"Armut ist unsichtbar"

Eine Million Österreicher arm oder armutsgefährdet

19. Februar 2012, 10:46

Einem Drittel jener, die sich an die Caritas-Beratungsstellen in Wien wenden, stehen nach Abzug der Fixkosten weniger als vier Euro pro Tag zur Verfügung

Wien - Rund eine Million Österreicher sind laut Statistik Austria arm oder ständig gefährdet, in die Armut abzurutschen. Den Betroffenen fehlt oft das Geld für alltägliche Notwendigkeiten wie Heizmaterial, Kleidung und kleinere Reparaturen. 313.000 Menschen können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten.

"Unsere Erfahrungen in den Beratungsstellen bestätigen eines ganz deutlich: Armut ist ein Stück Realität in Österreich, und Armut ist vielfach unsichtbar", sagte Michael Landau, Direktor der Caritas Wien. Zu den am stärksten von Armut betroffenen Gruppen gehören Ein-Eltern-Haushalte und Haushalte mit langzeitarbeitslosen Personen, allein lebende Frauen ohne Pension und Menschen mit Migrationshintergrund ohne Staatsbürgerschaft. Mehr als die Hälfte dieser Haushalte kann es sich nicht leisten, eine größere Anschaffung zu tätigen. Für ein Drittel ist es nicht möglich, Freunde oder Familie einmal im Monat zum Essen einzuladen.

"Diese Menschen schämen sich für ihre Lage und haben Angst vor sozialer Ausgrenzung. Sie genieren sich oft, Hilfe anzunehmen, und so bitten viele erst um Unterstützung, wenn ihnen die Probleme über den Kopf wachsen und sie für sich selbst nicht mehr weiterwissen. Eltern tun oft alles, damit ihre Kinder so wenig wie möglich von den finanziellen Sorgen spüren. Die Realität der Menschen hat mit der vielzitierten sozialen Hängematte nichts zu tun, sondern ist von permanenter Sorge und Stress geprägt", so Landau.

Einem Drittel jener, die sich an die Caritas-Sozialberatungsstellen der Erzdiözese Wien wenden, stehen nach Abzug der Fixkosten weniger als vier Euro pro Tag zur Verfügung. Dieser Betrag muss für Lebensmittel, Windeln, Babynahrung und Kleidung reichen. Landau: "Der Großteil der Aushilfen, die wir ausbezahlen - und dabei handelt es sich praktisch ausschließlich um Spendengelder -, entfällt auf offene Rechnungen bei Miet- und Energiekosten." (APA)

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vital1981
00
15.3.2012, 17:38
Arbeiten, wer Arbeiten kann!!

Leider gibt es zu viele faule Säcke die nicht arbeiten wollen aber kerngesund sind -> das sind die Schuldigen!! Es gibt viel zu viele solche schwarzen Schafe, daher ist es auch nicht möglich dass man den wirklich Armen mehr zur Verfügung stellt. Ich persönlich bin auch nicht bereit noch mehr Steuergeld von meinem Lohn abzugeben. Man wird ja eh schon ausgelacht von Leuten die Stempelgeld beziehen und dabei mehr bekommen als Meinereiner.
Ausserdem, warum dürfen Personen mit Migrationshintergrund ohne Staatsbürgerschaft nicht arbeiten, damit sie sich ihr Geld selbst verdienen?? Es gäbe so viele Fragen auf die ich keine Antworten hab! Eigentlich wär's ganz einfach - und Arbeit gibt's in Österreich genug!

Epistula non erubescit
11
13.3.2012, 08:40

Ein-Eltern-Haushalte sind auch als Alleinerzieherinnen bekannt. Armut ist in Österreich weiblich

orpheus1
54
4,-€ pro Tag ist viel

es wurden Buecher geschrieben, wie man mit 1,-€ pro Tag gut durchkommen kann.

Studenten in anderen EU-Laendern schreiben ihre Erlebnisse wie sie es schaffen mit 1€/Tag auszukommen.

Das ist nicht schwer, hat aber durchaus mit Kreativitaet und Bildung zu tun.

thailandpeter2
11
11.3.2012, 08:26

also, euro 4,-/tag in europa ist schon wenig. ich lebe im billigeren thailand, euro 4.- sind ca. thai baht 160,-, und das ist sogar hier, wenn es auch moeglich ist, damit durchzukommen, nicht gerade viel fuer einen tag... besonders in bangkok, in der provinz ist das eher ok...

Rhodentia
33
Du solltest Dich

'orscheus1' nennen.

orpheus1
43
Da ich nicht saufe, nicht rauche und auch nicht drogensuechtig bin, brauche ich nur zum Essen oft keine 4 € pro Tag

vital1981
00
15.3.2012, 17:53

Ich freu mich für Sie dass sie so sparsam essen können, mir geht's oft so wenn ich blau bin!

tock tock tock
21
11.3.2012, 22:29

Na, frißt wohl hauptsächlich Müll.

