Schwerste Gefechte im Nordkaukasus seit Jahren

17. Februar 2012, 16:57
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Kadyrow: Sieben Terroristen getötet

Moskau - Bei den schwersten Gefechten seit Jahren sind im Nordkaukasus 23 Angehörige von kremltreuen Truppen sowie islamistische Untergrundkämpfer ums Leben gekommen. Bei dem mehrtägigen "Antiterroreinsatz" in dem russischen Konfliktgebiet an der Grenze zwischen den Teilrepubliken Dagestan und Tschetschenien seien Artillerie sowie Kampfhubschrauber eingesetzt worden, berichteten Medien am Freitag. Auch im Gebiet Kabardino-Balkarien gab es Kämpfe.

Der tschetschenische Republikchef Ramsan Kadyrow sprach nach Angaben der Agentur Interfax von sieben getöteten Terroristen allein in der Bergregion zwischen Tschetschenien und Dagestan. Nach inoffiziellen Angaben kamen bei dem Einsatz von Sicherheitskräften gegen mehrere Gruppierungen islamistischer Untergrundkämpfer in den vergangenen drei Tagen 13 Angehörige der kremltreuen Einheiten ums Leben. Sie wurden demnach von den nach einem unabhängigen Kaukasus-Emirat strebenden Rebellen getötet.

Auch das islamische Internetportal kavkazcenter.com berichtete, aufseiten der russischen Einheiten habe es stärkere Verluste gegeben als in den eigenen Reihen. Es handle sich um die blutigsten Gefechte seit Jahren. (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 18./19.2.2012)

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