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Linz - Die Linzer Johannes Kepler Universität hat erstmals einem ihrer Studenten den Doktortitel gestrichen, weil seine Dissertation ein Plagiat sei. Jetzt ist noch eine Berufung gegen den Bescheid möglich. Das berichtete das "Volksblatt" (Freitag-Ausgabe).
Ein Gutachten hat vor drei Wochen den Verdacht erhärtet, dass die im Jahr 2002 eingereichte Dissertation abgeschrieben wurde. Danach erhielt der Akademiker die Möglichkeit zur Stellungnahme. Nachdem er davon Gebrauch gemacht hatte, traf der zuständige Vizerektor Herbert Kalb eine Entscheidung. Per Bescheid wird dem Plagiator der Doktortitel aberkannt. Legt der Jurist binnen 14 Tagen ab Zustellung dagegen keine Berufung ein, ist die Entscheidung rechtskräftig und er künftig nur mehr Magister.
Die Linzer Universität hat eine weitere Konsequenz aus dem Plagiatsfall gezogen. Im Laufe des Sommersemesters werden alle Abschlussarbeiten für Master-, Magister- und Doktortitel im Internet veröffentlicht. Damit sollen alle wissenschaftlich arbeitenden Personen die Werke kontrollieren können. (APA)
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Bei allem Verständnis für die Empörung an der Linzer Uni!!! Aber mit der Ankündigung der Veröffentlichung aller Arbeiten im Internet wird quasi ein Pauschalverdacht gegenüber allen Absolventen ausgesprochen! Aber Wurscht!! Also, auf zum großen Halali, Kollateralschäden inbegriffen!
wissenschaft soll öffentlich zugänglich sein (vor allem, wenn wie in österreich von der öffentlichen hand bezahlt). passt schon so, gibts ja auf der uni wien auch so ähnlich: http://othes.univie.ac.at/
Es ist egal, ob die Arbeit ein Ghostwriter schreibt oder ein normaler (angehender) Akademiker.
Die meisten Arbeiten sind Mumpitz und für die Fisch.
Das, was an den Unis produziert wird, bringt uns heute nicht mehr weiter. Wir haben shon viel zu viel davon.
Na, so verallgemeinern darf man nicht. Es wird schon sehr viele gute Forschung an Universitaeten gemacht, aber hauptsaechlich in the Naturewissenschaften und in der Technik. Doktorate fuer Jus, Soziologie, Theaterwissenschaft etc. sind meistens nur peinlich.
unsere Technikgläubigkeit feiert anscheinend immer noch fröhliche Urstände.
Sind wir nicht schon ernüchtert genug und stehen uns die Problem e nicht schon bis zum Hals?
- Aber nein, wir brauchen einfach noch mehr von dem , was uns in den Schlammassel -pardon, in die glorreichen Zeiten, reingeritten hat: noch mehr Technokratie, Effizienz- und Produktionsstigerung, technische "Innovationen", Chemie, Gentechnik, Nanotechnologie, Prozesstechnik. Einfach nur noch mehr davon, das wird unsere Probleme lösen, ja? Daran muss man als frisch frisierter Schulabsolvent/Techniker/Fernsehbügrer doch glauben können oder!?...
Die Uni hat wohl eher einem ihrer ehemaligen Studenten den akademischen Grad wieder aberkannt. Wäre er noch Student, hätte er sein Doktoratstudium ja noch nicht abgeschlossen, ergo wäre ihm der akademische Grad eines Doktor iuris noch nicht verliehen worden.
werden. Immerhin ist der Plagiatsanteil anscheinend im 2 stelligen Prozentbereich, aber noch ärger, der Ghostwriter Anteil noch höher.
Linz veröffentlich in Zukunft alle Diplomarbeiten und Dissertationen im Internet. Vorbildlich, damit kommt man immerhin schnell mal Plagiaten auf die Spur. Vor allem das Risiko erwischt zu werden, steigt extrem. Aber den größten Problembereich, den der gekauften Arbeiten per Ghoswriter wird man damit auch nicht los. In Österreich gibt es viele Ghostwriter die damit ihren Lebensunterhalt verdienen und sonst keiner Beschäftigung nachgehen. Das gehört endlich mal abgedreht.
Es ist unmöglich Ghostwriting im akademischen Umfeld auszumerzen, so lange man von Studenten verlangt, Arbeiten mit rund 100 Seiten oder mehr zu verfassen.
Vor allem die derzeitige Handhabung ist ohnehin sehr bedenklich und sagt ziemlich wenig über den tatsächlichen Kenntnisstand eines Studenten aus.
Wenn, dann müsste man das ganze System des "Abschlusses" verändern.
Ich hatte Kunden, die Blitzgescheit sind, aber sich außer Stande fühlten, ihre Gedanken zu Papier zu bringen. Nicht jeder ist zum Schreiben geboren.
