Kadyrow: Sieben Terroristen getötet
Moskau - Bei den schwersten Gefechten seit Jahren sind im Nordkaukasus 23
Angehörige von kremltreuen Truppen sowie islamistische Untergrundkämpfer ums
Leben gekommen. Bei dem mehrtägigen "Antiterroreinsatz" in dem russischen
Konfliktgebiet an der Grenze zwischen den Teilrepubliken Dagestan und
Tschetschenien seien Artillerie sowie Kampfhubschrauber eingesetzt worden,
berichteten Medien am Freitag. Auch im Gebiet Kabardino-Balkarien gab es Kämpfe.
Der tschetschenische Republikchef Ramsan Kadyrow sprach nach Angaben der
Agentur Interfax von sieben getöteten Terroristen allein in der Bergregion
zwischen Tschetschenien und Dagestan. Nach inoffiziellen Angaben kamen bei dem
Einsatz von Sicherheitskräften gegen mehrere Gruppierungen islamistischer
Untergrundkämpfer in den vergangenen drei Tagen 13 Angehörige der kremltreuen
Einheiten ums Leben. Sie wurden demnach von den nach einem unabhängigen
Kaukasus-Emirat strebenden Rebellen getötet.
Auch das islamische Internetportal kavkazcenter.com berichtete, aufseiten der
russischen Einheiten habe es stärkere Verluste gegeben als in den eigenen
Reihen. Es handle sich um die blutigsten Gefechte seit Jahren. (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 18./19.2.2012)