Samstag

Armee setzt Beschuss von Homs fort

18. Februar 2012, 13:18

Gewalt bei Beerdigung in Damaskus

Damaskus/Istanbul - Syrische Truppen haben am Samstag ihre Angriffe auf die seit zwei Wochen belagerte Stadt Homs fortgesetzt. Gegner des Regimes von Präsident Bashar al-Assad berichteten weiter, am Vortag seien landesweit 68 Menschen getötet worden. 16 von ihnen seien in Homs gestorben. Auch in der Hauptstadt Damaskus und in Aleppo habe es Tote gegeben.

In den beiden größten Städten des Landes war es in den ersten Monaten des Aufstandes gegen Assad, der im März 2011 begonnen hatte, relativ ruhiggeblieben. Erst in den letzten Wochen nahmen die Protestaktionen und Zusammenstöße in Damaskus und Aleppo zu.

Aktivisten berichteten, am Samstag hätten Angehörige der Sicherheitskräfte im Stadtteil Messe der Hauptstadt Damaskus das Feuer eröffnet, als Tausende von Menschen drei am Vortag getötete Regimegegner zu Grabe trugen. Ein Teilnehmer der Trauergemeinde sei erschossen worden. Eine Frau sei am Kopf getroffen worden. Mehrere Menschen hätten durch ein von den Angreifern eingesetztes Gas im Gesicht Verätzungen erlitten.

In Damaskus und Aleppo, den beiden größten Städten des Landes, war es in den ersten Monaten des Aufstandes gegen Assad, der im März 2011 begonnen hatte, relativ ruhig geblieben. Erst in den letzten Wochen nahmen die Protestaktionen und Zusammenstöße in den beiden Städten zu.

Aktivisten veröffentlichten unterdessen ein Video, das angeblich eine in Damaskus neu gegründete Brigade von Deserteuren mit dem Namen "Märtyrer der Hauptstadt" zeigt. Der Anführer der komplett vermummten kleinen Gruppe sagt in dem Video, sein Trupp sei Teil einer größeren Brigade, die sich dem Kommando der Freien Syrischen Armee unter Oberst Riad al-Asaad unterstellt habe.

China will nach syrischer Darstellung seine Beziehungen zur Führung in Damaskus ausbauen. Er habe mit seinem syrischen Kollegen Faical Mekdad über die Möglichkeiten gesprochen, wie sich "angesichts dieser schwierigen Phase in Syrien unsere Zusammenarbeit stärken lässt", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Sana den chinesischen Vize-Außenminister Zhai Jun. Dieser war am Freitag zu Gesprächen in Damaskus eingetroffen. Sein Ministerium in Peking hatte noch am Donnerstag erklärt, Zhai solle während der Reise eine "konstruktive Vermittlerrolle" übernehmen.

China befürwortet im Syrien-Konflikt einen Dialog und lehnt eine Verurteilung der Führung ab. Die Volksrepublik verhinderte Anfang Februar gemeinsam mit Russland eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates gegen die Gewalt in Syrien. "Die Souveränität, die Einheit, die Unabhängigkeit und die territoriale Integrität Syriens müssen von allen Parteien und der internationalen Gemeinschaft respektiert werden", sagte Zhai laut Sana. (APA)

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12 Postings
Joseph K., Bankprokurist
10
19.2.2012, 19:49
Der Spiegel schreibt sogar,

dass das gelogen ist "was Aktivisten berichten"- und das will was heißen!

Honzo1122
44
18.2.2012, 12:03
Der Beweis für Kaida und Jihadisten ist erbracht

http://www.youtube.com/watch?v=d... e=youtu.be

Man hört ganz deutlich "Allahu Akbar" Rufe
und sieht vermummte bärtige Gestalten.

Ein Begräbnis in Mezzeh, Damaskus, heute.
Der Präsidentenpalast ist unweit davon.

jajasicher
10
19.2.2012, 17:19

Das Begräbnis/die Demo war in Mezzeh - stimmt. Aber es ist das Mezzeh am Standrand, nicht das Mezzeh Viertel in der Nähe des Präsidentenpalasts!
Entweder Sie kennen sich nicht aus, oder sie verbreiten weiter munter ihre Lügen!

3 Tage lang waren Demos in Mezzeh, nichts ist passiert. Beim Begräbnis wurden von einem FSA-Aktivisten 3 Soldaten erschossen, danach kam es zu Ausschreitungen.

Janez Derkolj
00
18.2.2012, 21:48

Das sind Assad Anhänger auf dem Video.
Was machen die mit fliegenden Särgen?

odrr
01
18.2.2012, 18:28

interessant die pro assad fahnen....

Human factor
23
18.2.2012, 11:39

Bei SANA wurde die Verfassung, über die ende Februar Abgestimmt wird, veröffentlicht.
http://www.sana.sy/eng/337/2... 401178.htm
Auszüge vom 3. Artikel wurden hier ja schon veröffentlicht, allerdings nur Satzfetzen.
Hier ist der komplette:
"Article 3
The religion of the President of the Republic is Islam;
Islamic jurisprudence shall be a major source of legislation;
The State shall respect all religions, and ensure the freedom to perform all the rituals that do not prejudice public order;
The personal status of religious communities shall be protected and respected."

egal9
30
18.2.2012, 11:50

Artikel 8 Punkt 4

"4. Carrying out any political activity or forming any political parties or groupings on the basis of religious, sectarian, tribal, regional, class-based, professional, or on discrimination based on gender, origin, race or color may not be undertaken; "

Verbot von Klassenkampf? Folgt daraus automatisch das Verbot aller linken und kommunistischen Gruppen?

Das ist höchstbedenklich und ein riesiger Schritt zurück.

Human factor
10
18.2.2012, 12:56

Die Formulierung ist recht schwammig "may not be undertaken".

Alles weitere/genaueres Regeln ja dann gesonderte Gesetze, die Verfassung dient ja nur als Leitfaden. Da besteht dann noch viel Arbeit und wie sich das dann entwickelt, werden wir erst sehen.

egal9
20
18.2.2012, 13:05

Das stimmt natürlich.

Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es ein Anbiederungsversuch an den Westen ist: "Sehr her, wir bekämpfen die Linken". In gewissen Kreisen stößt das sich auf Zustimmung.

Dr.Mikhail Andreyevich Zhdanov
30
18.2.2012, 13:37

Naja, verstaubte Begriffe wie "Klassenkampf" sind eher hinderlich als förderlich und mit einer negativen Konnotation verbunden. Bekenntnisse zur sozialen Gerechtigkeit finden sich in der neuen Verfassung jedoch zu Genüge: in der Präambel, Art. 7, Art. 13 Abs. 2, Art. 18 Abs. 2 und Art. 19.

Honzo1122
54
18.2.2012, 12:36

Alder Klassenkämpfer, jetzt hauts dich aus den Socken, gell? Da hat dir dein Buddy Bashar ein schönes Ei gelegt ;))

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