Linden Lab will zweites Standbein neben "Second Life"

17. Februar 2012, 17:47
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Neben virtueller 3D-Welt künftig interaktive Geschichten - Computerspielstudio übernommen

Die Macher der virtuellen Welt "Second Life" suchen zusätzliche Geschäftsfelder: Die Betreiberfirma Linden Lab hat am Donnerstag (Ortszeit) die Entwicklung neuer Erlebniswelten im Internet angekündigt. Dafür übernimmt sie das Computerspielstudio LittleTextPeople. Die von LittleTextPeople entwickelte Künstliche Intelligenz zur Gestaltung interaktiver Geschichten werde Linden Lab in neue Produkte einfließen lassen, teilte Vorstandschef Rod Humble mit. "Das Ergebnis dieser Investition wird eine neue Art von digitaler Unterhaltung sein, die den Roman zu einer Erfahrung zum miteinander geteilten Storytelling modernisiert."

Second Life

Humble leitet Linden Lab seit einem Jahr, zuvor war er bei Electronics Arts an der Entwicklung der populären Alltagssimulation "The Sims" beteiligt. "Second Life", das 2006 und 2007 als erste 3D-Welt im Internet Schlagzeilen machte, wird von den Mitgliedern mit Avataren besiedelt, die ebenso wie die von ihnen bevölkerten Orte individuell gestaltet werden können.

Sinnvolle Ergänzung

Der Experte Anthony Mullen sieht in dem Zukauf eine sinnvolle Ergänzung für Linden Lab. "LittleTextPeople ist spezialisiert auf textbasierte Spiele, daher passen die Firmen gut zusammen", sagte der Analyst von Forrester Research der Deutschen Presse-Agentur. Denn "Second Life" fehle das für Spiele typische erzählerische Element - das könne das Startup bieten. Zudem versuche Linden Lab, neue Einnahmequellen anzuzapfen.

Auf und Ab

"Second Life" hat in Sachen öffentlicher Wahrnehmung eine Achterbahnfahrt hinter sich. Nach dem anfänglichen Hype schrieben viele die damals noch unausgereifte Plattform angesichts massiver technischer Probleme ab. In den Massenmarkt hat es die 3D-Welt zwar nie geschafft, allerdings hat sich eine treue Fangemeinde entwickelt. Die Nutzungszahlen waren im vergangenen Jahr stabil: Gut eine Million Nutzer loggten sich regelmäßig ein, sie verbrachten pro Monat 100 Millionen Stunden auf der Plattform. (APA/dpa)

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    sreenshot: second life
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