Wein Franzpolter
23

Bist du die Katzi Lugner?

tock tock tock
21

Ich hoff, du meinst das ironisch.

tock tock tock
32

trottl.

Gabi_001
31
11.3.2012, 18:03

StGB § 115.

Wer öffentlich oder vor mehreren Leuten einen anderen beschimpft, verspottet ...., ist, wenn er deswegen nicht nach einer anderen Bestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen zu bestrafen....

tock tock tock
22
11.3.2012, 19:55

Und?

Gabi_001
30
11.3.2012, 22:07
und niveaulos.

tock tock tock
11
11.3.2012, 22:29

Tief und niveaulos war das Posting auf das ich geantwortet hab.

Gabi_001
10
13.3.2012, 21:02
ahh und deshalb also die Beleidigung.

kopfschüttel

tock tock tock
11
13.3.2012, 21:08

Welche Beleidigung? Das war eine Tatsachenfeststellung!

atomkraft neindanke
12
das Herz am rechten Fleck!

schön reden

Könnte mal die Schönredner wieder auf die Fukushima Seite gehen, dort war ja angeblich kein Gau, kein Supergau, alles nicht so schlimm, hier ist es wieder das selbe, es gibt Leut, die frieren zu Haus und essen recht schlecht, Vergnügungen gibt es nicht, ein Sozialleben findet nicht statt,

aber hier vermuten die super Besserwisser, dass 1. die Daten falsch sind, 2. Propaganda im Spiel ist, 3. irgendwo anders auf der Welt noch viel schlimmere Zustände herrschen!

Mir gehen diese zynischen Ignorant_innen langsam auf den Keks, statt darüber gemeinsam nachzudenken, was wir tun könnten um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen, muss man sich seitenweise das gleiche BLABLA anhören!

shareandcare!

Papa.Geno73
08
25.2.2012, 20:27
Glueckliches Afrika!

In Kigali sind etwa nur 10% der Bevoelkerung ist armutsgefaehrdet. In Oesterreich sind es laut Caritas 1 Mio (=12%)!!!
http://derstandard.at/132987031... forumstart
Da wird's aber hoechste Zeit, dass die Caritas ihre Aktivitaeten im reichen Kigali einstellt und sich auf das bettelarme Oesterreich konzentriert!!!!

Papa.Geno73
15
25.2.2012, 20:28

Im Ernst: Zeigt doch wieder einmal die Absurditaet der Caritas'schen "Armutsgefaehrdet"-Definition. Eigentlich nicht nur absurd, sondern sogar menschenverachtend, fuer Leute, die sich in AT mit zu viel Handyrechnung in die Bredouille gebracht haben und jetzt nur mehr selten ins Kino gehen koennen, denselben Begriff zu verwenden wie fuer Kinder in Afrika, die verhungern!

Michael Bakunin
51

mein gott, bist du dumm.
du weißt doch hoffentlich ganz genau, dass armut immer relativ zum allgemeinen lebensstandard betrachtet wird.

Rene Stangeler
04
10.3.2012, 07:45
Schön und gut

Das heisst also wenn in einem Land durschnittlich jeder 4 Autos besitzt ist derjenige der sich nur 1 Auto leisten kann armutsgefährdet?

Ich habe nur eine Bekannte in meinem Umfeld die armutsgefährdet ist. Allerdings deswegen weil sie keiner Arbeit nachgeht, mittlerweile über 40 ist und es für sie immer schwieriger wird einen Deppen zu finden der sie aushält.

Ansonsten sind auch Bekannte welche Hilfsarbeiter oder angelernte Kräfte sind, Kinder haben, sich ein Haus (auf Kredit natürlich)gebaut haben nicht armutsgefährdet sondern können recht gut leben. Halt nur mit ein paar Tagen Urlaub in Österreich, keinem iphone für den Nachwuchs und Autos die gefahren werden so lange es geht.
Arbeit nicht scheuen und die Armutsgefährdung ist abgewehrt!

Michael Bakunin
21
10.3.2012, 11:44

und du meiste, weil du fast keine armutsgefährdeten menschen kennst, gibt es keine?
ich kenne auch keinen obdachlosen persönlich, aber trotzdem gibt es sie.

und nein, armutsgefährund berechnet sich nicht nah der anzahl der autos.

living reef
01
11.3.2012, 08:41
armutsgefähdung in österreich auf relativ hohem niveau

mindessicherung plus zusätzliche - durchaus berechtigte - ermäßigungen in verschiedensten bereichen (öffies, sozialmärkte, kulturpass, rezeptgebührenbefreiung,...) ergibt nicht selten zusammengerechnet ein nettoeinkommen von locker 1.000 euro. dafür muß man unselbständig erwerbstätig ein bruttoverdienst von ca. 1.300 haben eine gehaltsklasse die durchaus nicht wenige menschen - vor allem frauen - haben.

tock tock tock
20
11.3.2012, 22:55

Schwachsinn.

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