Telekom Austria fordert zehn Mio. Euro von Ex-Managern

19. Februar 2012, 10:58
  • Im Februar 2004 hatte ein Kurssprung der Telekom-Aktie in
sprichwörtlich letzter Sekunde knapp 100 Telekom-Managern einen
Geldregen von über 9 Mio. Euro beschert.
    foto: apa

    Im Februar 2004 hatte ein Kurssprung der Telekom-Aktie in sprichwörtlich letzter Sekunde knapp 100 Telekom-Managern einen Geldregen von über 9 Mio. Euro beschert.

"Kurier": Konzern schloss sich dem Strafverfahren als Privatbeteiligter an - Forderungen auch an Hochegger und Broker Wanovits

Die skandalgeschüttelte teilstaatliche Telekom Austria fordert von ehemaligen Vorständen sowie vom Lobbyisten Peter Hochegger und dem Broker Johann Wanovits wegen der mutmaßlichen Manipulation des Telekom-Aktienkurses im Jahr 2004 rund 10 Mio. Euro. Um Prozesskosten zu sparen, brachte die Telekom aber keine eigene Schadenersatzklage ein, sondern schloss sich dem laufenden Strafverfahren als Privatbeteiligte an, schreibt der "Kurier" (Sonntag). Ende Jänner sei ein entsprechender Schriftsatz am Wiener Landesgericht abgegeben worden.

Forderungen gegen Ex-Chef Sundt und Hochegger

Die Forderungen richten sich dem Bericht zufolge gegen Ex-Telekom-Boss Heinz Sundt sowie die ehemaligen Vorstandsdirektoren Rudolf Fischer, Stefano Colombo und Gernot Schieszler, der sich der Staatsanwaltschaft als Kronzeuge angeboten hat. Mit auf der Liste stünden auch - neben Hochegger und Wanovits, Gründer der Spezialbank Euro Invest - der ehemalige Geschäftskundenleiter Josef Trimmel sowie ein Prokurist. Gegen Sundts Nachfolger Boris Nemsic sei keine Rückforderung gestellt worden, laut "Kurier" soll das Strafverfahren gegen ihn eingestellt werden.

Kurssprung 2004

Im Februar 2004 hatte ein Kurssprung der Telekom-Aktie in sprichwörtlich letzter Sekunde knapp 100 Telekom-Managern einen Geldregen von über 9 Mio. Euro beschert. Zu verdanken hatten sie dies einem Bonusprogramm, wonach der Kurs an einem Stichtag einen bestimmten Wert erreichen musste. (APA)

Kommentar posten
11 Postings

Möchte nicht wissen was mir als kleinen Bürger geschehen wäre, wenn ich solche Äußerungen von mir gegeben hätte. Großaufgebot der Polizei, Handschellen, 100 Jahre Zuchthaus, Enteignung aller Konten und viell. auch die Kastration.
Aber der Hr. Hochegger und Konsorten sind halt kein kleine Bürger, aber dafür große A-Löcher.

Unglaublich

Finde das die Herrn Hochegger & Co gehören verklagt auf 100 Mio. € und auf min. 5 Jahre in den Bau gesteckt!

und wieviel haben die herren gekostet?

da sind 10mio. rückforderung lächerlich.
die gehören bis aufs letzten hemd ausgezogen. inkl. sippenhaft

Mei liab...

Ich kündige aber meinen Festnetzanschluss trotzdem, weil ich zu diesem Unternehmen jedes Vertrauen verloren habe.

Ich weiß nicht was trauriger ist: die absolute Unverschämtheit mancher Personen oder die Geschwindigkeit unserer Justiz.
Für den Libro-Prozess hat es schon 12 (?!) Jahre gedauert, mal schauen in wie viel Jahrzehnten der Telekom-Prozess über die Bühne geht.

Hier ist es wohl weniger die Justiz im Sinne der Gerichte, als vielmehr das Innenministerium, das nur ein winziges Grüppchen von Polizisten für die Ermittlungen bereitstellt. Das gilt für A1 genauso wie für KHG. Da müssten dutzende Ermittler jeden dieser Fälle aufrollen - und eigentlich hätte die schon damals ermitteln müssen, als der Aktienkurs offensichtlich manipuliert wurde. Aber nichts ist geschehen...

diese typen dort treffen

wo sie es am härtesten trifft. beim geld.

traumvorstellung: die buwog-schadenersatzforderung führt dazu, dass grasser und konsorten bis an ihr lebensende aufs existenzminimum gepfändet werden.

Träum' weiter

Die Gelder liegen aber wahrscheinlich schon in Stiftungen oder bei Verwandten, die G & Co dann eine Rente zahlen wuerden.

Die gehoeren schon auch ins Gefaengnis.

da ging

ja wirklich die post ab, richtung offene hände, bankkonten und nimmersatte geldbörsln der leute die bestimmen durften oder wen kannten der wen kannte in den oberen etagen.

und ich hab immer geglaubt scheinasylanten schwarzarbeiter und sozialhilfebezieher sind die gauner die die republik aussackeln.

Gegen die Berater von Target 09, nämlich

SUPER GRENZGENIALE GENIESTREICHPLANER - könnten 900 Millionen geltend gemacht werden.

Man muss Mc Kasperl heißen, um Beamte 10 Jahre vor der Pension nach Hause zu schicken, auszulagern und Leasingmitarbeiter zu beschäftigen.
Ein positiver Nebeneffekt ist allerdings, dass nicht so viele Jüngere arbeitslos sind.

Ja und das merkt Kunde dann, wenn bei technischen Hotlines nur Laien sitzen, die Sprücherl auswendig gelernt haben und da technisch blind Kunden oft verwirren.

Das ganze Jahr ist FaschingsHochsaison im Korruptionssalon.

Dass Boris NimmSich anständiger war, halten viele für ein Telekom Märchen, analog dazu glaubten ja viele Grasser Anhänger auch immer an die blütenweise staubfreie Weste.

Telekom = Austrias- Korruptionsindikator1

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.