"Piraten"-Suchergebnisse

Musikindustrie prüft Klage gegen Google

Bericht | 17. Februar 2012, 13:55
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    screenshot: google

Suchmaschine soll Seiten mit "illegalen" Angeboten filtern - Google: Technisch nicht möglich

Der internationale Musikverband IFPI droht Google mit einer Klage, berichtet die Handelszeitung. Im Juli sollte die Rechtsabteilung des IFPI ein "höchst vertrauliches" Gutachten erstellen, ob man gegen Google eine Kartellrechtsklage einleiten kann. Dieses Dokument liegt der Handelszeitung vor.

Google soll Filter einbauen

Der Grund für das Gutachten ist die Art und Weise, wie Google seine Suchergebnisse präsentiert. Links zu Raubkopien werden genauso dargestellt, wie Links zu "legalen" Angeboten. Der IFPI fordert von Google, einen Filter einzubauen, der "illegale" Seiten erkennt und diese hinter offizielle Musikangebote reiht. Google meint, dass das technisch nicht möglich ist.

Entgegenkommen

Google kam letztes Jahr der Musikindustrie bereits entgegen. Die Suchmaschine bietet der Unterhaltungsindustrie Online-Suchmasken an, mit denen Massenanfragen möglich sind. Die Anwälte des IFPI durchforsten damit die Suchergebnisse von Google und lassen Links entfernen, die auf Seiten mit "illegalen" Downloads verweisen. Auch Googles Blog-Plattform Blogger wird durchsucht und Blogs, die "illegale" Downloads oder Links zu Raubkopien veröffentlichen, werden gelöscht.

5 Millionen Links gelöscht

Laut Handelszeitung wurden im vergangenen Jahr zwischen August und Dezember 460.000 Treffer zum Löschen gemeldet. Zudem wurden hunderte Blogger-Seiten geschlossen. Insgesamt wurden laut Google-Sprecher 2011 fünf Millionen Urheberrecht-verletzende Links gelöscht. Zusätzlich meldet der IFPI Google Links zu Pirate Bay oder Werbung für mögliche Raubkopien auf Google.

Nicht genug

Doch all das reicht dem IFPI nicht. Der Musikverband möchte, dass Google seine Suchergebnisse nach ihren Vorstellungen präsentiert und wird versuchen, die Forderungen mit Klagen durchzusetzen. Im Jänner veröffentlichten IFPI und RIAA einen "Voluntary Code of Practice". Die Unterhaltungsindustrie schlägt den Suchmaschinen darin noch vor, Filesharing-Seiten freiwillig aus den Ergebnissen zu löschen und "legale" Alternativen in den Ergebnissen nach oben zu reihen. (soc)

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Posting 1 bis 25 von 87
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Unbekannter
01
24.2.2012, 07:51
Forderung

"Der IFPI fordert von Google, einen Filter einzubauen, der "illegale" Seiten erkennt und diese hinter offizielle Musikangebote reiht."

Das hört sich so an, als würde die MI auch noch kostenlose Werbung für ihre Produkte haben wollen...

Samhain
04
19.2.2012, 21:47

Na, ich hoffe Google nimmt den Kampf auf und versenkt die Musikindustrie.

Zitronenbaum
01
20.2.2012, 15:00

Die sind vermutlich eh die einzigen, die das schaffen könnten, lol. :'D

arthur birago
01
19.2.2012, 17:27
...

diese geldgierigen Musik Unternehmen geben mir taeglich einen grund meine Musik runterzuladen.

Archi
01
19.2.2012, 16:27
das ist ja an frechheit kaum mehr zu überbieten!!

Don Quixote1
00
19.2.2012, 14:23
Statt einen zeitgemäßen Service anzubieten, möchten sie das Internet zerstören.

Keine Produkte neu kaufen! Nur 2nd Hand!

Da könnten die Konsumenten was ausrichten.

Er staunt
09
19.2.2012, 13:45

Recht so! Und bitte auch gleich die Österreichische Post als Terrororganisation (hat immerhin Briefbomben transportiert und daran verdient) anklagen und die Assets verstaatlichen, sowie sämtliche Telekom-Provider wegen Beihilfe zu diversen Straftaten (ich nehme mal an, nicht alle Politiker sind A1-Kunden) verurteilen. Und wenn wir schon dabei sind, bitte auch gleich die ASFINAG und die ÖBB, denn auch deren Infrastruktur wird regelmäßig von Kriminellen zur Durchführung ihrer illegalen Tätigkeit benutzt. Und an den überschlauen Bundesstraßenbenutzer unter den Gesetzlosen könnte man sich schadlos halten, indem man auch gleich die Tankstellen und Autohersteller belangt, evtl. sogar die E-Wirtschaft (ohne Strom auch kein illegaler Download...).

Bastian Balthasar Bux
00
24.2.2012, 21:00
"Österreichische Post als Terrororganisation"

nicht wegen der briefbomben, sondern wegen der schliessung der postämter. das ist wahrer terror.

sicha net
00
19.2.2012, 13:15
Steht sowieso schon mit einem Bein im Grab

die Musikindustrie!

Allmächtiger Satan
12
19.2.2012, 10:38

Als nächstes verklagen wir das Telefonbuch, weil dort auch Verbrecher gelistet sind.

