerium bestritten worden.

Auch das iranische Parlament plant, ein Gesetz zu verabschieden, das die an den EU-Sanktionen gegen Iran beteiligten Länder mit einem Öl-Exportstopp belegt. Die Beratungen darüber wurden jedoch auf März vertagt. Die Südeuropäer waren mengenmäßig zuletzt die größten Abnehmer iranischen Erdöls.

Warnung vor Eskalation

Regierungsvertreter mehrerer westlicher Staaten warnten am Wochenende vor einer Eskalation im Atomstreit mit dem Iran. "Eine Eskalation, von welcher Seite auch immer, muss im allseitigen Interesse vermieden werden", erklärte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle am Sonntag. Das von der Führung in Teheran brieflich übermittelte Gesprächsangebot werde mit den Partnern "sehr genau auf seine Substanz" geprüft. Wenn die Bereitschaft zu Gesprächen "ernsthaft und substanziell" sei, werde der Westen darauf eingehen, sagte Westerwelle. Gespräche zu Propagandazwecken seien dagegen nicht sinnvoll.

Der Iran hatte am Dienstag in einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton die Bereitschaft zur Wiederaufnahme der seit Jänner 2011 ausgesetzten Gesprächen erklärt. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi sagte am Sonntag, der Iran wünsche baldige Gespräche und favorisiere als Ort Istanbul. Er strebe eine Lösung des Konflikts zum beiderseitigen Nutzen an und gehe mit einer "positiven Haltung" in die Verhandlungen.

Der britische Außenminister William Hague sagte der Zeitung "Daily Telegraph", ein "neuer Kalter Krieg" wäre eine "Katastrophe" für die Welt. Sollte es dem Iran gelingen, Atomwaffen zu entwickeln, würden auch andere Länder in der Region nachziehen wollen. Zugleich sagte Hague erneut, ein israelischer Angriff auf die iranischen Atomanlagen berge "enorme Risiken".

USA: "Iran verhält sich rational"

Auch der US-Generalstabschef Martin Dempsey sagte in einem Interview mit dem US-Sender CNN, ein Angriff wäre "destabilisierend" und würde sein Ziel verfehlen. "Wir sind der Auffassung, dass der Iran sich rational verhält", so der Generalstabschef. "Wir wissen auch oder glauben zu wissen, dass das iranische Regime noch keine Entscheidung darüber gefällt hat", eine Nuklearwaffe zu bauen. Dempsey betonte erneut den Willen der US-Regierung, auf Sanktionen und internationalen Druck zu setzen.

Israels Stabschef Benny Gantz sagte in einem Rundfunkinterview, Israel entscheide allein über einen Angriff auf den Iran. Am Sonntag wollte sich der US-Sicherheitsberater Tom Donilon in Israel mit Regierungsvertretern unter anderem über das iranische Atomprogramm unterhalten. Verteidigungsminister Ehud Barak forderte bei einem Besuch in Japan eine weitere Verschärfung der Sanktionen, bevor das iranische Atomprogramm ausgereift und damit unverwundbar sei.

Urananreicherung ausgeweitet

Wie der britische Rundfunksender BBC am Sonntag unter Berufung auf Diplomaten bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien berichtete, sollen tausende neue Zentrifugen in der unterirdischen Urananreicherungsanlage nahe der Stadt Ghom in Betrieb genommen werden. Die Atomanlage liegt so weit unter der Erde, dass sie nicht durch einen Luftangriff zerstört werden könnte.

Am Montag wird ein IAEO-Expertenteam zum zweiten Mal binnen weniger Wochen in Teheran Gespräche über das umstrittene Atomprogramm führen. Dabei sollen Möglichkeiten für eine diplomatische Lösung des Konflikts ausgelotet werden.

