Untersuchung

ForscherInnen zeichnen "düsteren Ausblick" für Solid-State-Disks

Bericht | 17. Februar 2012, 14:08
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    foto: sandisk

    Solid-State-Disks: Eine Technologie mit Ablaufdatum?

Technik werde mit steigender Miniaturisierung an immer deutlichere Grenzen stoßen - 2024 sei Ende erreicht

Ein regelrechter Paradigmenwechsel findet derzeit im Bereich der Datenspeicher statt: Durch stark sinkende Preise werden Solid-State-Disks (SSDs) auch für PrivatanwenderInnen immer interessanter, lösen gerade bei Laptops immer öfter klassische Festplatten ab. Die Vorteile sind dabei in vielerlei Hinsicht evident, ein Wechsel auf eine SSD verspricht nicht zuletzt deutliche Verbesserungen bei den Startgeschwindigkeiten von System und Anwendungen - und ist damit im Gegensatz zu vielen anderen Hardware-Upgrades auch subjektiv deutlich wahrnehmbar.

Schlechter?

Eine aktuelle Untersuchung der Universität von Kalifornien lässt über der bisher oft so rosig gezeichneten SSD-Zukunft einige Wolken des Zweifels aufziehen, berichtet Computerworld. Denn während die Dichte immer höher wird und die Kosten weiter nach unten gehen, werde so ziemlich alles andere an SSDs schlechter werden, nicht zuletzt die Performance, so Laura Grupp, Leiterin der damit betrauten Forschungsgruppe.

Effekte

Das sei eine direkte Folge der Miniaturisierung der NAND-Speicherelemente. Eine höhere Dichte führe nämlich auch zu deutlich steigenden Fehlerraten. Das lasse sich anhand der SSDs von sechs unterschiedlichen Herstellern klar nachweisen: Eine höhere Dichte führe zu teilweise "dramatischen" Einbrüchen bei der Performance, während die Latenzzeiten reproduzierbar deutlich nach oben gehen. Dieser Effekt steige zudem über die Lebensdauer der NAND-Elemente immer weiter an.

Ausblick

Rechne man die aktuellen Werte auf das Jahr 2024 hoch (unter der Annahme einer 6,5-nm-Fertigungstechnologie), sei davon auszugehen, dass sich die Lese-Schreib-Latenzen bei Multi-Level-SSDs zumindest verdoppeln würden. Die Fehlerrate werde gar das Dreifache betragen, so das Forschungsergebnis. Zu diesem Zeitpunkt sei dann die NAND-Flash/SSD-Technologie an ihre Grenze gestoßen, kleinere Fertigungsprozesse würden keine wirklichen Verbesserungen mehr bringen. (red, derStandard.at, 17.2.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 213
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evidenzbasierer
00
21.2.2012, 21:07
is das net wurscht?

sind nicht alle Speichermedien Baujahr 2012 die final edition? ;-)

--: SID :--
00
22.2.2012, 12:56
Nicht doch !

Im Jahr 16384 nach 2012 werden hochintelligente Kakerlaken Ausgrabungen veranstalten und herzlich über die Naivität unserer Technologie zischen (=lachen). X-)
Die sollen auch ihren Spass haben !

f l o
 
02
20.2.2012, 15:18

den sinn dieser extrapolation verstehe ich nicht im geringsten:
wenn die miniaturisierung so weitergeht, gibt es irgendwann negative nebenwirkungen. ok. aber wieso soll dann die miniaturisierung so weitergehen?

wenn ich mit dem auto losfahre und in 12 sekunden auf 40 km/h beschleunige, fängt mein beifahrer auch nicht an zu schreien, weil bei dieser beschleunigungsrate nach 2 minuten eine höchst gefährliche geschwindigkeit von 400 km/h erreicht wäre.

extrapolationen haben nun mal einen beschränkten nutzen.

Peter_23
00
20.2.2012, 19:55
Sie möchten sich informieren was SLC-NAND und MLC-NAND sind, wie diese beiden Verfahren mit der höhere Speicherdichte und der höheren Fehlerrate zusammenhängen

und warum man auch mit MLC und mittlerweile 16 Niveaus nichtmehr so hohe Verdichtungsraten bei der Speicherdichten erzielen wird können.

