"StreetlifeMAD" ist eine spanische Performance aus Breakdance, Flamenco und Percussion. Nun zu Gast in Klagenfurt und Salzburg
Klagenfurt - Drei Monate, dreihundert Straßenshows vor 50.000 Zusehern -
StreetlifeMAD ist eine Performance, die ihr Publikum sucht, und das nach
allen Regeln der Kunst. Junge Künstlerinnen und Künstler zeigen auf der
Straße eine Fusion von Breakdance, Flamenco und Bucket-Percussion. In
der Tradition und mit dem Esprit von weiland von Ort zu Ort ziehenden
Artisten, Feuerschluckern und Freakshows braucht StreetlifeMAD keinen
Konzertsaal.
Von Vorstellung zu Vorstellung verschrieb sich die Truppe neunzig Tage
am Stück im Herz von Madrid der demokratischsten Form des Schauspiels,
dem Straßentheater. Das von StreetlifeMAD gewählte urbane Forum
entwickelte sich zum Mekka der lokalen Straßenkunstszene - und das alles
ohne behördliche Genehmigung. Die spanischen Beamten motzten, und gerade
deswegen entschied sich Valentin Alfery mit seinen rund zwanzig Tänzern,
Musikern und Schauspielern aus Österreich, Spanien, Frankreich,
Kroatien, Polen und Deutschland dazu, den urbanen Raum für seine Kunst
zurückzuerobern.
Was bei diesem Projekt - mit fast magnetischer Wirkung - im ersten
Anschein vor allem laut und lustig daherkommt, befasst sich ernsthaft
mit globalen Ungerechtigkeiten.
Dusana Baltiè hat die Performance, die vom Kampf mit der spanischer
Bürokratie, der Polizei, extremer Hitze und explosiver Revolte auf den
brodelnden Straßen und Plätzen Madrids erzählt, aus nächster Nähe mit
der Kamera begleitet.
Die dabei entstandenen Fotografien und ein Dokumentarfilm werden als
Rahmenprogramm der überaus unterhaltsamen Life-Performance am Montag in
der Theaterhalle 11 gezeigt. (Sabina Zwitter / DER STANDARD, Printausgabe, 18./19.2.2012)
20. 2., Theaterhalle 11, Klagenfurt, 19.30 Uhr
22. 2., ARGE Kultur Salzburg, 19.30 Uhr