"Georges Lemaître" wird Europas fünfter Raumtransporter

18. Februar 2012, 15:54
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Mit dem Begründer der Urknalltheorie stehen alle fünf ATV-Missionen fest

Die Automated Transfer Vehicles (ATVs) der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA sind ein wichtiger Beitrag zur Versorgung der Internationalen Raumstation ISS. Nach "Jules Verne" und "Johannes Kepler", die bereits beide wieder in der Erdatmosphäre verglüht sind, wird wie berichtet "Edoardo Amaldi" im März (der Start ist für den 9. März geplant) zur ISS fliegen. Nach "Albert Einstein", der im Frühjahr 2013 den Erdboden verlassen soll, steht nun die Nummer Fünf fest: Mit "Georges Lemaître" werde die Tradition fortgesetzt, "die ATVs nach großen europäischen Visionären zu benennen, um die tiefen Wurzeln Europas in Wissenschaft, Technologie und Kultur zu reflektieren". Das gab die ESA diese Woche bekannt. Georges Lemaître, der 1894 geborene belgische Theologe und Astrophysiker, gilt als Begründer der Urknalltheorie.

Ein Raumtransporter vom Typ ATV bringt rund sechs Tonnen Versorgungsgüter, Ausrüstungsmaterial und Ersatzteile zur Raumstation. Nach dem Start an Bord einer "Ariane 5"-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou (Französisch Guyana) aus dockt der Frachter vollautomatisch an die ISS an. Anschließend wird das ATV zum Müllschlucker: Mit Müll beladen wird der Raumtransporter kontrolliert zum Absturz gebracht und verglüht fast vollständig in der Erdatmosphäre. "Georges Lemaître" ist die letzte der fünf geplanten ATV-Missionen. (red)

  • ATV "Jules Verne" nach dem Abkoppeln von der Raumstation ISS
    foto: nasa

    ATV "Jules Verne" nach dem Abkoppeln von der Raumstation ISS

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