Costa Concordia: Rätsel um Drogentest des Kapitäns

18. Februar 2012, 13:11
  • Kapitän Schettino befindet sich noch immer unter Hausarrest in seiner Wohnung.
    foto: dpa/rolf niemeyer

    Kapitän Schettino befindet sich noch immer unter Hausarrest in seiner Wohnung.

Schettino hatte kein Kokain eingenommen, doch Drogenspuren in Haarprobe festgestellt

Rom - Der Kapitän des vor der Küste der Toskana havarierten Schiffes "Costa Concordia", Francesco Schettino, hatte vor dem Unfall am 13. Jänner keine Drogen eingenommen. Dies ergab der Drogentest, dem der 52-Jährige nach dem Unglück unterzogen wurde. Allerdings seien auf der Oberfläche der Haare minimale Kokainspuren entdeckt worden. Es ist als hätte jemand, der Kokain eingenommen hatte, Schettinos Haare berührt, verlautete es aus Justizkreisen nach Medienangaben vom Samstag. Der Fall müsse noch geklärt werden.

Schettino befindet sich unter Hausarrest in seiner Wohnung in Meta di Sorrento bei Neapel. Ein Ansuchen auf Freilassung war vor zehn Tagen von einem Gericht in Florenz abgelehnt worden. Unterdessen wurde für den 3. März eine gerichtliche Anhörung in Grosseto anberaumt. Die Staatsanwaltschaft der toskanischen Stadt führt die Ermittlungen zum Schiffbruch des Kreuzfahrtschiffs, das mehr als 4.000 Menschen an Bord hatte, als es einen Felsen rammte und kenterte.

Öl Abpumpen

Der "Costa Crociere", Betreiber des auf Grund gelaufenen Kreuzfahrtschiffs, sollen bis zum 3. März Arbeitspläne für die Bergung des Wracks vorgelegt werden. Bis zum 15. März wird ein wissenschaftlichen Komitee des italienischen Zivilschutzes die Vorschläge der zehn Gesellschaften überprüfen, die am Wettbewerb für die Bergung des Wracks teilnehmen wollen, berichtete der italienische Umweltminister Corrado Clini in einer Ansprache vor dem Parlament.

Zu den Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligen, zählt auch die niederländische Gesellschaft "Smit Salvage". Sie wurde bereits von "Costa Crociere" mit dem Abpumpen des Öls beauftragt, das sich noch im Tank des Wracks befindet. An der Ausschreibung beteiligen sich außerdem amerikanische, japanische und italienische Unternehmen. Die Auswahl des besten Konzepts erfolgt bis Ende März. (APA)

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Kokain findet sich auf fast jedem Geldschein, auf allen öffentlichen Toiletten und sogar im "House of Lords" in London.

Dass es sich jetzt im Haar des "Kapitäns-der-sich-weigerte-unterzugehen" findet ist echt nicht so spannend.

Mein Gott na!

Auf so einem Schiff gibt es unzählige Toiletten und unzählige Kokser!

Warum sollt man sich da keine Spuren von Koks einfangen?

klare sache!

er hat versucht zu dealen, der potenzielle kunde war aber nicht einverstanden und sagte: "des zeig konnst da in die hoar schmiern".

spricht aber nicht für den kapitän, das unglück ohne drogenkonsum zustande gebracht zu haben!

Solange er beim Unfall nicht auf Kokain war, ist es egal, was er irgendwann genommen haben könnte

Allerdings soll er ja betrunken gewesen sein, oder ist das inzwischen widerlegt? Man sollte nicht vergessen, daß Alkohol auch eine Droge ist, im Übermaß gefährlich.

Ja vielleicht!

Aber Alkohol ist flüchtig und läst sich nur eine kurze Zeit nachweisen!

also kein Linienschiff...

hatte vor dem Unfall am 13. Jänner keine Drogen eingenommen.

also noch nie in seinem leben ein glaserl sekt oä getrunken, kein gramm mariwanna, keine schlaftabletten...
wie kann man so eine aussage machen? der hat des öfteren mit passagieren angestossen, hat den alkohol aber nicht inhaliert.

Und wo ist das Rätsel jetzt?

Am Haupt- oder am Schamhaar? ;oP

Ist das nicht eher irrelevant?

Er hat sich den Tode einiger Menschen zu Schulde kommen lassen und hat entgegen geltender Regeln gehandelt.

Und das als Kapitän.

