Gaisberg

Stadt Salzburg will 380-kV-Leitung kippen

17. Februar 2012, 17:44

Novellierung des Salzburger Naturschutzgesetzes angestrebt

Salzburg - Die Stadt Salzburg mit Bürgermeister Heinz Schaden an vorderster Front möchte zusammen mit einer Bürgerinitiative die geplante 380-kV-Leitung beim Gaisberg zu Fall bringen. Die beiden "Streitparteien" pochen jetzt auf ein Gutachten eines Innsbrucker Universitätsprofessors. Demnach sei eine Teilverkabelung in sensiblen Gebieten wie der Gaisberg durch eine verfassungskonforme Novellierung des Salzburger Naturschutzgesetzes möglich, hieß es am Freitag.

Die von der Stadt und der Bürgerinitiative "Rettet Guggenthal-Heuberg" in Auftrag gegebene Expertise von Karl Weber, Ordinarius für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre, bescheinige nach Prüfung aller Rechtsnormen, dass für sensible Bereiche des Landes Salzburg ein Erdkabel für die 380-kV-Leitung vorgeschrieben werden könne, hieß es. Nun liege der Ball beim Landtag und der Landesregierung, in einem zügig durchgeführten Verfahren das Naturschutzgesetz zu novellieren. Das Gutachten wurde heute den zuständigen Landesgremien übermittelt. (APA)

Kommentar posten
17 Postings
Trevor Goodchild
51
18.2.2012, 13:59
Sehr guter Ansatz,

überhaupt gleich alle Teile des Kabels unter die Erde verlegen. Am besten unter Strassen, die Abwärme heizt dann die Strassen im Winter, und wir brauchen weniger Winterdienst und Salz.

Freileitungen sind sowas von vorgestern, und soviele wie man in Europa brauchen wird würde, kann man da sowieso nicht aufstellen.

An die Moserer hier im Forum: Ziehen Sie doch neben so einen Masten, ansonsten nicht wundern, dass Andere das auch nicht wollen. Und selbst, wenn Sie es persönlich doch wollen, heisst das nicht, dass Andere es auch wollen müssen.

Ivan Bukov
10

Zahlen tuts der Weihnachtsmann. Gruene Politik! Geht sich hinten und vorne nicht aus und kostet Milliarden.
Gratuliere, waere es nicht so tragisch muesste man ja lachen.

Noleilei
00
23.2.2012, 11:32

Einige Punkte die dagegen sprechen:

- Kosten
- Wartung - die Verlegung unter Straßen ist unmöglich, das kann man nicht mit einer Niederspannungsleitung vergleichen, oder einer Wasserleitung
- Aufwand & Landschaftsverschandelung durch Stationen alle paar km

- (welche Abwärme?)

Noleilei
00
23.2.2012, 11:40

Update: natürlich kann mans auch unter Straßen verlegen. Nur muss das dann ein begehbarer Schacht sein -> sehr teuer

The mean green
01
18.2.2012, 14:10
Habe alle

bisherigen Postings gelesen.
Sie sind der Erste, der mosert.

Trevor Goodchild
00
18.2.2012, 16:24
?

Voronwe
00
18.2.2012, 13:30
"Stadt Salzburg will 380-kV-Leitung kippen"

Eigentlich wollens ja "nur" stelleweise ein Erdkabel statt einer doch recht imposanten Freileitung.

Wirklich interessat wäre zu erfahren gewesen, was da an Mehrkosten zu erwarten sind. Und ob die Stadt Salzburg sich das leisten will - bzw kann...

Ivan Bukov
00

Ein Meter Erdkabel kostet ca. 10x mehr als ein Meter Freiland.

Schwingschnelle
10
18.2.2012, 12:30

Diese pösen Salzburger, wollen doch tatsächlich den Stromzockern eine Ausweitung ihrer Atomreinwascherei mittels Pumpspeicherwerken vermiesen!
100% Wasserkraft gell!?

Tristram Shandy
00
29.2.2012, 12:44

Nein, so läuft das nicht!
Nix 100% Wasserkraft!
§ 5 Abs. 1 Z 28 Ökostromgesetz legt nämlich eindeutig fest, dass "elektrische Energie, die als Ergebnis des Pumpvorganges zum Zweck der Speicherung in Speichersystemen gewonnen wird", nicht als "Strom aus erneuerbaren Energieträgern" gilt.

Und damit geht Ihre Kritik ins Leere!

Was ich noch zu sagen hätte
00
18.2.2012, 17:21
Und ich dachte die Grünen wollen die Speicher für ihre Windräder und PV-Zellen?

So kann man sich irren.
Es wird halt alles gedreht wie man es will.
Offensichtlich haben Sie sich noch nie die Lastkurve von Deutschland und den Einsatz der Kraftwerke im Tagesverlauf angesehen. Denn wenn Sie das getan hätten dann kämen Sie zum Schluss dass da sicherlich kein Atomstrom für die Pumpspeicherkraftwerke verwendet wird.

Martin Müller10
 
01
18.2.2012, 13:11
Es sei Ihnen unbenommen in Ihrer Freizeit Wasser in die hochgelegenen

Vorratsspeicher zu tragen, wie viel das bringt können Sie selbst überlegen.

Clemo
02
18.2.2012, 15:17

Ich entleere immer meine Blase in die höchsten Speicherseen. Das nenne ich dann "ökopissen".

freimann1
10
29.2.2012, 13:03
Jetzt weiß ich woher das Wort Greenpiss kommt.

Martin Müller10
 
14
18.2.2012, 01:18
Na jetzt wissen wir wofür Landesgesetze notwendig sind.

Da kommen wir dem Tatbestand der Erpressung schon recht nahe. Man könnte ja im Gegenzug die Stromversorgung von Salzburg in Frage stellen. Herrn Schaden dürfte der Unfall mit der Concordia schwer geschadet haben.

Clemo
17
17.2.2012, 21:15

Ja, gerne, nur zu.
Aber, liebe Salzburger, bezahlt euch das selber. Ganz einfach.

Trevor Goodchild
02
18.2.2012, 14:02
Sie können sich ja Ihren Strom ja auch selber heimtragen,

oder erzeugen, wenn sie wollen.

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