Dr.Check-iLL
11
19.2.2012, 09:06

Mir kommt vor die Musikindustrie so als ganzes gesehen ist wohl das dümmste was es gibt im Moment. Anstatt die Möglichkeiten von Internet und Suchmaschinen gewinnbringend für sich zu nutzen sind die nur auf Streit aus.
Wie peinlich ist das, wir müssen unsere Forderungen mit Klagen durchsetzen. Erinnert auch irgendwie an eine extrem peinliche Faulobst Firma. Aber egal.
Wenn ich Google wäre würde ich einfach jeglichen Content der Links zu Daten der Musikindustrie präsentiert sofort blocken. Weil so wie es aussieht halten die ja eh nichts von Google und deren Möglichkeiten.

von Weichbirn
01
19.2.2012, 11:08

Eine Suchmaschine, die absichtlich content blockt, der für den großteil der Menschheit hochinterressant ist, aber ein paar monopolistischen Konzernen ein Dorn im Auge ist, ist dem Untergang geweiht.

von Weichbirn
00
19.2.2012, 11:12

Sry wollte eigentlich nicht ihnen antworten sondern regulär posten, lg

FAIL
00
19.2.2012, 09:05
wenn google verliert, ...

... hoff ich, dass sie einfach JEGLICHE suchanfrage verwerfen, die auch nur irgendwie copyrightgeschütztes material betrifft.

Nessus
00
19.2.2012, 10:30
Da können aber sämtliche Suchmaschinen gleich zusperren

Es gibts ja nichts, was nicht irgendwen irgendwo auf der Welt stören könnte - besonders, wenn er vielleicht damit Geld rausschinden kann.

Mayhem_Mike
13
19.2.2012, 04:45
Tja liebe Leute

jetzt liegt es an euch.

Wer deren Zeug kauft oder downloaded unterstützt nun offiziell den Krieg gegen unser Grundrecht der Meinungsfreiheit.

Also lasst die Kaufkraft sprechen....

Schwingschnelle
00
19.2.2012, 12:26

Jawoll! Kauft keine geschützten Inhalte, unterstützt keine Verbrecher!

Mayhem_Mike
00
20.2.2012, 13:27
So war es nicht gemeint

Nicht jedes Label ist bei der IFPI.

Sir Harry....
19
18.2.2012, 22:48
ich habe alle meine CD's gekauft: über 400 an der Zahl...

und wenn die Tausch Börsen verschwinden, ist es mir völlig egal...

Aber das, was gerade abläuft, macht mir ganz grosse Sorgen:denn ich sehe diesen Kampf gegen Piraterie als Angriff auf das Internet, das wir kennen.

Sind die Zensur Mechanismen einmal eingebaut, wird es ganz schnell einem Vorfall geben, der es nötig machen wird, ihn für andere Zwecke zu verwenden: zu guten, versteht sich...

Chemolithotroph
03
18.2.2012, 22:38

Wenn ich mir anschau, was ich da seit Jahren mit meinen CD Käufen finanziere, sollte ich vielleicht doch auf die Seite der Downloader wechseln...

http://www.youtube.com/watch?v=dBLZOlUfWQk

Des is so - und nicht anders..
 
16
18.2.2012, 20:43
Bitte entmachtet endlich irgendwer die Content-Mafia!!!

..dieser Schwachslnn ist ja nicht auszuhalten ... seit Jahren immer wieder neue Frechheiten....

Lobbyismus in seiner perversesten Form!

Sir Harry....
12
19.2.2012, 00:06
Ich schätze, die werden viel erfolgreicher sein,

als die Justizminister mit ihrem "Kampf gegen Kinderpornografie"...

Wenn ich lese, was die Musikindustrie bereits erreicht hat, im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen, so stehen mir die Haare zu Berge.

Vielleicht hätte man im "Kampf gegen Kinderpornografie" nicht die Menschenwürde und körperliche Unversehrtheit der Kinder einklagen sollen, sondern ihre Rechte an den Bildern: dann wären die "Sümpfe" schon längst trocken gelegt...

Rechtsanwälte haben ganz offensichtlich mehr Macht und Einfluss, als Staatsanwälte. Also sollen die missbrauchte Kinder nur noch ihre Rechte an eine renommierte Anwahltskanzlei in New York abtreten: dann kommt Bewegung in die Sache.

Knochenmann
15
18.2.2012, 20:29
Wenn ich Google wäre würde ich den Bitten nachkommen.

Und als Danke schön würde ich auch noch alle Seiten aus dem Such Index entfernen aus dem die Kontentnazis ihr Geld beziehen.

grifter
10
19.2.2012, 11:05

Das Problem ist, dass die Seiten der Contentindustrie kaum jemanden interessieren und für ihr Geschäft nicht maßgeblich sind. Damit würde man ihr nicht weh tun.

Die einzige Möglichkeit den Terror zu verringern ist, ihr den Geldhahn abzudrehen, also keines von ihren Produkten zu kaufen.

FAIL
00
19.2.2012, 09:07
genau mein gedanke ...

... und wenn wir beide das schaffen, wird sich das ja wohl hoffentlich wer bei google auch denken.
die contentindustrie richtet sich schon selber ...

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