Also wird es auch weiterhin Ghostwriter geben. Und ja, man kann davon leben - wenn man genügsam ist.
wissenschaftlicher Ausbildung gehen. Es ist das Grundprinzip Studenten zu kritischem Denken anzuregen und dazu zu bringen forschend tätig zu sein. Dazu gehört auch die Forschungsergebnisse zu Papier zu bringen. Wer das nicht will hat an einer "Voll"uni nichts zu suchen!
Von daher ist die Arbeit eigentlich genau das worum es an der Uni geht.
Die Frage ist halt ob wirklich jeder an einer Uni studieren muss und ob nicht ein FH Abschluss reicht (nichts gegen FHs, deren Prinzip ist sehr gut und sollen massiv ausgebaut werden). In anderen Ländern studieren nur wenige an Vollunis wie in Öst., sondern normalerweise bis zu 80% der Studenten an Universitäten die so sind wie bei uns die FHs.
ob ich quasi als Anfänger fast ein Buch schreiben soll oder einen wissenschaftlichen Aufsatz verfasse.
Und der Großteil der Kunden kommt im übrigen aus dem Grund, weil diese schriftliche Abschlussarbeit schlicht aber ergreifend als sinnlose Zeitverschwendung angesehen wird - was in in 99% der Bac. und Mag. Arbeiten auch ist.
Einzig eine Doktorarbeit hat auch einen wissenschaftlichen Sinn. Der Rest reicht gerade mal fürs WC.
Nur meine Meinung - nach rund 100 verfassten Diplomarbeiten.
Arbeit nicht verstanden.
Klar geht es dabei nicht so sehr um eine wirklich gute wissenschaftliche Arbeit sondern daran die Studierenden an die "Methoden" wissenschaftlicher Arbeit etc. heranzuführen. Sie vorzubereiten auf das Doktorat.
Nochmal wer das nicht will, der darf halt nicht auf eine klassische Uni.
Und ich bin dafür, dass so wie in anderen Ländern mittlerweile erwischte Ghostwriter mit dem Strafgesetz verfolgt werden (Beteiligung an einer strafbaren Handlung etc., immerhin ist deren Tätigkeit auch in Österreich illegal) und damit ins Gefängnis gesteckt werden.
sind, lässt sich erschöpfend aus dem letzten Absatz ablesen.
Das mag vielleicht Wunschdenken eines geistigen Nackerpatzerl sein, aber das Land, wo man Ghostwriter auf Grund der reinen Schreibtätigkeit ins Gefängnis steckt, müssen sie erst erfinden.
In diesem Sinne, träumen sie weiter.
Ich habe bisher 2 Diplomarbeiten geschrieben, dazu zig wissenschaftliche Artikel. Da versuchen sie den Flaschen anzupinkeln.
Schön schön, sie sind ja der der Menschen illegal zu einem Akademischen Titel verhilft. Das Führen von derartig erworbenen Titeln ist in Österreich laut geltendem Gesetz illegal. Ich musste bei meiner 2. Diplomarbeit eine Aufklärung unterschreiben, dass Ghostwriting bzw. Plagiate Betrug etc. darstellen und geahndet werden können.
Im Öst. Strafrecht gibt es so etwas wie Beihilfe. Insofern ist die Strafbarkeit bereits jetzt gegeben. Verfolgen tuts nur derzeit keiner.
Es ist immer wieder erschreckend, wie empfänglich auch Akademiker für dieses braune Gedankengut sind. Kaum passt was nicht ins eigene Weltbild, wird die Faschismuskeule hervor geholt und alles muss strengstens verboten und sanktioniert werden. Fürwahr ein geistiges Armutszeugnis!
WAS ich schreibe und WARUM ich es schreibe fällt IMMER unter die freie Meinungsäußerung (mit minimalen Einschränkungen), ist ein wichtiger Punkt der Menschenrechte und kann daher in einer freien demokratischen Rechtsordnung NIEMALS strafbar sein.
Was der Käufer mit meinem Text tut, ist einzig SEINE Angelegenheit. Wenn er unterschreibt, dass er diese selbst verfasst hat - dann lügt er. Aber was genau hat das noch mal mit dem Autor zu tun?
Und weiter? Ich bin in der Juristerei sogar ziemlich gut.
Auch aktuell werden in Österreich Menschen für das Schreiben von Texten ins Gefängnis gesteckt. Ein paar Hinweise: Widerbetätigung, Herabwürdigung religiöser Lehren, Volksverhetzung oder die ganzen neuen Delikte seit 9eleven.
Ich bin starker Anhänger von Meinungsfreiheit, das hat aber nichts mit ihrem Fall zu tun. Der Text ist ja nicht das Problem, sondern für was er verwendet wird.
Die Frage die sich stellt ist "wissen" sie für was genau der Auftraggeber die Arbeit braucht. Wenn ja ...
Und ich glaube kaum, dass sie so blöd sind dass sie nicht wissen für was eine Auftragsdiplomarbeit verwendet wird.
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