24 Minuten länger schlafen

Menschen mit Schlaf-Gen schlummern länger

17. Februar 2012, 15:12

Vier Prozent der Europäer haben Gen von beiden Eltern geerbt und schlafen um 24 Minuten täglich länger als Menschen ohne Genvariante

Baierbrunn/München - Der Schlafbedarf liegt auch in den Genen. Menschen mit einer bestimmte Variante des Gens ABCC9 ruhen pro Tag länger als andere. Das berichtet die "Apotheken-Umschau" (2/2012 B) mit Verweis auf eine internationale Studie. Ein Team um die Chronobiologen Till Roenneberg und Karla Allebrandt von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hatte 4.000 Menschen von Estland bis Italien untersucht.

Vier Prozent mit Langschlafvariante

Vier Prozent der Europäer haben nach Angaben der Forscher von ihren beiden Eltern die Langschlafvariante geerbt. Sie ruhen im Durchschnitt 24 Minuten pro Tag länger als Menschen ohne diese Genvariante. Zudem schlafen sie 18 Minuten länger als Menschen, die die Langschlafvariante nur von einem Elternteil geerbt haben. Schlaf sei zudem von weiteren Genen und anderen Faktoren wie dem Alter abhängig, betonte Allebrandt, die Erstautorin der Studie ist.

Die Langschlafvariante sei auch bei Fruchtfliegen verbreitet, hatte die LMU München kürzlich mitgeteilt. Blockierten die Forscher deren Genaktivität, schliefen die Fliegen kürzer.

Das ABCC9-Gen ist die Blaupause für das Protein SUR2, das beim Energiehaushalt der Zellen mitwirkt. "Es ist besonders spannend, dass dieses Protein auch bei Herzleiden und Diabetes eine Rolle spielt, wie funktionale Studien erwiesen haben", sagte Allebrandt. "Ein Zusammenhang von Schlafdauer und Stoffwechselstörungen kann daher möglicherweise durch gemeinsam benutzte molekulare Mechanismen erklärt werden." Die Studie ist im Journal "Molecular Psychiatry online" veröffentlicht. (APA)

Kommentar posten
21 Postings
Dramaqueen
00
20.2.2012, 21:32
Das Gen wird von Mosquitos übertragen

nicht von den Eltern ;-)

1000 Kopfläuse können nicht irren
02
20.2.2012, 13:00
Ist ja logisch...

... dass die Menschen mit Schlafgen länger schlafen als die mit dem Fortgen!
(C;

werwolfi
02
19.2.2012, 17:19

Ich muss das Gen nicht nur von beiden Eltern, sondern auch von allen vier Großeltern geerbt haben... ;oD

Zitronengrasrisotto, rechtsdrehend gerührt
00
20.2.2012, 00:16

Das war auch mein Gedanke :-D

Lectrice
02
19.2.2012, 23:51

Ich auch und irgendwie muss auch noch eines v. e. Bären o. Murmeltier dabei sein ;-)

werwolfi
00
20.2.2012, 01:38
Lectrice
00
21.2.2012, 00:30

Ja auch von denen, die hatten wir früher im Keller, die haben mich sicher auch beeinflusst ;-).

zellu lloyd
00
20.2.2012, 17:05
Hauskater

schläft auch mindestens 16 Stunden pro Tag

notorischerzweifler
 
03
19.2.2012, 19:16

Vielleicht war da auch noch eine Fruchtfliege beteiligt
; )

baroli
01
19.2.2012, 17:22

Ich auch, und außerdem noch von den dazugehörigen Urgroßeltern.;-)

astemp79
62
19.2.2012, 13:20
andere Faktoren

"Schlaf sei zudem von weiteren Genen und anderen Faktoren wie dem Alter abhängig"

Vor allem von "anderen Faktoren".

Hauptfaktor ist die Seele. - Wer Angst vor dem Loslassen, vor dem Sterben (Tod = Schlafes Bruder), vor unangenehmen Ereignissen am nächsten Tag hat: der schläft unruhig und kürzer.
Auch kürzer schläft jemand aus Freude, weil er verliebt ist ... etc.
Stress, wenig Freizeit, Angespanntsein sind ebenfalls Faktoren für kurzen Schlaf.

Äußere Faktoren:
unbequemes Bett, schlechtes Raumklima, zu warm oder kalt
schweres Abendessen, Alkohol
TV, Lesen, laute unruhige Musik am Abend vorher
Und natürlich Geräusche.

Man sieht, man braucht gar keine "Gene" zu bemühen.
Schlaf ist individuell, wie die Seele individuell ist

Zitronenbaum
00
16.4.2012, 09:22

Was ist am Lesen bitte schlimm? Wenn, dann beruhigt mich das noch etwas, bevor ich schlafe. Denn am Tag kann irrsinnig viel passieren - abends ist dann lesen noch so eine kurze Entspannung vor dem Schlafengehen.

Mark Syl
10
20.2.2012, 10:55
hm

sie meinen wohl, wie das gehirn individuell ist. bitte lassen sie in wissenschaftlichen threads ihre wahnvorstellungen einer seele

Gute Laune ist kein Verbrechen
00

Auch wenn ich selbst mit dem Wörtchen "Seele" wenig anfangen kann, so bin ich doch strikt gegen den inflationären und beleidigenden Gebrauch des Worts "Wahnvorstellungen".

Und bitte lassen sie in Internetthreads ihre Wahnvorstellungen von "wissenschaftlichen threads".

Das ist nämlich tatsächlich peinlich. Gehen Sie zur Uni, wenn Sie auf wissenschaftlichen Diskurs aus sind.

(die versteckte Selbstironie war übrigens Absicht. ;-) )

sterngucker
 
21
18.2.2012, 21:27
Bildliches Phrasendreschen

Fällt den sonst so kreativen Illustratoren (oder wie immer die Bebilderer auf Neudeutsch heißen) beim Standard nichts besseres ein, als bei jedem, aber auch wirklich jedem Artikel, der auch nur ansatzweise mit dem Thema Schlafen zu tun hat, ein Photo von zwei oder mehr nackten Fußsohlen, die unter einer Bettdecke hervorlugen, dranzuheften? Wer, bitte, schläft so?

zellu lloyd
00
20.2.2012, 17:07
Ich

allerdings meistens um 180 Grad gedreht (auf dem Bauch)

wizenstain
01
18.2.2012, 21:33

nachdem es sich hier offenbar um eine cyberdecke handelt - besonders pikant

eventuell ein toter?

Simplicius Simplicissimus
00
18.2.2012, 20:29
Wäre nett, ...

... zu erwähnen, wie das Protein SUR2 durch das "Schlafgen" beeinflusst wird, ob positiv oder negativ.

wizenstain
00
18.2.2012, 19:44
beilagenfoto:

ist das die cyberdecke ?

Ali Ovissi
 
02
17.2.2012, 19:32

Ich glaub ich hab nicht nur ein Schlafgen sondern mindestens 10 :D

Spinndoktor
012
17.2.2012, 15:56
Wo gibts die Bestätigung für Deinstgeber & Krankenkassa?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.