Die israelische Regierung erklärte unterdessen, sie beobachte die Bewegung mehrerer iranischer Kriegsschiffe, die am Samstag durch den Suez-Kanal ins Mittelmeer eingelaufen waren, genau. Die Schiffe dürften sich nicht der Küste Israels nähern, erklärte eine Vertreterin des israelischen Außenministeriums. Es ist bereits das zweite Mal binnen eines Jahres, dass der Iran Marineschiffe ins Mittelmeer entsandte. Der iranische Marine-Kommandant Habibulah Sayari sagte, das Manöver werde den Ländern der Region "die Stärke" des Iran zeigen. Bei den Schiffen könnte es sich um einen Zerstörer und einen Versorger handeln, die vor zwei Wochen in den saudi-arabischen Hafen Jeddah eingelaufen waren. (APA/Reuters)

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F S 3
1212
21.2.2012, 08:57
Ein Skandal, wenn nicht ein neuer Kriegsgrund! - Während die Kriegstreiber dem Iran drohten, dem Land die Ölexporte zu boykottieren, erdreistet sich das Mullahregime tatsächlich die Öllverkäufe einzustellen! …

…Das ist eigentlich nicht mehr tolerierbar!

Weiters hat der Iran allen Ernstens damit gedroht "zurückzuschlagen", wenn das Land angegriffen wird, was mindestens ein weiteres Kriegsverbrechen darstellt! Kriegs'erbrechen gehören bestraft.

Weiters sind diese Iraner religiöse Fundis, ganz anders als diese Isrealen und die Amerikaner. Die meisten isr. Bürger wollen ja gar nicht den Iran angreifen, aber das heilige Regime in TelAvi…-pardon Jerusalem-will es. Dem zu widersprechen wäre eine äußerst schwerwiegende Sünde…

Außerdem haben sie ja diese Drohne nicht und nicht rückerstatten wollen.

"Nuke'em!"

TomGard
 
21
20.2.2012, 15:16
...und schon am Folgetag erscheint im "Standard" eine

wohl vorbereitete Agitation für - (Benzin-)Einsparungen. Und gegen Leute, die das Auto für anderes, als die Fahrt zur Arbeit nutzen.
Wenig unterscheidet das deutsche (!) Bülderbirger-Hausblatt noch vom "St:rmer".

johann steiner
12
20.2.2012, 12:56
Kooperativer Iran

Ein Entgegenkommen des Iran, damit die EU- Sanktionen schneller wirksam werden!

lassen Sie mich durch
21
20.2.2012, 12:44

also das Ölembargo was ja der Iran zuvor gekommen ist war ein Schuss ins eigenen Knie,und das grade mit GB und Frankreich die richtigen Staaten betroffen sind ist auch richtig, ich kenne keine Spanischen oder Griechichen Öl konzerne die im Iran tätig sind, Shell und Elf also die GB und Franzen kaufen das öl und verkaufen es durch ihre Konzerne an die Drittstaaten wie Spanien Italien usw....

somit sind alle 5 Staaten betroffen.
Frankreich Italien Spanien Griechenland und GB.

Def_izit
20
20.2.2012, 11:21
haha - nachdem total kein öl mehr aus dem iran bezieht

kann teheran große sprüche klopfen - die wirtschaftliche lage im iran hat sich sehr verschlechtert und verschlechtert sich weiter - wie immer auf dem rücken der bevölkerung - aber die mullahs setzen ihren "front-präsidenten" weiter auf scharf

lassen Sie mich durch
00
20.2.2012, 12:37

Ja klar doch,

bleiben wir mal beim HA HA.

Tourist
22
20.2.2012, 10:50
Die Wahren Hintergründe!

Hier werden die Wahren zusammenhänge sehr deutlich
erklärt!
Das ist ein Interview der Extraklasse, da lohnt sich jede Minute!
Der Ansichten und Einschätzungen von Herrn Hörstel sind? sehr klar und sehr fundiert!
http://www.youtube.com/watch?v=0ynwuA9i9w0

Dani B.
11
21.2.2012, 11:55

und woher willst du wissen, dass hier von den "wahren zusammenhängen" die rede ist? das müsstest du ja vorneweg prüfen. hast du das gemacht? zum herrn hörstel: seine quds rede (bit.ly/r85aFd) ist tatsächlich zum qudsen, resp. kotzen. islamistische hetze aus dem munde eines europäers, das ist schon bedenklich. das soll dein kronzeuge sein?

HookMind
00
20.2.2012, 10:46
Israel entscheide allein über einen Angriff auf den Iran

Verteidigungsminister Ehud Barak forderte bei einem Besuch in Japan eine weitere Verschärfung der Sanktionen.

