Rückzug

Wieder kein btrfs für Fedora

17. Februar 2012, 15:06

Next-Generation Dateisystem wird auch in Fedora 17 nicht Default - Kein ausreichender Support im Installer

Bis zuletzt hatten die Fedora-EntwicklerInnen darauf gehofft, dass man btrfs doch noch zum neuen Default-Dateisystem erklären kann, nun folgt einmal mehr die Enttäuschung. Wie heise online aufgespürt hat, hat sich das Fedora Engineering Steering Committee (FESCO) offenbar von dieser Perspektive verabschiedet, der entsprechende Eintrag ist bereits aus der Liste der für Fedora 17 geplanten Features verschwunden.

Problematisch

Pläne zum Wechsel auf das längst als "Next-Generation-Dateisystem" festgelegte btrfs gab es schon mehrmals, immer wieder mussten diese aber verschoben werden. Dabei verwies man meist auf das Fehlen entsprechender Tools zu Dateisytemüberprüfung und -reparatur. Diese hätten nun eigentlich Anfang Februar tatsächlich erscheinen sollen, der Termin ist aber offenbar einmal mehr nicht eingehalten worden.

Defizit

Zur Entscheidung von Fedora scheint aber noch ein zweiter Faktor beigetragen zu haben: Der bei der Distribution genutzte Installer Anaconda kann bislang btrfs-Partitionen nicht interaktiv verändern. Was bleibt ist die Perspektive darauf, dass Fedora 18 sechs Monate später folgen wird - und man es dann noch einmal mit btrfs probieren will. Bis dahin  altbekannte ext4 also eine Ehrenrunde drehen. (apo, derStandard.at,17.02.12)

Kommentar posten
21 Postings
Andreas Grois
00
19.2.2012, 11:42
So lange ein Dateisystem nicht endgültig fertig ist,

braucht man über seine Aufnahme in einen Distributions-Installer gar nicht diskutieren. Wer es unbedingt ausprobieren will, kann sich auf der Kommandozeile eine Partition entsprechend formatieren. Alleine, dass man bei Fedora jetzt schon darüber nachdenkt zeigt, dass diese Distribution auf produktiv-Systemen nicht eingesetzt werden kann.

Herman Toothrot
01
20.2.2012, 11:40

wann ist irgendeine software "fertig"?

Der sich den Wolf tanzt
00
19.2.2012, 00:55
ext4 statt btrfs... wtf!

novalue
00
19.2.2012, 14:04

was gibt es denn an ext4 auszusetzen?

Der sich den Wolf tanzt
00
19.2.2012, 23:10
finde nur die abkürzungen lustig

als nicht linux user ;-)

Das Geheimnis meines Erfolges? Leistungswille!
01
18.2.2012, 19:23
"EntwicklerInnen"?

Wird da schon wieder die Realität zurechtgebogen?

1,5% female developers in Free Software (slide 3):
http://www.cs.umass.edu/~wallach/... sspols.pdf

krankes-kind
00
20.2.2012, 11:44
Kennst vermutlich eh...

...aber der Vollständigkeit halber:
https://addons.mozilla.org/en-US/fir... i-be-gone/
und weniger ärgern...

Herman Toothrot
00
20.2.2012, 11:41

ja und? und wenns nur eine einzige wäre wärns in summe EntwicklerInnen

Das Geheimnis meines Erfolges? Leistungswille!
00
20.2.2012, 16:01
Richtig. Ein Schmäh, ähnlich wie "Karriere" über die

bequeme konkurrenzumgehende Abkürzung Quote.

Aber keine Sorge, man(n) sieht da schon genauer hin. Vorschlag: verbesserte gendergerechte Schreibweise - EntwicklerInnen_1.5

Ok?

Drink Grog
00
17.2.2012, 16:53

*schluchz*

Ulukay ---
00
17.2.2012, 16:43
jaja

der Releasezyklus von btrfsck aehnelt dem von DNF ;)

werwolfi
00
18.2.2012, 19:17

So ein Schmutz ist ja ext4 auch nicht ;o)

tock tock tock
00
18.2.2012, 11:48

*ggg*

aceFruchtsaft
02
17.2.2012, 18:45

Andererseits: Beta-tester für ein Dateisystem ist so ziemlich das letzte, das ich sein will. Da sollte man nichts überstürzen.

tock tock tock
00
18.2.2012, 11:48

Stimmt! Lieber etwas länger warten! (Ist ja nicht so, dass es nichts funktionsfähiges gäbe) :-)

Pretty Gumbo McGee
00
17.2.2012, 18:38

Ich musste jetzt zuerst an die Abkürzung im Rennsport denken... ^^

STiAT
00
17.2.2012, 16:07

Besser als bei openSuSE, wo es drin ist, aber der default install nachher nicht bootet ^^.

murdoch block, for a truer internet
00
18.2.2012, 14:09

linux ist halt ein gefrickel.

man wundert sich, woher diese behauptung kommt. :)

da bleibe ich gerne weiter bei debian. sollen sich fedora und ubuntu ruhig weiterhin ein wettrennen liefern, wer dem unerfahrenen nutzer am schnellsten ein ei legt.

aceFruchtsaft
00
18.2.2012, 21:39

Fedora richtet sich ja nicht gerade an unerfahrene Nutzer, und bei openSUSE war es eine by default nicht aktivierte Option. Insofern halb so schlimm.

Bob Kelzo
00
17.2.2012, 16:52

Es ist aber nicht die Standardeinstellung.
Bei mir läuft es bisher problemlos, hoffentlich erlebe ich keine überraschung...

Applaus, Applaus.
00
17.2.2012, 18:56

war bei mir zunächst auch problemlos, dann nach einem reboot kein mounten mehr möglich und ohne repair-tool bleibt nur noch das formatieren. wie man sowas als default für eine ganze distribution nehmen will, ist mir schleierhaft... war aber noch kernel < 3.x

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