Tipp zur Lösung des Rätsels: Die floating Gatelänge muss, ist werkstoffabhängig bei Silizium, eine bestimmte Mindestlänge aufweisen. Andernfalls der floating gate MOSFET einer Zelle gar nicht mehr funkt. Huch, jetzt hab ich Ihnen auch schon die Antwort geben, na egal. ;-)

evidenzbasierer
00
21.2.2012, 21:09
ganz ihrer Meinung!

ist doch glasklar wie Sie das hier darlegen! Danke!

furlan
01
20.2.2012, 11:29

jetzt setzen die rating agenturen sogar schon bei festplatten den ausblick auf negativ.....

12345 ... weiter weiss ich nicht!
00
20.2.2012, 13:59
geht doch alles in die Cloud ...

Mechanische Datenspeicher werden früher oder später der Vergangenheit angehören! Trotzdem wird es nach wie vor Speichermedien geben ... man kann nicht alles in die Cloud laden solange es keinen globalen Provider gibt ... Datenroaming ist doch Hölle teuer!

evidenzbasierer
00
21.2.2012, 21:16
Die Lösung heisst Neuronalinterface...

...sobald wir da 2024 angestöpselt sind können wir eine Speichercloude bilden indem einfach der eine Teil unseres ungebrauchten Hirnspeichers für lokale Dateien und der andere Teil für die globale Speichercloude verwendet wird.

Wie hoch wäre denn da so das lokale Speichervolumen wenn ich, sag mal, 20 % für alle zur Verfügung stelle und 80 % als lokaler Speicher? Bzw. könnten wir doch ein entsprechendes OS in unseren Hirnen implementieren und damit nen Haufen Hardware sparen, bis auf das Neurointerface... Wir werden einfach unsere Computer, ich find das faszinierend... Aber nur solange dann WoW auch darauf läuft...

Zitronenbaum
00
21.2.2012, 07:13

Achso, dass ist der Hintergrund, warum man SSDs so eine düstere Zukunft vorhersagt (obwohl man einfach mal weiterforschen, und das entweder weiterentwickeln oder was ganz anderes entwickeln könnte). Alles soll nur noch in die Cloud. Hurra. Damit auch ja die NASA und wer sonst noch will auf alle Daten zugreifen können.
Da bleib ich lieber bei meinen kleinen Flash-Speicherkarten, mit denen ich Kleinigkeiten zwischen Laptop und Stand-PC hin- und hertransportier. Ist zwar umständlicher, aber dafür ist es ein offline-Transport.

Pylorus
01
20.2.2012, 16:57

"Mechanische Datenspeicher werden früher oder später der Vergangenheit angehören!"
Cool diese clouds, kommen ganz ohne mechanische teile aus und schreiben die daten auf....errr worauf eigentlich?

rapid1899
00
20.2.2012, 00:28
6,5nm ???

Ich habe mir gerade erst eine SSD gekauft und meines wissen werden die im 26 nm Verfahren im Moment hergestellt.

Außerdem gibt es durchaus Seiten im Internet die ihre SSD dauernd beschreiben und löschen. Das Fazit ist das auf einer 120 GB SSD rund 200 TB geschrieben werden bevor Fehler auftreten. So eine Datenmenge erreichen die meisten in ihrem ganzen leben nicht.

Dieser Bericht ist wie so oft, absoluter Schrott!

Die selbst ernannte Qualitatszeitung nimmt es wohl nicht so ernst mit der Qualität.

Edelpiefke
02
19.2.2012, 20:57
"...SSDs von sechs unterschiedlichen Herstellern..."

Nanu?
Warum nicht HerstellerInnen?

meisterroda
00
19.2.2012, 19:58

das ist aber blöd...

na hoffentlich fällt ihnen bald eine bessere technologie ein.
ähmm hätt noch wer eine datasette - des hört sich so komisch an wenn ichs über die stereoanlage laufen lass

Thomas....
06
19.2.2012, 18:08

wieso bietet man solchen unqualifizierten aussagen hier so eine bühne? was in dem artikel gesagt wird ist weltfremd und hat keinerlei praktische bedeutung...
ssd steckt in den kinderschuhen und wird noch ganz groß werden ... und 2024 is irgendwann

Name entfallen
09
19.2.2012, 17:52
Gut gerülpst ist halb verdaut...

