Nach U-Ausschuss

Ex-Mitarbeiter: "Hochegger schmeißt mit Dreck um sich"

17. Februar 2012, 13:23
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    foto: apa/pfarrhofer

    Ehemalige Mitarbeiter Hocheggers über seinen Auftritt im U-Ausschuss: "Das war exzellent gespint."

Frühere Hochegger-Angestellte kritisieren "Ablenkungsmanöver" des Lobbyisten

Wien - Rund 30 Millionen Euro soll Peter Hochegger von 2000 bis 2010 allein von der Telekom Austria bekommen haben - einen Teil der Mittel hat der Lobbyist und PR-Berater an Parteien und Politiker weiterverteilt. Dass Hochegger in seinem Versuch, sämtliche Parteien in den Strudel der Telekom-Affäre zu ziehen, neben hochrangigen Ex-Politikern auch zahlreiche einfache Ex-Mitarbeiter seiner Agentur als Mitglieder seines politischen "Netzwerks" genannte hat, werten diese jedoch als "Ablenkungsmanöver" und Nebelgranate. Sie üben scharfe Kritik an ihrem früheren Chef.

Besonders empört, von ihrem ehemaligen Arbeitgeber in eine Reihe mit unter Korruptionsverdacht stehenden Ex-Politikern gestellt zu werden, sind Andreas Schneider und Martin Jenewein. Beide starteten ihre Berufslaufbahn als parlamentarische Mitarbeiter der ÖVP, wechselten später zu Hocheggers PR-Agentur und betreiben mittlerweile eine eigene Firma. Er habe bei Hochegger als Junior Consultant etwa 3.000 Euro brutto im Monat verdient, sagt Jenewein: "Das hat nichts mit einem Minister zu tun, der sein Adressbuch vergoldet."

"Normale Angestellte"

Ähnlich Jeneweins Partner Schneider, der sich nicht vorstellen kann, von Hochegger wegen seiner politischen Kontakte angestellt worden zu sein: Er selbst und auch die meisten anderen von Hochegger genannten früheren Mitarbeiter seiner Agentur seien "normale Angestellte" mit normalen Gehältern gewesen. "Es ist eine Sauerei, da in einem Atemzug genannt zu werden mit Ex-Politikern, die offenbar horrende Konsulentenverträge gehabt haben." Zumal sie beide nach ihrem Abgang von Hochegger geklagt worden seien, wie Schneider sagt.

Jenewein und Schneider nehmen diesbezüglich auch die von Hochegger als rote und grüne Kontakte genannten Ex-Mitarbeiter in Schutz. So sei der nunmehrige SPÖ-Kommunikationschef Oliver Wagner gerade einmal zwei Wochen bei Hochegger gewesen und habe dann bei Ausbruch der Buwog-Affäre - so wie auch er selbst - die Kündigung eingereicht. Auch der von Hochegger als grüner Kontakt genannte frühere parlamentarische Mitarbeiter Lukas Schrattenthaler sei nur einige Monate bei dessen Agentur gewesen. "Das ist ein Ablenkungsmanöver vom Herrn Hochegger, und das hat er grandios geschafft", kritisiert Schneider mit Blick auf das Medienecho nach dem U-Ausschuss: "Das war exzellent gespint."

"Von untersuchungswürdigen Dingen abgelenkt"

Auch die von Hochegger als Grünen-Kontakt genannte frühere Agenturmitarbeiterin Brigitte Reiter passt wohl kaum in eine Reihe mit Meischberger, Gorbach und Co. Reiter war von 1992 bis 1994 Mitarbeiterin der grünen Bundespartei und kam nach mehreren anderen Jobs 1999 zu Hochegger. "Da ging es nicht um parteipolitische Hintergründe, sondern um Qualifikation", betont Reiter. Außerdem habe nicht Hochegger sie angeworben, sondern sie habe de facto eine "Blindbewerbung" an dessen Agentur geschickt. "Da wurden in einem Rundumschlag von Peter Hochegger in alle Richtungen Leute genannt, um von den wirklich untersuchungswürdigen Dingen abzulenken", kritisiert Reiter ihren Ex-Chef.

