Grant wegen Grundsteuer

17. Februar 2012, 17:29

Finanzministerin Maria Fekter will keine Erhöhung - Bauernbund zeigt "kein Verständnis" - SPÖ zögert - Eine Milliarde Erlös möglich

Wien - Der Bauernbund hat "kein Verständnis", und auch Finanzministerin Maria Fekter war sauer: Mit einem STANDARD-Interview provozierte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) Widerspruch in den eigenen Reihen. 2016 solle die Grundsteuer an reale Marktwerte angepasst werden, sagte Mitterlehner, ohne seine Sympathie dafür zu verhehlen.

Im Finanzministerium korrigiert man Mitterlehner: Gedacht sei nur eine Neubewertung der landwirtschaftlichen Flächen, sofern sich die Bauernvertreter darauf einigten. Das Ergebnis solle überdies aufkommensneutral sein - Ministerin Fekter ist gegen weitere Steuererhöhungen.

Hintergrund: Die Grundsteuer wird anhand von veralteten Einheitswerten berechnet, die nicht die realen Marktwerte widerspiegeln. In der Variante A für land- und forstwirtschaftliches Grundvermögen fand die letzte Hauptfeststellung 1988 statt, in der Variante B für sonstiges Immobilienvermögen 1973 - danach gab es pauschale Anhebungen von insgesamt 35 Prozent. Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 247 Prozent.

Dennoch muss eine Anpassung der Einheitswerte nicht zwangsläufig eine generelle Steuererhöhung bedeuten. Schließlich könnten die zuständigen Gemeinden gleichzeitig die Hebesätze - eine Art Steuersatz - senken, sodass die Einnahmen am Ende nicht steigen. Lediglich würde die Last zwischen den Grundstücken marktgemäß anders verteilt.

Die SPÖ will eine Neubewertung nicht bloß landwirtschaftlicher, sondern aller Grundstücke. Ob insgesamt eine Erhöhung herauskommen soll? Darauf will sich die Kanzlerpartei nicht festlegen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut rechnet mit einem potenziellen Erlös von bis zu einer Milliarde. (Gerald John, DER STANDARD, Printausgabe, 18./19.2.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 159
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A+AS
00
10.3.2012, 13:03
Genaues weiß man nicht

Berichten zufolge will man ja auch den Prozentsatz für alle ändern, relativ sehr viel...........dazu auch noch die Anpassung des Wertes der Grundstücke. Das wird, wenn es so wird eine Armutsfalle, sowohl für Mieter von Wohnungen als auch Eigenheimbesitzern

Ich zitiere aus einem Artikel Grundsteuer gererell auf 1 % anheben (zwischen 0,05 und 0,19 liegt sie jetzt) Einheitswerte neu festlegen (+ 250%)
Genau rechnen was da auf jeden zukommen kann

i.packs.net
01
19.2.2012, 14:42
Bitte diesen Satz unbedingt merken:

"....Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 247 Prozent."

Ich mein' ja nur, für den nächste Artikel-Kampagne durch alle Medien in denen uns mit halsbrecherischen Verrenkungen eingeredet werden soll, daß, "wenn man's genau nimmt" sogar alles irgendwie billiger geworden ist, jedenfalls der Euro ganz sicher KEIN "Teuro" ist......

onerose1001
00
19.2.2012, 14:38
was ist der

'reale wert' bzw. die anpassung daran?
wie lange wird's dauern und die preise werden kuenstlich in die hoehe getrieben....
und:
warum wird die rk-kirche mit ihren ganzen grundstuecken, immobilien etc. nicht zur kasse gebeten?????
die kriegen noch jede menge kohle nachgeschmissen, so scheints.

kater bruno
00
19.2.2012, 13:15

Niemand versteht warum die Finanzministerin Fekter sich das Geld nur von den Kleinen holt und die Reichen, Bauern, Banken die keine Steuern zahlen so verschont.

sonne-licht
 
02
19.2.2012, 12:36
anpassung der grundsteuer

an reale (ndices) werte - sofort!

jede auf heutigem niveau nicht angepasste (index, inflation, umwidmungsgewinne, abschreibungen usw.) steuererhöhung gem. veralteten gesetzes/steuerbestimmungen hat diese umverteilung von "reich" geboren ohne leistungsnachweis zu arm (sozial abhängig) verursacht!

es geht nicht ums schröpfen, sondern ums anpassen - gerechtigkeit zu sorgen / und auch jahrzehntelange nutzniesser alter gesetze zur solidarität von abgaben für die allgemeinheit einzufordern!

es gibt keine entschuldigungen für immense steuervorteile/gewinnsteigerungen/pachteinnahmen usw. für grundbesitzer.

die bauern (reichen) sollten sich gut überlegen, wie lange die bevölkerung dieses jagd/treiben unterstützt mit kauf ihrer produkte!