Europa und Japan entscheiden allein ueber eine Verschaerfung der Sanktionen.

lassen Sie mich durch
11
20.2.2012, 11:08

also um Israel macht sich der Iran die kleinsten Sorgen, der Iran muss erst mal denn Saudischen Terror beseitigen,die Unterstützung der SA gegen die Demokratie bewegungen in Bahrain,Jemen,Libyen,Ägypten,Tunesien teilen Pakistan und Afganistan und Syrien stellt ein grössere gefahr dar als die Israelis.

Franz_Josef
00
20.2.2012, 09:47
Indien kauft weiterhin iranisches Öl

Indien kauft große Mengen, FR und GB nur kleine Mengen
Indiens Wirtschaft würde stehenbleiben, wenn sie auf iranisches Öl verzichten.

http://timesofindia.indiatimes.com/world/us/... 960256.cms

Müllers Mops
11
20.2.2012, 10:54

China auch. Für die pragmatischen chinesischen Wirtschaftsphilosophen erfüllt der Boykott oder Krieg gegen Iran den Tatbestand der Wirtschaftskriminalität.

HookMind
00
20.2.2012, 09:46
tausende neue Zentrifugen

und die Propaganda MAschenerie laeuft an ...

Roter Baron
00
20.2.2012, 09:41
das kuriose dran ist

dass der iran öl importieren muss
weil er selber keine raffinieren hat.

roter baron

johann steiner
00
20.2.2012, 12:58

also wer Zentrifugen bauen kann, kann auch Raffinerien bauen, das konnte Hitler schon, außerdem man hört nichts dass der Treibstoff in Iran knapp ist.

lassen Sie mich durch
02
20.2.2012, 12:40

kein Öl sondern benzin.

der Iran Importiert benzin.

die Iraner müssen sich umstellen,genau so wie die menschen sich in Europa umstellen müssen.
2012 verändert die Welt und damit meine ich die Verbraucher gewohnheiten der menschen Weltweit.

auf kosten andere leben funktioniert nicht mehr so leicht wie in denn letzten 200 jahren.

muppetbasher
01
20.2.2012, 09:34
Die Schwarzkittler werden sich ärgern, weil der Ölpreis deswegen nicht gestiegen ist.

Wie sich ihre Atome auswirken - wir bleiben dran!

johann steiner
10
20.2.2012, 12:59

der steigt drastisch, nachzulesen in Welt- Online, gleich auch den Artikel mitlesen, dass Israel gar nicht in der Lage ist den Iran wirksam anzugreifen

Mostbluzza
00
20.2.2012, 09:31
österreich könnte sich 10 atomwaffen kaufen

von nordkorea oder pakistan oder am schwarzmarkt ein paar dutzend schmutzige mini-nukes besorgen.

locker umgschaut, könnte ein österreichischer diktator da etliche milliarden "umleiten", ganz ohne akw.

ich hab angst, wir sind somit ein potentielles ziel der angriffsfriedensbringer ...

Mostbluzza
00
20.2.2012, 09:27
sofort angreifen

man muss ein land angreifen und erledigen, wenn es sich rational verhält und vermutlich kein atomprogramm verfolgt.

unbedingt sofort, bevor es zu spät ist und die perser es sich überlegen und irrational werden und doch atomar rumspielen wollen ... präventiver massenmord ist schon okay - bei den anderen.

living reef
00
20.2.2012, 08:54
wie groß sind solche zentrifugen?

NoComment
00
20.2.2012, 09:22

ca. 100 meter im durchmesser, 30m hoch und ca. 12.000t schwer. deswegen sind es ja tausende.

Nur DIREKTE DEMOKRATIE ist Demokratie!
11
20.2.2012, 08:30

- "Wenn Du nicht gehorchst mach ich bald mit dir Schluss."
- "Ich hab eh schon einen anderen..."
- "ööööh .... [Schluck]"

optimist70
11
20.2.2012, 08:27
automwaffen machen die welt sicherer,

weil man sie sonst nicht herstellte (westliche Argumentation, ;-) )

Franz_Josef
02
20.2.2012, 08:19
Russia warns NATO on its readiness for nuclear WW3

http://www.zimbabwemetro.com/30650/rus... clear-ww3/

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