Kein UN-Generalsekretär am Wiener Flüchtlingsball

  • Wiener Flüchtlingsball – so sah das etwa 2006 aus.
    foto: apa/michael morawec

    Wiener Flüchtlingsball – so sah das etwa 2006 aus.

Coco Mbassi tritt bei der 18. Ausgabe des Balles im Wiener Rathaus auf

Auf einen UN-Generalsekretär wird man vergeblich warten, auf eine Dschungelkönigin auch, und das Paar Frankfurter wird günstiger zu haben sein als um 9,50 Euro – einen Tag nach dem Opernball lädt das Integrationshaus heute Freitag zum 18. Wiener Flüchtlingsball ins Wiener Rathaus.

Zweck des Balles ist weniger die staatstragende Fassade als eine gesellschaftliche Forderung: "Asylrecht muss wieder Schutz bedeuten. Wir wollen keine Sündenbockpolitik und niemanden, der die Menschen gegeneinander ausspielt. Wir wollen endlich eine Politik, die den Schutz von Flüchtlingen ernst nimmt und sie in ihren Rechten und Chancen stärkt", erklärt Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin des Integrationshauses, in einer Aussendung.

Afro-Jazz, Klassik, Pop

Kultureller Höhepunkt des Flüchtlingsballs ist der Auftritt der kamerunischen Sängerin Coco Mbassi im Festsaal, deren Repertoire Kritiker an der Schnittstelle zwischen Afro-Jazz, Klassik und Pop ansiedeln. Außerdem auf der Setlist: Hor 29 Novembar, Das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar, Roy De Roy, WEYÚ, Mary Broadcast Band, Ost in Translation, Project East'n'Bull und das Sandala Orkestar.

Die Tickets kosten 45 Euro im Vorverkauf und 48 Euro an der Abendkasse. Einlass ist um 20 Uhr, die Eröffnung um 21 Uhr, insgesamt werden 3.500 Gäste erwartet. Der Reinerlös des Flüchtlingsballs kommt ausschließlich dem Integrationshaus zugute. (red, derStandard.at, 17.2.2012)

Sind Sie dabei? Wenn Sie den Flüchtlingsball besuchen und uns für eine Ansichtssache Fotos zur Verfügung stellen wollen, würde uns das sehr freuen: Schicken Sie Ihre Bilder bitte an wien@derStandard.at

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