Sehr relevant sogar, weil Kokser zunehmend opportun und damit riskofreudiger werden, je länger und öfter sie sich das Zeug hochziehen.

Ausserdem werden Kokser arrogant weil sie so lange das Zeug wirkt, tatsächlich glauben Jemand und intelligent zu sein. Nur wehe die Wirkung lässt nach, dann sind Kokser die grössten Loser und Waschlappen, die dann derart doofe Ausreden erfinden...
Wenn ich weiter nachdenke, wäre so ein riesiger Luxusdampfer mit jeder Menge an "unberührbaren" Politikern, Diplomaten, Geldadel an Bord nicht nur perfektes Schmuggel-Werkzeug der Mafia, sondern zugleich einträglicher Markt mit potenten Käufern und geringem Risiko. Wer weiss? Sicher aber hat eine so grosse Reederei keinerlei Interesse an Aufdeckung und die Mittel es zu verhindern.
Appropos: Koks dient dem Waffenhandel und jede Nase voll ist ein Mord an unschuldigen Kindern, Frauen, Männern!!!

MegaOhm verdirbt den Leuten hier im Forum den Appetit

Na ja!

Wenn Sie hier einen Charakter nur auf die Droge reduzieren die ER/SIE nimmt oder nicht nimmt is das ziemlich traurig.

Da könnte man genau so sagen, die ganzen Alkis fahren im Sommer auf Malorca und im Winter nach Österreich und gröhlen zu miesester Schlagermusik!

Stimmt das so Ungefähr!

Bist ja nur neidisch weilst es dir nicht leisten kannst.

Dieser Umstand ist nicht unbedingt irrelevant. Kommt es zu zivilrechtlichen Schadenersatzprozessen, würde der Kapitän mit Drogen im Blut schlechter dastehen als ohne (dieser Umstand könnte sich auf das "Verschulden" derart auswirken, dass es Fahrlässigkeit indizieren könnte).

Abgesehen von der Tatsache die mir in Erinnerung ist, hätte er den Kurs eher nicht ändern dürfen, was mE sowieso fahrlässig ist (Verlassen eines sicheren Kurses). Je mehr Tatsachen für (zumindest) Fahrlässigkeit sprechen (Vorsatz wird es wohl doch nicht sein), desto besser für die Opfer. Allein die Betrauerung von Todesopfern reicht nicht aus, um Verschulden zu beweisen (dies ist essentiell für einen Schadenersatz -> zumindest in den europäischen Rechtsordnungen)

wird nicht auch behauptet dass alle amerikanischen geldscheine spuren von kokain haben?

Wenn man nach derart lächerlichen Mengen sucht, wird man es auch im Ozean finden, pöse Fische!

"Schettino hatte kein Kokain eingenommen, doch Drogenspuren in Haarprobe festgestellt"

wie jetzt, schettino hat zwar kein kokain eingenommen, aber drogenspuren in seinen haaren festgestellt? hast er selbst die proben analysiert, oder was?

ist das eigentlich normal, dass journalisten nicht mal mehr in der lage sind, einfachste sätze halbwegs fehlerfrei und eindeutig zu formulieren?!?!? echt nur mehr traurig...

Irrtum Ihrerseits!

Im Artikel ist von "Spuren in Haarprobe" bzw "Spuren auf der Oberfläche der Haare" die Rede.

Ihre Schlussfolgerung "Spuren in den Haaren" ist also nicht zulässig.

lesens einfach noch einmal den untertitel des artikels und lassen sie ihn auf sich einwirken,

vielleicht fällt ihnen dann auf, was ich meine....

Nö, Irrtum ihrerseits

Wie obiger Poster richtig feststellte und auch explizit sagte, bedeutet der Satz

"Schettino hatte kein Kokain eingenommen, doch Drogenspuren in Haarprobe festgestellt"

dass ER SELBST Drogenspuren in seinen Haaren nachgewiesen hat.

Der Untertitel lautet noch am 19.02.2012 um 14:00 wörtlich:

"Schettino hatte kein Kokain eingenommen, doch Drogenspuren in Haarprobe festgestellt"

Und damit hat Archi vollkommen recht, dieser Satz sagt aus, dass Schettino Drogenspuren feststellte - der Hauptsatz lautet "Schettino hatte [...] Drogenspuren [...] festgestellt"

Scheinbar muss man kein Deutsch können um in einer Online-Redaktion arbeiten zu dürfen.

APA-Artikel!!!

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