Nein Danke

Wulff-Nachfolge: Stimmung gegen Gauck im Netz

Bericht | 18. Februar 2012, 14:24

Ablehnung besonders aus Migrantenkreisen - Aber auch viele Befürworter für Ex-DDR-Bürgerrechtler

Im Internet rühren sich einen Tag nach Rücktritt des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff die Stimmen gegen Joachim Gauck als möglichen Nachfolgekandidaten. Im sozialen Netzwerk Facebook etwa wurden mehrere Gruppen gegründet, die sich gegen den Ex-DDR-Bürgerrechtler aussprechen, darunter die Gruppe "Gauck: Nein, danke". Ein Grund dafür: Gauck hatte sich abfällig über die kapitalismuskritische Occupy-Bewegung geäußert und in einem früheren Interview dem Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin Mut attestiert, als der mit strittigen Äußerungen zur Zuwanderung im Feuer der Kritik stand.

Widerstand im Netz

Ein Internetnutzer twitterte am Samstag: "Gauck meinte vor nicht langer Zeit: Sarrazin sei mutig & Anti-Banken-Proteste seien "unsäglich albern"." Die Ablehnung kommt besonders auch aus Migrantenkreisen. "Sarrazin-Unterstützer Joachim Gauck als neuer Präsident? NEIN DANKE...", schreibt etwa der türkische Journalist Erhan Mertürk aus Berlin auf Facebook. Ein anderer kommentierte auf Twitter: "Gauck: Keine Distanzierung von Sarrazin, Kapitalismuskritik ist albern, Atomausstieg gefühlsduselig - Bitte nicht Gauck".

Befürworter

Unter den unzähligen Kommentaren, Einträgen und Gruppen gegen Gauck gibt es aber auch viele Befürworter.

Niederlage gegen Wulff

Gauck war bereits 2010 Präsidentschaftskandidat - unterlag aber Wulff. Diese hatte am Freitag mit sofortiger Wirkung sein Amt aufgegeben und damit die Konsequenzen aus der Affäre um mögliche Vergünstigungen von befreundeten Unternehmern gezogen. (APA/dpa)

exi
00
20.2.2012, 18:05
undes bekümmert ihn nihct wie undemokratisch er gewählt werden soll

Eigentlich ist die Wahl des Präsidenten der Bundesvollversammlung vorbehalten. Aber was die Deutschen nun erleben ist eine deutliche Diktatur. Fr. Merkel degradiert die Bundesversammlung zu Abnickern ohne Meinung und eigenes Gewissen. Sie diktiert wer Präsident zu werden hat. Und das Ergebnis kam nicht im offenen Dialog vor aller Bürger Augen zustande, sondern als Mauschelei im Hinterzimmer des Bundeskanzleramtes.
Wenn Hr. Gauck die moralisch integre Person wäre zu der er hochgejubelt wird, sollte er die Nominierung ablehnen. Denn Fr. Merkels Handschrift ist das, wogegen Hr. Gauck angeblich vor 20 Jahren demonstriert haben will. Bereits zweimal hat Fr. Merkel Deutschland einen Bückling durchgedrückt. Gauck kann nur der Dritte werden.

adventurer
10
19.2.2012, 13:22
Die wahren Meinungsführer in D

sind sowieso Erdogan und Ahmadinedschad.
Darum sollte einer der Beiden BP werden.

ManfredS
31
18.2.2012, 17:31
Nichts an ihm ist echt

... wie seine Vita anschaulich verrät - er passte sich schon immer an, gefiel sich in der Rolle des Inquisitors gegenüber (fast) 16 Millionen DDR- Bürgern und weint jetzt (Freuden) - "Tränen" über die freigewordene Planstelle - http://t.co/TVWZ8aXh. Heuchler und Wendehals.

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