Laut "profil" von 2003 bis 2008 10,86 Millionen von Telekom an Hochegger-Firma
Wien - Wenige Tage nach dem viel beachteten Auftritt des
Lobbyisten Peter Hochegger im parlamentarischen
Untersuchungs-Ausschuss sind am Samstag einmal mehr Details über
angebliche Geldflüsse in Hocheggers Firmen-Netzwerk aufgetaucht. Das
Nachrichtenmagazin "profil" widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe
konkret der Hochegger-Firma Valora AG und bezieht sich dabei auf
Unterlagen des Bundesamts zur Korruptionsbekämpfung (BAK), heißt es
in dem vorab per Internet veröffentlichten Artikel. Demnach habe die
Valora AG von 2003 bis 2008 insgesamt 13,19 Mio. Euro kassiert, 10,86
Mio. davon seien von der Telekom-Gruppe gekommen.
Demgegenüber stünden im gleichen Zeitraum Ausgänge in der Höhe von
9,81 Mio. Euro, schreibt das Magazin. Basis dieses Berichts sei eine
vom BAK im Oktober des Vorjahres verfasste Aufstellung sämtlicher
Ein- und Ausgangsrechnungen vom 2003 bis 2008.
Die meisten angeblichen Empfänger sind bereits bekannt, ebenso
manche Beträge: So etwa Zahlungen für die frühere Sekretärin von
Hubert Gorbach, Ex-Vizekanzler und -Infrastrukturminister (FPÖ/BZÖ),
an den Hochegger-Partner Walter Meischberger, an den SP-Abgeordneten
Kurt Gartlehner, an ÖAAB und FCG, an den Ex-FPÖ-Mandatar Reinhart
Gaugg, den Fußballclub in der Heimatgemeinde des früheren
ÖVP-Vizekanzlers Wilhelm Molterer oder die als SP-nahe geltende
Wiener Echo-Medienagentur.
Die in "profil" angeführten Geldbeträge sind in manchen Fällen
höher als bisher kolportiert. "profil" weist indes darauf hin, dass
"die Daten mit Vorbehalt zu lesen" seien, da Hochegger selbst
zugegeben habe, auch Scheinrechnungen erstellt zu haben. (APA)