Schlusslicht

Rumänien ruft nur 6,3 Prozent der EU-Förderungen ab

17. Februar 2012, 15:48

Weiterhin Schlusslicht bei Nutzung der EU-Subventionen

Bukarest - Rumänien ist EU-weit das Land mit der niedrigsten Nutzungsrate europäischer Subventionen. Dies bestätigte Ministerpräsident Mihai Razvan Ungureanu laut der Nachrichtenagentur "Mediafax" am Donnerstag nach einem Treffen mit den zuständigen Ministern seines Kabinetts. Laut dem Minister für europäische Angelegenheiten, Leonard Orban, hatte Rumänien am 10. Februar 2012 nur 1,2 Milliarden Euro, das heißt 6,3 Prozent der verfügbaren EU-Gelder, abgerufen.

Rumänien sei verpflichtet, diesen Missstand zu ändern und die EU-Fonds "korrekt, transparent und effizient" zu nutzen, sagte Ungureanu. Er verlangte "die Behebung der strukturellen Mängel, beginnend mit den Beziehungen zu den Nutznießern bis hin zur Geschwindigkeit, mit der Anträge abgewickelt werden". Die 45-tägige Frist für die Bearbeitung von Zahlungsanträgen müsse "strengstens" eingehalten werden, so der Regierungschef. Auch forderte Ungureanu die Minister auf, sicherzustellen, dass die an der Verwaltung der Subventionen beteiligten Mitarbeiter jenseits jedes Korruptionsverdachts stehen.

Als weitere Maßnahmen zählte Ungureanu die Vereinfachung der Überprüfungsprozeduren bei Zahlungsanträgen, die vollständige Standardisierung der für öffentliche Anschaffungen erforderlichen Dokumente und die Beschleunigung der Prozesse, durch welche die Verwaltungskapazität einzelner Management-Behörden erzielt werden soll, auf.

Rumänien stehen im Zeitraum 2007 bis 2013 insgesamt 19,2 Milliarden Euro EU-Gelder zur Verfügung. Gemäß der Statistik des EU-Ministeriums war Ende Jänner 2012 das meiste Geld im Rahmen des Regionalentwicklungsprogramms eingesetzt worden, das mit annähernd 12 Prozent der abgerufenen Strukturfonds am besten abschneidet. Schlusslicht ist das vom Umweltministerium verwaltete Umweltprogramm mit nur 2,1 Prozent. (APA)

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16 Postings
Anaxagoras
02
19.2.2012, 16:41
Die Rumänen habenaus den Fehlern de Griechen, spanier usw.

..gerlent und lassen sich von dem "billligen" EU.Geld niicht zum Schuldenmachen verleiten.

bula sagt
00
18.2.2012, 19:03
das problem dürfte in der

cofinanzierung durch ro liegen.
abgesehen von den üblichen "traditionen".

Marcus Maccabaeus
01
18.2.2012, 11:52
Der Autor hat offensichtlich noch nie versucht EU-Gelder in irgend einer Form zu lukrieren.

Sonst würde er nicht so einen Schmarren schreiben!

F. Ritzl
01
18.2.2012, 18:48

jep - ich würde der EU um Fördergeld schon aus Prinzip nicht in den Hintern kriechen.

Wenn mich jemand fördern möchte, darf er das gerne tun - mir aber vorschreiben lassen, wie, wann und was ich tun "darf", um gefördert zu werden (und vorher mehr od. weniger drum betteln müssen), will ich einfach nicht.

Anaxagoras
00
19.2.2012, 16:45
Ihre angeblichen Grundsätze sind kein Maßstab.

Grundsätze sind meistens die Begründung für diie eigene Lethargie

F. Ritzl
00
19.2.2012, 19:01

Jedem seine Meinung.

Wenn ich ein Projekt umsetzen will und jemand will es nur fördern, wenn ich ihm erstens zu Kreuze kriech' und dann noch mehrere Punkte abändere (ob jetzt wesentlich oder nicht), dann soll er's halt lassen.

......escu
02
18.2.2012, 11:05

das wort "korruption" wird schon seit jahrzehnten nicht mehr im tägl. sprachgebrauch verwendet, es heißt "tradition".Und warum konnte sich rum. in 2009, 19,95 mrd. euro vom iwf leihen, genug auch für kofinanzierungen (vor allem für die umwelt). ich vermute es liegt daran:
inkompetenz + faulheit x tradition = 6,3%

ps: "JOS BASESCU!"

Chris Quast
01
18.2.2012, 00:33

bin ja durchaus für dieses förderung der armen euländer durch die reichen.
aber so macht das keinen sinn.

wenn die a) entweder zu korrupt sind
b) zu fachlich unfähig projekte auf den weg zu bringen
c) zu arm um es ko-zufinanzieren
d) eine mischung von a-c

dann gehört das anders gemacht. von mir aus nur die 1/2 der mittel dafür mit einem art entwicklungshilfeteam das das für dieses land entscheidet was es gut brauchen könnte.

alle kinderheime renovieren, oder what so ever, gibt ja viele probleme in diesem land.

Debian
00
18.2.2012, 13:56
re:

oder die subventionen holen sich großbetriebe, wie Nokia oder bergbaubetriebe, die nach gold suchen.

Chris Quast
00
18.2.2012, 16:56

wie meinst ? oder ....

als andere mögliche variante. oder als realität ?
denn viel haben sie sich scheinbar nicht geholt. und wenn sie nicht nur sub. kassieren und nach 18 monate abhauen, soll mir das zT auch recht sein. wenn sie dort wirklich vernünftig was aufbauen.
nokia hat es nämlich auch nicht mehr so leicht ;-)
wenn die so weitermachen, werdens in 5 jahre wieder gummistiefel produzieren und zwar in vietnam und kambodscha und nicht im "teuren" china

Friedman Tobin
03
18.2.2012, 08:46

Sie haben völlig Recht. Hinzu kommt, dass das europ. Geld oft in relativ (mit Betonung auf relativ) sinnlose Dinge investiert werden muss (zB irgendwelche Managementkurse) , während in den gleichen Ländern Leute auf der Strasse vor Hunger sterben und Krankenhäuser kein Geld für Bettdecken haben. Ist schon irgendwie krank dies ganzen Europa-Programme. Und noch interessanter ist, dass das niemanden zu stören scheint und alle einfach weiter machen.

Andrei Tchoubrikov
00
19.2.2012, 23:53
Stimmt.

Noch schlimmer ist, dass das Erfuellen dieser EU-Programme (aka "Foerderung") noch zum groessten Teil (50-80%) lokal finanziert werden muessen.

CEEIT
00
18.2.2012, 00:23
und die sind zu 90% geschoben.

das ganze Fördersystem ist doch zum großen Teil nur Diebstahl und Korruption.

Friedman Tobin
02
17.2.2012, 23:30

So viel zu den sgn. Netto"empfängern".

Observer 20
50
17.2.2012, 19:42
können die das Geld auch richtig (halt so wie in Mitteleuropa gedacht wird) verwalten?

zumindest ein großer Teil unserer Bevölkerung bezweifelt dies derzeit.

paulchen77
04
17.2.2012, 22:02

Unserer Bevölkerung? also ich gehöre zu Deiner Bevölkerung sicher nicht dazu. Und das mit dem Abholen ist so eine Sache: Es muß ja alles national kofinanziert werden und wenn man dann kein Geld hat, nutz einem das gar nix. So wie die Eigenheimförderung ZB nur denen zugute kommt, die sich ein Eigenheim leisten können und den anderen nicht, weil "wer hat, dem wird gegeben"

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