Verfahren

Vertragsverletzungen: Ungarn übermittelte EU-Kommission Antwort

17. Februar 2012, 14:52

Nun Beurteilung durch Brüsseler Behörde - Vertragsverletzungsverfahren wegen Orbans einschneidender Reformen eingeleitet

Brüssel - Ungarn hat Freitagnachmittag die Antworten auf die von der EU-Kommission eingeleiteten drei Vertragsverletzungsverfahren an die Brüsseler Behörde übermittelt. Dabei geht es um die Unabhängigkeit der Zentralbank, der Datenschutzbehörde und der Justiz. Die Angelegenheit wird nun von der EU-Kommission mit Dringlichkeit behandelt.

Die ungarische Regierung sandte der Kommission auch die Antworten auf zwei Zusatzfragen über das Funktionieren des Justizsystems und die Lage der Medien. Es habe ständigen Kontakt einerseits mit der Kommission und andererseits zwischen Ministerpräsident Viktor Orban und Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso gegeben, teilte ein Sprecher Orbans am Freitag in einer Erklärung mit. Das Schreiben nehme Bezug auf diese Konsultationen. Nun gehe es darum, dass die Kommission das Schreiben Ungarns bewerte.

Analyse durch Kommission

Aufgrund früherer Erfahrungen erwartet die ungarische Regierung eine objektive, unparteiische und gesetzlich einwandfreie Analyse durch die Kommission. Budapest betont, dass Ungarn sich den Europäischen Werten verpflichtet fühle und den Dialog mit allen EU-Institutionen weiterführen werde.

Die Frist für die Antwort aus Ungarn wäre im Lauf des Freitag abgelaufen. Zu Mittag hatte sich eine Kommissionssprecherin noch zuversichtlich gezeigt, dass das Schreiben aus Ungarn rechtzeitig eintreffen werde.

Über den Inhalt der Antwort wurde seitens der ungarischen Behörden keine Angaben gemacht. Sobald die Texte aus dem Ungarischen übersetzt werden, kommt es zur Prüfung durch die Kommission. Weitere Schritte seien dann von der Analyse der Brüsseler Behörde abhängig.

Sollte Ungarn auf die Bedenken der Kommission nicht eingegangen sein, kann die EU-Behörde nach einem weiteren Mahnbrief die Fälle an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) verweisen. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 32
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Alexander Patjomkin
33
21.2.2012, 21:56
Bitte beschäftigt Euch mit Greechenland..

dort wird die EU gerade in Grabe getragen. Dass Ungarn eine ideale Sündenbock ist, das kann ich noch verstehen (ist ja mit Feinden umzirkelt).
Aber dass sowas ein Dauerbrenner werden kann, dass zeugt von der Einstellung der Redaktion und der
Unfähigkeit der Poster Wichtiges und Unwichtiges zu unterscheiden.

globetrottel
34
21.2.2012, 22:02

Ja, wirklich wahr aber auch : Alle, alle Feinde rundherum sind sooo viel böseböse zu uns aufrechten Ungarn !

Janosch bacsi
90
17.2.2012, 22:54
Keine Bange!

Spätestens 2014 wird der EU-Spuk für Ungarn vorbei sein.

Erika Rothen
02
23.2.2012, 18:11
Es ist unglaublich! Was glauben Sie, wieviele Milliarden die EU

allein über die Strukturhilfe nach Ungarn gepumpt hat? (wenn ein großer Teil davon nicht beim Volk ankam sondern in Prunkvillen und Protzlimousinen eurer Bonzen floss, dann ist das der EU wohl kaum anzulasten!)

Meinen Sie vielleict, der Putin lässt sich auch so abzocken von euch? Ihr werden euch wundern: Geld schickt der euch sicher keines; höchstens Panzer, wenn ihr ihm deppert kommts...

peak oil
02
18.2.2012, 08:06
ah, jetzt kommt's raus:

ungarn will sich wieder an russland orientieren ;)

Bagolyvár
10
21.2.2012, 11:42
Ist Janosch bacsi Ungarn?

Ich nehme an entgegen Ihnen vertritt er seine eigene Meinung. Oder?

Alexander Patjomkin
60
20.2.2012, 11:40
Das wäre eine sinnvolle Alternative.

Die EU gurgelt schon. Die Ungarn kennen die Russen. Sie haben nie gedacht, dass nach den Russen noch etwas schlimmeres kommen könnte. Jetz wissen sie aber, und sie sind lernfähig.

Felix Meritis
15
22.2.2012, 08:49

Klar, im Vergleich zur EU heute waren das russische Niederwalzen der 1848 Revolution und des 1956 Aufstand ein reiner Klacks. Die russische Marionette Rákosi war im Vergleich zu Barroso ein wahrer Humanist, nicht wahr Towarischtsch?