Besonders hart ins Gericht geht mit Hochegger die 1999 aus der Politik ausgeschiedene frühere Grünen-Abgeordnete Monika Langthaler. "Der schmeißt mit Dreck um sich und hofft, dass bei Grünen oder Ex-Grünen etwas picken bleibt." Und: "Ich stand nie auf irgendeiner Payroll des Herrn Hochegger." Ihre Firma habe zwar mit der Telekom zusammengearbeitet, aber "die Rechnungen gingen an die Telekom". Einzig ihre Firma Filmhof GmbH habe im Zuge einer längeren Kooperation mit der Telekom einmal eine Rechnung an die Hochegger-Firma Valora gelegt - und zwar 2008. Im darauffolgenden Jahr sei die Rechnung für den Sponsoring-Vertrag dann wieder an die Telekom gegangen. Hochegger wolle mit seinem angeblichen Netzwerk nur verdecken, "wer die wirklichen Gauner waren". (APA)

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Cmd. Ed Straker
00
25.2.2012, 10:41

Ich hab schon seit vielen Jahren keinen Telekom Anschluss mehr! Sonst würde ich mich grün und blau ärgern...

Die Ich AG
00
23.2.2012, 09:20
Mein Beileid

da sitzen wir im selben Boot. Außer die Gebührerhöhungsmitteilungen zur Post tragen tun die echt nichts!

.::.wanderfalke.::.
 
00
22.2.2012, 19:04
Hochegger wirft Nebelgranaten ...

nennt beliebig Namen von Personen, die er als vermeintliche Nehmer anprangert und zieht damit alle zu sich in die Gosse hinunter. Gegen Hochegger ist ein Strafverfahren bei Gericht anhängig. Mit seinen Verleumdungen, die er bewusst mit seinen Aussagen vor dem parlamentarischen UA vollzieht, setzt er weitere Tatbestände.

manto bamminger
01
18.2.2012, 16:47
Das wußte man ja alles nicht, was für eine überraschung

ich finde diese tatsache brandgefährlich.
So viele dinge, die man weiß, seit jahren

aber plötzlich sind sie in den medien, plötzlich ist aufstand.
Jedes thema, wird nur zur ausgewählten zeit behandelt, in die öffentlichkeit reingewürgt.
Die manipulation durch medien ist viel schlimmer als gedacht.
Den invetigativer journalismus ist fast die gefährlichste form, geworden.
Wir sollten für ein paar Wochen jede Form von Zeitung Nachrichten etc meiden, damit wir wieder selbst sehen können.

Volkes-Stimme
10
21.2.2012, 09:10
Cnsulter ist ein Korruptionweg von Berufs wegen.

Man cassiert für hörensagen!

BioLex .
00
18.2.2012, 12:50

das ist doch nett!
normalerweise müssten viele Beamte einige Zeit vielen kleinen Hinweisen nachjagen, jetzt gibts Stoff genug um viele (Straf-)Taten aufzuklären; schön wärs wenn das auch jemand ernst aufarbeitet (ohne Rücksicht auf (politische, parteimäßige) Verluste...
(und ja, einige der erwähnten Sachen werden schon unbedenklich gewesen sein (zB dass vielleicht mal ein paar Bleistifte angespitzt wurden, ohne dass dabei Geld politisch umgeleitet wurde...))

001-007
00
18.2.2012, 15:35
auch in den 43 Seiten der Staatsanwaltschaft gg KHG und Amigos...

kann man auf Seite 4 nachlesen, dass für die gesamte Grasseranklage bei der Staatsanwaltschaft nur fünf polizeiliche Eremittler zur Verfügung stehen (Unmengen von beschlagnahmter Daten, Abhörprotokolle...)

http://www.profil.at/nw1/redir... rasser.pdf

denkreal
00
18.2.2012, 12:21
Relationen

Wie lächerlich erscheinen da doch die emsigen Sparanstrengungen des Staates Österreich. Verkleinerung des Parlaments um ein paar Sitze, Halbierung der Bausparprämie von Omis Bausparvertrag…. Hilfe! Wer steht eigentlich auf der Kommandobrücke? Ist da jemand!

B.Kiddo
01
18.2.2012, 12:02
Ordnung und Chaos liegen nah beieinander

Nicht jede Zahlung Hocheggeres beruhte schließlich auf Scheinrechnungen ohne Gegenleistung und ist somit per se korruptionsverdächtig.
Jetzt gilt es, Übersicht zu bewahren und präzise zu untersuchen und auch zu differentieren.

