Gesiba-Bauauftrag für Pflegeheim: VP fordert Akteneinsicht

17. Februar 2012, 18:19
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Wehsely: "Stimmen dagegen sind bedauerlich"

Wien - "Es ist ungeheuerlich, dass in Sparzeiten ein 100 Millionen-Euro-Projekt beschlossen wird, ohne uns über Vergabekriterien zu informieren," zeigt sich Ingrid Korosec, die Gesundheitssprecherin der Wiener VP empört. SP und und Grüne hatten am Donnerstag im Gesundheitsausschuss beschlossen, der stadteigenen Wohnbaugesellschaft Gesiba den Bauauftrag für ein Pflegewohnhaus in Rudolfsheim-Fünfhaus zu erteilen. VP und FP stimmten dagegen.

Korosec fordert nun Akteneinsicht: Dass die Gesiba aus der EU-weiten Ausschreibung als einziger Anbieter hervorgegangen war, gebe ihr schwer zu denken, sagte sie. Ein Sprecher von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SP) erklärte, man könne der Opposition aus Datenschutz-Gründen nicht mitteilen, wer an zweiter und dritter Stelle gereiht war.

Auf dem Gelände des Kaiserin-Elisabeth-Spitals sollen bis 2016 ein Pflegewohnhaus mit 336 Betten, ein geriatrisches Tageszentrum und ein öffentlicher Kindergarten errichtet werden. Wehsely ließ über ihren Pressesprecher ausrichten, die Stimmen dagegen seien bedauerlich, immerhin habe der Rechnungshof gefordert, dass Akutbetten abgebaut werden sollten. (rik/DER STANDARD-Printausgabe, 18./19.2.2012)

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