Ehrensold

Die 199.000-Euro-Frage

Hintergrund | 17. Februar 2012, 18:09
  • Ehrensold

Deutsche Bundespräsidenten erhalten nach aktueller Rechtslage nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt 199.000 Euro im Jahr.

Ob dieser sogenannte Ehrensold auch Christian Wulff zusteht, ist ungewiss, denn er steht laut dem "Gesetz über die Ruhebezüge des Bundespräsidenten" nur dann zu, wenn die Demission "aus politischen oder gesundheitlichen Gründen" erfolgt (Paragraph 1). Wulffs Rücktritt geschah aber - so die gängige Lesart - aus persönlichen Gründen.

Wulff könnte widersprechen, indem er erklärt, sein Amtsverzicht sei das Resultat einer politischen Kampagne gegen seine Person. Dem steht entgegen, dass der Staatsanwalt gegen Wulff wegen möglicher persönlicher Straftaten ermittelt.

Neben dem Ehrensold stehen Bundespräsidenten weiter auch Büro und Chauffeursdienst zu. Sein österreichischer Amtskollege dagegen muss sich schlicht mit einer Pension begnügen.

  • Pension

Als ehemaliger Bundespräsident erhält Wulff keine Pension, wohl hat er aber Anspruch auf eine Rente aus seiner Funktion als ehemaliger niedersächsischer Ministerpräsident, allerdings erst in rund acht Jahren: ab dem 60. Lebensjahr.

Auch mit einem Altersbezug als Ex-Landtagsabgeordneter kann er frühestens mit 58 Jahren rechnen. Gänzlich ohne Einkommen ist aber Wulff dennoch nicht: Er könnte als Ex-Ministerpräsident ein Übergangsgeld beziehen: 7000 Euro monatlich.

  • Neuwahl

Laut Grundgesetz muss binnen 30 Tagen die Bundesversammlung zusammentreten. Dieses Verfassungsgremium besteht aus Bundestag und Ländervertretern und hat als einzige Aufgabe die Wahl des Staatschefs. Diese ist geheim: Wulff konnte sich 2010 als Kandidat von CDU, CSU und FDP erst im 3. Wahlgang durchsetzen. (gian, DER STANDARD-Printausgabe, 18.02.2012)

Alexander Patjomkin
00
20.2.2012, 11:34
Für 199.00 Eur muss ein Arbeiter 10 Jahre lang sehr hart arbeiten.

Alexander Patjomkin
00
20.2.2012, 11:32
eigentlich müssten heutzutage diejenigen Politiker zurückttreten, die nicht korrupt sind.

Weil sie nicht einmal dazu fähig sind.

living reef
01
19.2.2012, 18:05
habe ein paar jahre in deutschland gearbeitet

und bekomme frühestens mit 67 meinen anteil aus diesen pensionsansprüchen - politikerIn müßte man halt sein...primär bei den nicht so gut verdienenden wird derzeit kräftig hingelangt, dem wulff steckt man bereits mit 53 jahren 200.000 euro pro jahr "hinten" hinein. frage: wo woa sei leistung???? allein bis zum gesetzlichen pensionsantrittsalter in deutschland kostet das dem staat 3 mio euro!!!

Anaxagoras
20
19.2.2012, 16:12
Für jeden denkenden Menschen stelllt sich diese Frage nicht:

Weil 1. nur 30 % aller staatsanwaltschaftlichen Ermittlugen mit der Einstellug des Verfhrens enden und 2. wenn er aus politischen Gründen zurücktritt, steht ausdrücklich im Gesetz, dass ihm der sog. Ehernsold zusteht.3. die Diskussion nur von den üblichen Neidhammeln geführt wird

living reef
01
19.2.2012, 18:07
und drittens war es sei private entscheidung und möglicherweise seine privaten malversationen

die zum selbstbemitleideten rücktritt geführt haben. aber wenigstens das haben deutsche politiker den österreichischen voraus! die kleben bis zum letzten moment noch an ihren futtertrögen...

Fairy Tail
03
17.2.2012, 19:35

200k im Jahr ist ein wenig viel plus den ganzen Chauffeurmist. 10k und gut ist. Die Typen arbeiten ja nicht mehr und für ihre Zeit als Präsi wurden sie auch genügend entlohnt. Gilt für so viele höhere Ämter.

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