Denn die Gefahr einer Verwandlung bzw. Pervertierung in ein "Kavalliersdelikt" ist jetzt sehr groß:
"Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert. Oh, du seliges korruptes Österreich!"

Def_izit
00
18.2.2012, 12:36
das dient ja gerade der verschleierung

hermann heinreichstaler
00
18.2.2012, 11:59
"Minister der sein Adressbuch vergoldet"

solch lyrische Begriffe zeigen schön auf wie tief Korruption in der Gesellschaft verankert, ein elementarer Bestandteil der Kultur und Identitätsstiftend.

Kontrahent1
00
18.2.2012, 11:56
'Die sie riefen, den Geist,

werden sie nun nicht los'. Ich hatte ja schon bei Elsner auf ein paar Informationen gehofft (Aber der wollte in seiner Zelle wohl überleben;-)

pussycat.1337
00
18.2.2012, 11:52

das hat mit lobbyismus nichts mehr zu tun, das ist primtivste bestechung. alle beteiligten einkastlen bitte!!!

O5
03
18.2.2012, 11:35

Der Artikel fasst Hocheggers Nebelgranaten schön zusammen. Um von der schwarzbraunen Korruption abzulenken ein paar unqualifizierte Beschuldigungen in Richtung rot und grün loslassen und schon ist das Schlimmste verhindert. Die Medien sind ja dumm genug das gleichzusetzen.

Trombone53
 
00
18.2.2012, 11:34
Nichts, als die Wahrheit!

Herr Hochegger sagen Sie die Wahrheit, aber bitte die, die wir gerne hören!

Seria
00
18.2.2012, 11:31

Hochegger sollte alle seine Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben und längere zeit in Urlaub gehen

die Großmutter
01
18.2.2012, 12:03

Er soll munter weiter plaudern.

Radio Eriwan
02
18.2.2012, 11:53
Es folgt ein Verfahren wegen Abgabenhinterziehung.

Entweder bei Hochegger oder bei denen, die sich öffentlich gewehrt haben.

B.Kiddo
00
18.2.2012, 12:05
Hochegger & Co

werden bald Kartnig Gesellschaft leisten; dort können sie dann, in geschütztem Rahmen, DKT spielen und mit dem Geld nur so um sich werfen ...

legal eagle
 
00
18.2.2012, 11:37

solang der urlaub in stein verbracht wird...

Kontrahent1
00
18.2.2012, 11:54

wenns ein Richter sagen würde...

Dissident
 
16
18.2.2012, 10:59
In Österreich gibt es eine Überbewertung von Intelligenz/Schlauheit/Geriessenheit und eine beschämende Unterbewertung von Charakter.

Die kriminelle Energie, die in dieser ganzen Blase von (fast ausschließlich) Akademikern steckt, zeigt, dass unser ganzes Bildungssystem auch unter dem Gesichtspunkt eines gelebten Wertesystems zusammenbricht. Während die einfachen Mitarbeiter von Telekom/BUWOG u. a. fleißig "hackeln" müssen und die Kunden (ich bin zum Glück keiner) im Glauben an die Integrität des Managements dieser halbstaatlichen Unternehmen ihren Beitrag leisten, sind indessen oben richtige "Gauner im Frack" am Werk. Dabei haben Hochegger & Co noch Glück: Noch geht es den Menschen in diesem Land so gut, dass sich Wut nur in Postings manifestiert. Aber das muss nicht immer so bleiben.

Reaktion1
00
18.2.2012, 12:39
..Unterbewertung des Charakters ...

....ein nicht unwesentlicher Punkt für die derzeitige Situation in Österreich. Hätte das Land mehrere verantwortliche Personen mit sittlichem Charakter und Übung im Umgang mit der Wahrheit, würde vielleicht auch der Mut f. Veränderungen aufgebracht werden. Dazu bedarf es einer UNTERORDNUNG der Bedürfnisse des einzelnen unter jene der Gemeinschaft.

sagdiewahrheit
00
18.2.2012, 12:12
es wird

Sicher bald mehr als Wut Postings auf diese Menschen zukommen, dann haben sie wieder Bodyguards.irgendwann wird vielleicht ein umdenken kommen...... Wenn sich die großen genug blutige nassen geholt haben! Wahrscheinlich nur dann!!

Anonymus veröffentlicht im großen Stil Adressen und Telefonnummern, andere lesen dass und die arbeitslosen werden es ausführen, die die ohne Grund arbeitslos sind!

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