Wiens neuer ÖVP-Chef fordert Runden Tisch zu Stadt-Sparpaket

17. Februar 2012, 14:06
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    foto: standard/cremer

    "Ich habe keine bundespolitischen Ambitionen."

Juraczka mit erneuter Kritik an Wiener Beamten-Pensionsregelung - Warnung vor Kürzung bei der Wirtschaftsförderung

Wien - Der neuer Wiener ÖVP-Chef will mitreden: Manfred Juraczka fordert Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) auf, einen Runden Tisch in Sachen Wiener Sparpaket einzuberufen. "Es kann ja nur hilfreich sein, wenn es zusätzliche Impulse gibt", befand Juraczka. Der 43-Jährige wird am 25. Februar auf einem Parteitag offiziell zum neuen Obmann der Stadt-Schwarzen gekürt.

Personen auszutauschen, das allein sei jedoch "viel zu wenig", gestand der künftige Obmann ein. Es sei dringend notwendig, dass die Wiener ÖVP in der Stadt thematisch präsent sei. Die Menschen müssten wissen, was unter der Verantwortung der ÖVP anders wäre. Das jüngste Sparpaket gibt dafür laut Juraczka ein gutes Beispiel ab: "Man möge sich vorstellen, wie das Sparpaket ausgesehen hätte, wenn es von einer roten Alleinregierung oder einer rot-grünen Bundesregierung gemacht worden wäre. Spätestens dann weiß man, wo die ÖVP steht."

Ohne die ÖVP hätte es massive Belastungen gegeben, zeigte sich Juraczka überzeugt: "Michael Häupl wollte noch vor zwei Wochen, dass 70 Prozent des Volumens des neuen Pakets aus neuen Steuern kommt." Unter anderem aus diesem Grund fordert der Neo-Obmann nun, dass auch seine Vorschläge für das geplante Wiener Sparpaket gehört werden. Wobei Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) bereits angekündigt hat, dass neue Belastungen in Form höherer Tarife oder Gebühren darin wohl nicht enthalten sein sollen.

Kritik an "Beauftragten"

Die Euphorie angesichts dieser Nachricht hält sich bei Manfred Juraczka in Grenzen: "Es ist ja schon alles verteuert worden, was man verteuern konnte in dieser Stadt", verwies er auf die Erhöhungen der vergangenen Monate. Wichtig sei nun, bei den Strukturen zu sparen. Er forderte unter anderem erneut, die Wiener Pensionsregelung jener des Bundes anzupassen: "Weil ich frage mich, warum die Wiener Beamten andere Bedingungen haben sollen."

Der neue Chef der Stadt-Schwarzen sprach sich auch dafür aus, zu überdenken, ob die jüngst neu geschaffenen Jobs der diversen "Beauftragten" wirklich notwendig seien. Den Uni-Beauftragten der Stadt, Alexander Van der Bellen, sehe man etwa so gut wie nie im Rathaus. Zu hinterfragen sei auch, warum Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) einen Radbeauftragten brauche und warum sie diese Funktion nicht selbst ausübe.

"Keine Bundespolitischen Ambitionen"

Bedenklich findet Juraczka hingegen mögliche Kürzungen bei der Wirtschaftsförderung: "Dass man als erstes auf die Wirtschaftsförderung kommt, wenn man sich den Förderdschungel in Wien anschaut, das halte ich für kühn." 2012 werde ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr, die Unternehmer würden zudem unter anderem von der Erhöhung der U-Bahn-Steuer belastet. "Es wird keine Standortpolitik betrieben, die diesen Namen auch verdient", kritisierte Juraczka.

Dem neuen Mann an der Spitze stehen auch parteiinterne Herausforderungen bevor. Er zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass in der Wiener ÖVP wieder Ruhe einkehren wird: "Wir müssen miteinander reden, nicht übereinander. Eine Partei kann kein Selbstzweck sein. Die Existenzberechtigung auch für eine Partei wie die der Wiener ÖVP besteht darin, etwas für die Stadt einzubringen, nicht dass sie sich mit sich selbst beschäftigt. Das interessiert den Wähler nicht."

Seine persönliche Zukunft sieht Manfred Juraczka jedenfalls in Wien, wie er betonte. Dass er so wie einst Vorvorgänger Johannes "Gio" Hahn als Wiener ÖVP-Chef in ein Ministeramt wechseln könnte, ist für ihn, so versicherte er, keine Option: "Ich habe keine bundespolitischen Ambitionen." Juraczka erinnerte daran, dass Hahn bei der Wien-Wahl 2005 ein deutliches Plus für die ÖVP erzielen konnte - aber nicht als Minister, sondern als nicht amtsführender Stadtrat. (APA)

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25 Postings
fredi 1990
00
22.2.2012, 19:15
sollte Juraczka nicht zuerst einmal mit Neugebauer reden!!!