Karl Kloiböck
 
12
19.2.2012, 12:13
Weshalb Grundsteuer? Teil 2

Wenn die Grundsteuer vom Vermieter zu bezahlen wäre, würde sich die an den Bund zu zahlende Einkommensteuer um 45% des entsprechenden Betrages verringern.
Dass der Vermieter im Grundbesitz ein Vermögen hat, kann nur durch eine andere Besteuerung (Vermögenssteuer) berücksichtigt werden.
Die Problematik bei der Vermögensbesteuerung liegt bei der Feststellung des Wertes und was zum zu besteuernden Vermögen zu zählen ist. Sicher Grundbesitz, Geld (bar und angelegt), teure Auto, Boote, Bilder , Schmuck u.v.a.
Die Finanz muss dies durch Erklärungen der Pflichtigen erfassen. Die Richtigkeit ist zu überprüfen!
Grundbesitz ist erst zu bewerten (2 Millionen Akten!)
Ein großer Verwaltungsaufwand, für den !geeignete! Beamte fehlen. Umschichtung?

Karl Kloiböck
 
20
19.2.2012, 11:55
Weshalb Grundsteuer? Teil 1

Zur Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben (Anführung wohl nicht notwendig) benötigt die Gemeinde Geld. Deshalb sollen die Grundeigentümer in ihrem Gebiet nach dem Wert ihres Grundbesitzes eine Steuer leisten. Diese Grundsteuer kommt ausschließlich der Gemeinde zugute und hat keinen direkten Einfluss auf das Budget. Bei einer Erhöhung kann im Finanzausgleichsgesetz eine Verminderung der Zuschüsse, die Gemeinden vom Bund erhalten, beschlossen werden.
Die Leistungen der Gemeinde kommen allen Gemeindebürgern zugute, nicht nur den Hauseigentümern, sondern auch den Mietern. Es ist deshalb nicht ungerecht, wenn sie den auf ihre Wohnung entfallenden Anteil bezahlen.

leser 4712
43
19.2.2012, 11:49
die spö will

dass alle grundbesitzer - egal, wie sehr sie sich dieses eigentum vom gehalt erspart haben und auf wie viel sie verzichten, um diesen grundbesitz zu halten - zu kassa gebeten werden.
die sollen zuerst bei den wahren missständen in diesem land ansetzen (und da gehören überbordenden parteifördernde geldflüsse wohl dazu!)

Walter Kaiser.
00
19.2.2012, 14:36
die spö will dass alle grundbesitzer ...

Und schon falsch. Segns, so schnell geht das: Eigenheime waren in der Diskussion immer ausgenommen.

Amdamdesdissemallepress
20
19.2.2012, 11:41
?

glaubt tatsächlich jemand, dass eine höhere grundsteuer nicht (indirekt) auf den endverbraucher abgewälzt wird?

lebensmittelpreise, mieten, etc..

Mike 23
10
19.2.2012, 12:59
Ja, ich

Denn wir haben durch unsere Subventionen genug Bauern am Leben erhalten, damit wir in der Zukunft von einer gesunden Konkurrenz profitieren können, bei der sich die Anbieter gegenseitig unterbieten.
Michael

Amdamdesdissemallepress
00
19.2.2012, 13:46

sie werdens schon sehen - alle erhöhungen wurden bisher an den endverbraucher weitergegeben... das wird auch hier passieren ... etwas verzögert und gut kaschiert... aber es wird passieren..

amber103
00
19.2.2012, 12:26
Mehr Steuereinnahmen durch mehr Bautätigkeit, anstatt mit neuen Steuern die Kosten hochtreiben!

Der Mietmarkt ist ein Nachfragemarkt. Ein viel zu kleines Angebot trifft auf steigende Nachfrage, da die Haushaltsgrößen kleiner werden, und viele Menschen zuziehen. Hier werden höhere Kosten immer voll auf die Preise durchschlagen.

Die Landwirtschaft hat mit internationaler Konkurrenz zu kämpfen. Die Bauern müssen schon jetzt mit den Agrakonzernen Osteuropas um den Absatz kämpfen. Höhere Kosten schlagen dort voll auf die Einkommen durch.

Anstatt den Wohnungsmarkt mit neuen Steuern zu belasten sollte man besser sehen, wie man ohne zusätzliches staatliches Geld, die Bautätigkeit und den Erwerb von Wohnungseigentum fördert. Dies würde automatisch zu höheren Steuereinnahmen führen, und die neuen Wohnungen erhöhen den Lebensstandard.

Amdamdesdissemallepress
30
19.2.2012, 11:38
eines ist sicher...

höhere grundsteuer = höhere lebensmittelpreise

Vormund der "Trottel mit Kapperl"
12
19.2.2012, 11:26
Rauf mit der Grundsteuer, aber subito!

Wenn man es sogar geschafft hat, den Beamten einen Soli-Beitrag abzuringen, wird man es dem Bauern$chädlbund auch auf's Aug drücken. Notfalls gegen deren Willen.

Im übrigen würde diese Maßnahme Kleinbauern fast nicht, die Großgrundbesitzer aber ordentlich treffen. Und so solls ja auch sein!

