Ablehnung besonders aus Migrantenkreisen - Aber auch viele Befürworter für Ex-DDR-Bürgerrechtler
Im Internet rühren sich einen Tag nach Rücktritt des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff die Stimmen gegen Joachim Gauck als möglichen Nachfolgekandidaten. Im sozialen Netzwerk Facebook etwa wurden mehrere Gruppen gegründet, die sich gegen den Ex-DDR-Bürgerrechtler aussprechen, darunter die Gruppe "Gauck: Nein, danke". Ein Grund dafür: Gauck hatte sich abfällig über die kapitalismuskritische Occupy-Bewegung geäußert und in einem früheren Interview dem Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin Mut attestiert, als der mit strittigen Äußerungen zur Zuwanderung im Feuer der Kritik stand.
Widerstand im Netz
Ein Internetnutzer twitterte am Samstag: "Gauck meinte vor nicht langer Zeit: Sarrazin sei mutig & Anti-Banken-Proteste seien "unsäglich albern"." Die Ablehnung kommt besonders auch aus Migrantenkreisen. "Sarrazin-Unterstützer Joachim Gauck als neuer Präsident? NEIN DANKE...", schreibt etwa der türkische Journalist Erhan Mertürk aus Berlin auf Facebook. Ein anderer kommentierte auf Twitter: "Gauck: Keine Distanzierung von Sarrazin, Kapitalismuskritik ist albern, Atomausstieg gefühlsduselig - Bitte nicht Gauck".
Befürworter
Unter den unzähligen Kommentaren, Einträgen und Gruppen gegen Gauck gibt es aber auch viele Befürworter.
Niederlage gegen Wulff
Gauck war bereits 2010 Präsidentschaftskandidat - unterlag aber Wulff. Diese hatte am Freitag mit sofortiger Wirkung sein Amt aufgegeben und damit die Konsequenzen aus der Affäre um mögliche Vergünstigungen von befreundeten Unternehmern gezogen. (APA/dpa)