Osterfestspiel-Affäre: Langes Warten auf Anklage

17. Februar 2012, 14:23
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"Einheitliches Vorhaben" statt Verfahrenstrennung

Salzburg - Zwei Jahre nach Auftauchen von Malversationen ist in der Salzburger Osterfestspiel-Affäre weiterhin keine Anklage wegen Untreue in Sicht. Die Oberstaatsanwaltschaft in Linz sprach sich gegen eine Verfahrenstrennung aus. Deshalb hat sie den Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft Salzburg vom Oktober 2011 nicht genehmigt, wonach der Ex-Geschäftsführer der Osterfestspiele, Michael Dewitte, und der ehemalige Technische Direktor der Salzburger Festspiele, Klaus K., in einer ersten Tranche wegen eines Schadens von 657.000 Euro angeklagt werden sollten. Nun wird wegen eines inkriminierten Gesamtschadens von rund 3,1 Mio. Euro weiter ermittelt.

"Ein zeitlicher Horizont für den Abschluss dieser Ermittlungen kann ob der Komplexität derzeit nicht beurteilt werden", informiert am Freitag die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Feichtinger: Die Oberstaatsanwaltschaft habe ergänzende Ermittlungen angeordnet, "um die zunächst beabsichtigte, getrennte Untersuchung weiterer Sachverhaltskomplexe in ein einheitliches Vorhaben zu integrieren". Es werden noch Zeugen einvernommen, Konten geöffnet und ein Buchsachverständigen-Gutachten zur Detailanalyse eingeholt. Bisher wurden insgesamt 14 Personen wegen Untreue oder Beitrags zur Untreue verdächtigt, gegen neun von ihnen wurden die Ermittlungen eingestellt. (APA)

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