Nicht vergessen: Die Steuerprivilegien des Großgrundbesitzers No.1, der kath. Kirche endlich abschaffen!

Dann ist da mehr als 1 Milliarde drinnen!

Karl Kloiböck
 
00
19.2.2012, 11:23
Grundsteuer der Neubauten

Es gibt Landesgesetze zur Grundsteuerbefreiung von Neubauten für Einfamilienhäuser.
Sollen Wohnhausanlagen auch gefördert werden?

warpantrieb2
00
19.2.2012, 11:22

kardinal schönborn hat bei seiner letzten ansprache ja zum diesem sparpaket gesagt, da wir - und das war seine begründung - über unsere verhältnisse gelebt hätten. bei den zahlreichen kirchlichen liegenschaften müsste man die grundsteuer nicht anheben, sondern zuerst beginnen, einzuheben. was würde schönborn zu diesem vorschlag sagen?

camperrudi
00
19.2.2012, 11:57

ist schon möglich, dass herr schönborn über seine verhältnisse gelebt hat - wie auch seine "wmitbrüder"- die grosse mehrheit der österreicher sicher nicht! diese "herren" predigen uns im "diesseits" devot, obrigkeitshörig und angepasst zu leben,weil im "jenseits" eh das paradies winkt - vorausgesetzt man muss nicht bis zum "jüngsten tag" im fegefeuer braten - und wir dann den englen gleich aus dem vollen schöpfen(paradiesisch)und zu leben.
dieser katholsche verein muss in eienm säkulärem staat ebenso steuer zahlen müssen wie jeder normale staatsbürger!

leser 4712
00
19.2.2012, 11:51
herr schönborn

und sein geschützter bereich sollen bitte zuerst das leisten, was von vielen österreichern tagtäglich selbstverständlich gefordert wird - und das ganz ohne staatliche förderung/zuschüsse/eingeständnisse!

Frank Shudushi
00
19.2.2012, 11:13
Schottermitzi

Warum wohl sollte die Schottermitzi für eine Erhöhung der Grundsteuer sein? Schotter braucht Platz!

Marlon62
10
19.2.2012, 11:09
Wann organisieren sich endlich die Gewerkschaften

aller Gruppen und rufen einen unbefristeten Generalsteik aus, der erst endet, wenn:

a) sämtliche Abgeordnetenzahlen bei Bund, Länder, gemeinden halbiert worden sind
b) die Abgeodnetengehälter der verbleibenden ebenfalls halbiert worden sind
c) bestehende und zukünftige Politikerpensionen halbiert worden sind

Damit diese abgehobenen, elitären Volksverar***er endlich kapieren, dass das Volk der Souverän ist, von dem alle Macht ausgeht.

Wenn keine Steuern mehr in die Staatskassen gespült werden, wird die Schottermitzi samt den anderen Eierköpfen von Rot und Schwarz ziemlich schnell katholisch werden.

mit riesenschritten zur NWO aka ganzsichernicht
 
00
19.2.2012, 10:55
...da triffts sicher nicht die "armen"...

..aber bei familien, massensteuern (kfz versicherungen werden teurer! weiß halt noch keiner und wird natürlich von der berichterstattung rausgehalten..) und bildung hinlangen, seehr gescheit! das ganze budget erinnert mich an das hilfspaket für griechenland: zerst eine milliarde, dann 10 milliarden, jetzt x fantastrilliarden, usw...budget: diese milliarde kommt von da, jene milliarde kommt eventuell von dort...soeinlarifari!

a b1
00
19.2.2012, 09:42
Solange etwas nicht gerecht ist, soll es geändert werden

Man könnte auch alternativ die Grundsteuer der Neubauten senken ;-)

Aber eine Basis, die nicht inflationsangepasst wird, auch nicht bei einem Verkauf, ist äusserst ungerecht.

Im Fall einer Gesetzesänderung sollte man aber auch die Grunderwerbssteuer auf den Hausanteil überdenken, da es sonst nur zu einer asymmentrischen Gerechtigkeit kommt.

IncontinentIceweasel
00
19.2.2012, 10:45
"Asymmetrische Gerechtigkeit"

Muss ich mir merken.

sinope
20
19.2.2012, 09:19
Gerechte Grundsteuer ...

Die Grundsteuer muss angehoben werden, so dass es weht tut. 80% des österr. sind in Privatbesitz nur 20% gehören den Österreichern.
Z.b. in Deutschland sind 20% in Privatbesitz und 80% in öffentlicher Hand.
Die Härte für Haus/Wohnungbesitzer und Mieter lässt sich durch einen Freibetrag für den Hauptwohnsitz ganz leicht neutralisieren.
Zahlen würden dann vorallem die die einfach zuviel an Immobilien haben. Das würde auch die Grundstückspreise senken, da für viele das Spekulieren sich dann nicht mehr auszahlen würde und die ausländischen Ferienwohnungsbesitzer (siehe Maßnahmen in Tirol) würden auch ordentlich zur Kasse gebeten werden.
P.S. Der KHG dann auch ;-)

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