Überfall auf Olympia-Museum in Griechenland

17. Februar 2012, 16:21
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Über 65 Ausstellungsstücke erbeutet

Athen  - Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist in Griechenland ein bedeutendes Museum überfallen worden. An der Geburtsstätte der Olympischen Spiele, im antiken Olympia, stahlen zwei bewaffnete Unbekannte am Freitag mehr als 65 Ausstellungsstücke von unschätzbarem Wert aus einer olympischen Sammlung.

"Sie steckten mehr als 65 Ausstellungsstücke aus Ton und Bronze in einen Sack und flüchteten", berichtete Bürgermeister Efthimios Kotzas. "Die Tonstücke haben dabei mit Sicherheit Schaden genommen." Das Museum an der Ursprungsstätte der Olympischen Spiele im Westen der Peloponnes-Halbinsel ist eines der wichtigsten antiken Museen in Griechenland. Der griechische Kulturminister Pavlos Geroulanos bot Ministerpräsident Papademos seinen Rücktritt an. Der Regierungschef gab zunächst nicht bekannt, ob er das Gesuch annehmen würde.

Die Täter scheinen sich in dem Museum nicht ausgekannt und nicht gewusst zu haben, welche Ausstellungsstücke dort gezeigt wurden. "Die Bewaffneten hatten es auf Gold abgesehen gehabt", sagte Geroulanos: "Sie zogen die Museumswächterin an den Haaren und riefen: 'Wo ist das Gold?'" Die Angestellte habe den Räubern gesagt, dass zu der Sammlung keine goldenen Stücke gehörten.

Daraufhin hätten die Männer mehrere Schaukästen mit Hämmern eingeschlagen und Ton- und Bronzestücke mitgenommen. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Es war zunächst nicht bekannt, wie die Täter entkamen. Die Ermittler vermuteten, dass sie in der Nähe des Museums ein Auto abgestellt hatten und damit flüchteten.

Bürgermeister Kotzas plädierte dafür, die Sicherheitsvorkehrungen in dem Museum zu verbessern. Bereits nach dem Kunstdiebstahl aus der Nationalgalerie hatten Verantwortliche eklatante Sicherheitsmängel beklagt. Die Sparpolitik der griechischen Regierung hatte viele Museen in jüngster Zeit dazu gezwungen, Stellen für Wachleute zu streichen. (APA)

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