Gefälschte ÖAK-Zahlen

News-Verlagschef Bogocz sieht keine geschädigten Kunden

17. Februar 2012, 13:45

Bogocz: Weder Inserenten noch Beilagenkunden erlitten Schaden durch gefälschte Auflagenzahlen - Voigt: "No comment"

Der Geschäftsführer der Verlagsgruppe News, Axel Bogocz, sieht durch die manipulierten Auflagenzahlen keine Schäden bei den Kunden. Wie er im Interview mit der Branchenzeitung "Horizont" sagte, seien "keine Werbekunden geschädigt" worden. Die Argumentation des Verlagschefs: Für die Werbekunden spiele die Auflage eine untergeordnete Rolle, hier verkaufe man "auf Basis der Reichweite in der Media-Analyse".

Was die Beilagenkunden angeht, sieht Bogocz offenbar ebenfalls keine rechtlichen Probleme auf den Verlag zukommen. "Es gibt eine Differenz bei der gemeldeten Verkaufsauflage, aber nicht bei der Druckauflage." Nachdem die Kalkulation für die Beilagentarife auf Basis der Druckauflage basiere, habe es zu keiner Zeit Geschädigte gegeben, sagte er.

In der Vorwoche hatte Bogocz im STANDARD-Interview eingeräumt, dass in der Verlagsgruppe News, die er seit Herbst leitet, in der Vergangenheit zu hohe Zahlen an die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) gemeldet worden waren. Bei allen zehn in der ÖAK ausgewiesenen Titeln habe die Differenz zwischen zwei und 30 Prozent zu den tatsächlich verkauften Exemplaren ausgemacht. Wie die ÖAK am Mittwoch in einer Sondersitzung beschloss, wird es keine Sanktionen geben, weil die Verlagsgruppe von sich aus die Verfehlungen gemeldet habe.

Die Branchenzeitung "Horizont" fragte auch Oliver Voigt, von 2006 bis Ende 2010 News-Boss und heute "Österreich"-Manager, zu den gefälschten Auflagen. Und zitiert ihn mit: "No comment." (APA, red)

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15 Postings
Bitte Ich Weiß Was
00
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Mediamill-Komplex zerschlagen werden muss

)so(
00
23.2.2012, 21:16
Konsequenzenlosigkeit der ÖAK-Reaktion verdoppelt nun den Vertrauensverlust

Schlimm ist das Vergehen. Noch schlimmer jedoch, wenn ein solches derart konsequenzenfrei bleibt. Die Botschaft ist klar: Seht her, Gesetze, Vertrauen und Kundennutzen sind uns einerlei. Mit solch präpotent-laxer Luschigkeit treibt man Werbekunden ins Internet zu Google & Co - nicht alle auf einmal und über Nacht. Aber stetig genug, um letztendlich jenen Ast zur Fäulnis zu bringen, auf dem die gesamte Printbranche sitzt. Denn gerade internationale Kunden fragen sich zurecht, welches Printmedium hat sonst noch Zahlen manipuliert? Und nach dem Zusammenbruch schieben die Medienbosse die Schuld am eigenen Versagen wieder auf ein paar pickelige Teenager und beklagen lauthals deren massenweisen "Raubkopien" und die allgemeine "Gratiskultur" im In

)so(
00
23.2.2012, 21:03
Es ist also nicht so, dass Auflagenhöhe resp. Leser/innen-zahl mit der Inseratenpreishöhe korrespondieren!?

Und die ÖAK damit beauftragt ist, sicher zu stellen, daß auch tatsächlich 5kg drinn sind, wenn auf dem undurchsichtigen Kartoffelsack 5kg drauf steht!?

sirnicha
00
23.2.2012, 16:21
einer der der seitenblickewurschtln

Die Branchenzeitung "Horizont" fragte auch Oliver Voigt, von 2006 bis Ende 2010 News-Boss und heute "Österreich"-Manager, zu den gefälschten Auflagen. Und zitiert ihn mit: "No comment."

wasisdasis
00
20.2.2012, 14:48
jetzt schau ma mal, wie seriös der herr b.

ist und welchen verkauf er etwa von news veröffentlichen wird. und vor allem, wie er die desaströsen zahlen von news rechtfertigen wird. alles über 10.000 im eh ist jedenfalls gelogen...;-)

moff
00
21.2.2012, 10:47

ja das stimmt! tendenz: dramatisch fallend...

blauwal
 
01
19.2.2012, 18:02
news

das fellnerische krawall u. revolverblattl - na wer hätte das jemals gedacht ?

openyoureyes
00
18.2.2012, 20:53

Natürlich, News hat ja über Jahre nur die ÖAK betrogen, nicht die Kunden. Und das ist scheinbar so ein Saftladen, dass es ihr wurscht ist. Stichwort: keine Sanktionen weil Selbstanzeige. Vielleicht ist die ÖAK am Ende News auch noch dankbar, dass sie ihre Wurschtigkeit offen gelegt hat.

Würde mich übrigens nicht wundern, wenn es diese betrügerische Praxis auch bei anderen Verlagen gäbe, deren handelnde Akteure vorher bei News waren.

saunaecho
02
18.2.2012, 17:29
Wie glaubwürdig ist ein "Schwindler" ?

Wer sogar seine eigenen Inserenten "notorisch" anschwindelt und schädigt, und sich zugleich als unbestechlicher Wächter über Wirtschaft und Politik ausgibt, der ist auch notorisch unglaubwürdig. Und wenn sogar die Gross-Medien unseriös sind, was kann man dann von den anderen erwarten ?

moff
00
17.2.2012, 23:33

war nur die halbe wahrheit

der schwitzbär der schwitzt sehr
00
17.2.2012, 21:08
Voigt: "No comment"

Aha.

Nussbaum
01
17.2.2012, 14:22
na so unwichtigt ist die

verkaufte auflage auch wieder nicht. es macht schon einen unterschied, ob ein heft von lesern gekauft wird, oder ob das heft haufenweise beim P&C vor den umkleidekabinen aufliegt, so wie die aktuelle ausgabe von first. nicht ein heft oder zwei sondern bergeweise.

PuBär
00
17.2.2012, 18:33

Völlig richtig: "na so unwichtig ist die verkaufte auflage auch wieder nicht".
Denn es macht ja gerade für einen Beilagen-Kunden einen großen Unterschied, ober er jetzt beispielsweise 100.000 oder 150.000 Stück Beilagen drucken lassen muß.
Übers Jahr oder über die Jahre kommt da ein schönes Differenz-Sümmchen zusammen.

Totaler Durchblicksstrudel
00
18.2.2012, 15:16

Wäre dem so, würde er wohl im Auftrag die verkaufte Auflage referenzieren.

Charles Xavier
03
17.2.2012, 14:20
Ah ja ...

Und was ist mit all jenen, die in den letzten Monaten und Jahren ständig hören mussten:
Tut uns leid, der Newsverlag hat leider viiiel mehr Auflage als Ihr Produkt, da werben wir lieber bei denen als bei Ihnen?!

Die gehören natürlich auch nicht zu den Geschädigten, gell?!

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