Lucien de Rubempre
00
20.2.2012, 21:53
alcatel könnte ja eh einen runden tisch sponsern

oder sponsern die nur jagdevents ?

jeff5
00
20.2.2012, 13:55
na wenigstens gibts jetzt den offiziellen wiener beauftragten stadtkomiker.

Martin Brunner
00
20.2.2012, 11:23
also für die "durchschnitts"-Wiener

sicher besser - wenn die 'VP ihre pfründe hier nicht verteidigen kann....

peak oil
00
19.2.2012, 12:09
övp? was ist das für ein verein?

österr. verlierer partie wahrscheinlich.

peak oil
01
19.2.2012, 12:07
ich hoffe, dass die övp

bei den nächsten wahlen von der piratenpartei überholt wird, zumindest in wien.

pei mei
01
18.2.2012, 11:31
der Juraczka fordert einen runden Tisch

und es interessiert ned amal den Hundstrümmerlreporter vom Bezirksblattl .... obwohl er bei der Korruptionistenpartei dabei ist tut er mir irgendwie leid

Mr. Spock (der echte)
02
18.2.2012, 10:49
Wiens neuer OEVP-Chef will unbedingt in den Medien sein.

Koste es, was es wolle.

smea_gol
11
18.2.2012, 10:11

wer ist das?

Waran
01
18.2.2012, 09:39
Wo genau die wiener ÖVP steht kann ich nicht sagen,

aber sie steht mit Sicherheit neben den Schuhen.

systemfehler1
03
18.2.2012, 07:07
Sorry,

er tut so als hätte seine Schrumpfpartei da Recht, auch nur irgendein Wörtchen mitzureden. Noch dazu, wo man die "Wirtschaftskompetenz" der Schwarzen mittlerweile eher als die Fähigkeit kennt, kriminelle Energien gewinnbringend einzusetzen.
Nehmt doch die Bretter, die ihr vorm Kopf habt, um euch einen eigenen runden Tisch zu zimmern.
Die nerven nur mehr, die Stadtkonserven....

rodriquez brother radfahrer
10
18.2.2012, 00:59

Denn knaben werd ich mir am montag vornehmen.
cheers

Freu dich - es gibt Keinen der dich liebt
01
17.2.2012, 23:12
Ganz schön frech

für ein bisschen über 10% Wähleranteil

peak oil
01
19.2.2012, 12:08
10%?

soviel werden die wohl doch nicht mehr machen...

Thomas Felder1
04
17.2.2012, 21:31
Die Menschen müssten wissen, was unter der Verantwortung der ÖVP anders wäre

das wissen die menschen schon:

strasser, grasser, mensdorff, meinl, gorbach, meischberger, hochegger, schüssel...

Fritz Meyer
01
17.2.2012, 19:45
Erst Wahlen gewinnen, DANN mitreden.

J. R.
11
17.2.2012, 19:15

Hab ich es überlesen oder hat er noch keinen Termin im U-Ausschuss?

Derfdeswoarsein
 
36
17.2.2012, 17:10
Einfach lachhaft diese Schwarzen!

"Spätestens dann weiß man, wo die ÖVP steht." - Ja, wissen wir, das habens auf Bundesebene bereits gezeigt.

Warum die Komiker glaube alles besser machen zu können, soll mir einer mal erklären. Die Stadt ruinieren -darin wären sie gut.

Wirtschaft: warum schreien die, die für die "Marktwirtschaft" sind, immer auf wenn man Wirtschaftstreibenden Mittel kürzt?

verleih nix
37
17.2.2012, 16:59
für jede x-beliebige splitter-kleinpartei soll wien einen runden tisch zusammenrufen?

das zahlt sich nicht aus, wer weiß denn schon ob die övp in wien in 2 wochen überhaupt noch existiert und vor allem wer dann in dieser woche grade vorsitzender ist.

cosmonaut
 
00
17.2.2012, 16:50

der wievielte ist das nach guido ?

obergscheiterls wortspende
01
17.2.2012, 17:27
guido wer?

Also ich kenn den Guido Westerwelle! Aber einen Guido in der Wiener ÖVP? Guido Busek? Guido Petrik? Guido Wille? Guido Görg? Guido Finz? Guido Hahn? Guidine Marek?

Ich hoffe, ich habe niemand vergessen. Guido war jedenfalls keiner dabei! Auch der Juraczka heißt nicht so...

pei mei
00
17.2.2012, 16:40
ajo .... da Juraczka .... da Neiche ... so zu sagen

rudolf rendeer
13
17.2.2012, 15:52

wieviel prozent der wiener bevölkerung interessiert wohl seine/övps meinung? antwort: letztes wahlergebnis anschauen, danke, setzen.

karli grassers grand malheur de kack
14
17.2.2012, 14:43
waaaaaaaaas?? in wien gibt´s eine övp?? unglaublich!

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