26 Menschen verletzt - Attentäter raste in Gruppen von Kadetten
Bagdad - Bei einem Selbstmordanschlag auf eine
Polizeiakademie in Bagdad sind am Sonntag 20 Menschen getötet worden.
Der Attentäter sei mit seinem Auto in eine Gruppe von Kadetten
gerast, die vor dem Gelände der Akademie gewartet hätten, sagte ein
Polizist. Dann habe er die Bombe gezündet.
In Polizei- und Ärztekreisen hieß es, unter den Toten seien 14
Kadetten und fünf Beamte. Zudem gebe es 26 Verwundete. "Ich sehe
Leichenteile, die über den Boden verstreut sind, und Stiefel und
Barette, die mit Blut bedeckt sind", sagte ein Polizist. Viele Autos
stünden in Flammen.
Durch den Angriff wurde eine kurze Periode der relativen Ruhe
unterbrochen, nachdem die Spannungen zwischen dem schiitischen
Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki und sunnitischen Politikern
nachgelassen hatten. Der Streit hatte im Dezember und Jänner zu einem
Aufflammen der Gewalt geführt und die Furcht geweckt, das Land könnte
wieder in die schweren Gefechte zwischen den Religionsgruppen wie in
den Jahren 2006 bis 2007 abrutschen. Im Irak kommt es weiterhin fast
täglich zu Anschlägen. (APA/Reuters)