Alexander Patjomkin
10
23.2.2012, 16:00
Lieber Hr. Meritis, Ihr Irrtum bez. 1848 darf nicht unbeantwortet bleiben.

So war es damals: Die Habsburger hätten die ungarische Revolution nicht niederwerfen können. Deswegen haben sie den russischen Zar um Hilfe gebeten. Er war auch bereit zu helfen (er wollte auch nicht, dass die Revolution auf Russland übergreift), aber mit einer Bedingung: nach dem Niederschlagung der Revolution darf es keine Blutrache und Hinrichtungsorgie geben. Die Habsburger haben das versprochen, aber (natürlich, wie wir alle wissen) nicht eingehalten. Dass Sie die ungarische Geschichte nicht kennen ist ok, aber die eigene? Oder wurden Sie falsch informiert? Alle 13 generäle wurden in Arad am 6.Oktober 1949 hingerichtet, usw...usw...usw...

Felix Meritis
02
23.2.2012, 16:20

Ja, ja, das weiß ich alles. Tatsache ist, dass Russland die ungarische Revolution vernichtet hat. Genauso wie die Russen, als SU getarnt, den Ungarnaufstand '56 niedergeschlagen haben. Voilá, diesmal sogar mit Hinrichtungen und allem drum und dran.

omar chamra
00
20.2.2012, 14:42
Das verkündet auch die ungarische neonazistische Jobbik Partei

der Unterschied ist folgender, die Rote Armee hat die Revolution 1956 niedergeschlagen. Über den Beitritt zur EU haben die Ungarn abgestimmt. Es ist nicht zu erwarten, dass eine Mehrheit den Neonazi folgen und für einen Austritt stimmen würde´.

Bagolyvár
20
21.2.2012, 11:28
Ob Tanks oder Banks?

Wo ist da der Unterschied?

get smart
02
21.2.2012, 13:34

In der fehlerhaften Pluralbildung.

omar chamra
20
20.2.2012, 14:36
Patjomkin, Sie meinen die EU ist schlimmer als die UdSSR

denn es waren nicht "die Russen" sondern die Rote Armee, welche die Revolution 1956 niedergeschlagen hat. Dazu passen die Transparente, welche beim Solidaritätsmarsch mit Orbán mitgetragen wurden, wo die EU in einen Mistkorb geworfen wird u.ä.m.
Das ist die Ansicht der Jobbik-Neonazi, die ja den Austritt Ungarns aus der EU befürworten. Die völkische Fidesz aber spricht mit zwei Zungen. Im Ausland betonen sie, dass sie froh sind zur EU zu gehören, im Inland aber lassen sie marschieren hinter EU-feindlichen Transparenten.

Bagolyvár
11
21.2.2012, 11:34
Das Transparent haben Sie schon

in der antisemitischen Variante verheitzt. Hätten Sie nicht irgendwo eins? Unter den Tausenden, die getragen wurden, müsste doch noch zweites aufzutreiben sein. Und weiterhin: faschistisch...

Janosch bacsi
40
18.2.2012, 22:38

Schon möglich. Aber diesmal freiwillig und vollkommen richtig, an Russland und nicht die Sowjetunion.

I. O.
00
19.2.2012, 15:48
Aber ob Putin nicht ein Nummer

zu Groß für Orban?

globetrottel
68
18.2.2012, 00:04

...und dann könnt ihr endlich so einen richtig schönen Fascho-Staat machen,gell?

Alexander Patjomkin
20
20.2.2012, 11:42
das sagt ein Österreicher, deren Vorahnen....

wissen Sie ja, was ich meine.. damals am Heldenplatz...
Wirklich lächerlich.

globetrottel
01
20.2.2012, 19:21

Werter Patjomkin, erstens irren Sie sich bezüglich meiner Herkunft und daher meiner Ahnen ziemlich kräftig.

Zweitens - WÄRE ich jemand, dessen Eltern oder Grosseltern am Heldenplatz Herrn Schicklgruber zugejubelt haben : Wäre ICH dann ein Naxi ? Hätte ICH dann keine Berechtigung, gegen Faxos aufzutreten ? Warum ?

Alexander Patjomkin
00
23.2.2012, 16:03
Weil es unglaubwürdig wäre.

globetrottel
00
23.2.2012, 23:07

Warum ? Sippenhaftung ?

omar chamra
00
20.2.2012, 14:38
Patjomkin habe ich Sie richtig verstanden. Sie werfen

den heutigen Österreichern vor, weil so viele vor 74 Jahren am Heldenplatz Hitler zugejubelt haben?

Bagolyvár
20
21.2.2012, 11:37
No,

Sie werfen die Ungarn auch in einem Topf, wo liegt da der Unterschied?

Halász János
42
18.2.2012, 20:08

Von Ihnen habe ich auch schon Beiträge mit mehr Niveau gelesen...

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