Es ist geradezu hochgradig naiv davon auszugehen, dass man in den nächsten 12 (!) Jahren keine Quantensprünge im Bereich Technik, Aufbau und Fertigung von SSD's machen wird.

Spirogyra
01
19.2.2012, 23:29
Quantensprünge...

...schließt die Studie eh nicht aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Quantensprung

Name entfallen
00
19.2.2012, 17:52
Gut gerülpst ist halb verdaut...

Es ist geradezu hochgradig naiv davon auszugehen, dass man in den nächsten 12 (!) Jahren keine Quantensprünge im Bereich Technik, Aufbau und Fertigung von SSD's machen wird.

her wig
00
19.2.2012, 12:14
Pessimisten sind Experten für das Ende der Welt.

Neue Technologien oder optimistische Prognosen darf man von denen nicht erwarten - wozu auch, am Ende der Welt fällt man hinunter, da braucht man nichts mehr.

Umso wichtiger ist es, möglichst alle anderen vom Pessimismus zu überzeugen, denn wenn die anderen weiter neues entwickeln würden, würden die Pessimisten zurückbleiben und hätten einen gesellschaftlichen Abstieg zu befürchten -- und das muss verhindert werden bzw. aufgeschoben, bis zu Ende der Welt halt.

Frank Shudushi
01
19.2.2012, 11:31
Und für wann wird das Ende der Welt prophezeit - 2012?

Wieder eine mehr in der endlosen Reihe dieser sinnlosen Prophezeiungen.

Wann war noch mal schnell das Ende der Magnetfestplatten, wegen zu kleiner Magnetpartikel. Wann das Ende der steigenden Prozessorleistung, wegen bereits viel zu hoher Taktraten. Und wann ist nochmal schnell Paris an Pferdeäpfeln erstickt (bevor das Auto kam) usw. usf.

Und wann kommt endlich das Ende dieser sinnlosen Prophezeiungen?

Zitronenbaum
00
21.2.2012, 07:14

Ich kenn wen, der hat eine uralte Festplatte im PC. Im aufgemotzten PC, auf dem auch neue Spiele gut laufen. Und die Festplatte läuft immer noch.
:)

Andrei Tchoubrikov
05
19.2.2012, 09:11
Zu diesem Zeitpunkt sei dann die NAND-Flash/SSD-Technologie an ihre Grenze gestoßen

Zu diesem Zeitpunkt (2024) wird eher kaum mehr wissen was eigentlich "SSD" bedeutete.

Frodo Der Hobbit
00
19.2.2012, 02:00
was interessiert mich SSD?

sind doch praktische spielzeuge. können server beschleunungen usw.

aber IBM hat doch schon was am start, und andere auch. dauert ein paar jahre, dann ist die dichte wieder ein vielfaches, und statt flächen nutzen wir volumina.

holo, molekular, organisch, gibt so viele ideen, dass sie den heutigen stand weit hinter sich lassen werden.

evidenzbasierer
00
21.2.2012, 21:23

hmmm... physisch anfassbare volumina oder holografische? denn wenn man als basis für holografische volumina die physikalischen hernimmt, dann steigt doch die speicherdichte exponentiell weiter.

aber die wichtigste frage: wird da WoW drauf laufen???

Coronatus
03
18.2.2012, 20:29
Kristallkugel?

Gerade im Bereich der modernen Technologien wäre ich mit Zukunftprognosen sehr vorsichtig, egal ob sie sich im Moment empirisch belegen lassen oder nicht.

Mir fällt da eine Studie aus den 80ern ein, die behauptet hat, was die Geschwindigkeit von Computern angeht, ist bei 66MHz Schluss, das sei das absolute Limit, höhere Taktfrequenzen wären quantenphysikalisch nicht möglich.

Die Vorhersage hat auch nicht gehalten. Nicht mal lange.

WunzelPunzel
01
18.2.2012, 20:15

2024 ist zu bald.
ich geh erst 2032 in pension...

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