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Smart Grids – die Stromnetze der Zukunft

20. Februar 2012, 16:39

Mit intelligenten Netzen und Stromzählern sollen in Zukunft Konsumenten selbst Strom erzeugen können und so zu aktiven "Prosumern" werden

Die Zukunft der Netze setzt auf intelligentes Netzmanagement auf Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Welt der Energie hat sich neuen Zielen zugewandt: Durch den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien und die Hebung von Effizienzpotenzialen sollen Klimaschutz und ein Verzicht auf die begrenzten fossilen Energieträger ermöglicht werden. Damit diese Ziele mit einer synchronen Systemänderung erreicht werden können, müssen nicht nur der Aufbau neuer Erzeugungskapazitäten, sondern auch ihre Integration bewältigt werden. Dadurch kann eine unterbrechungsfreie und bedarfsadäquate Energieversorgung aufrechterhalten werden.

Häuser als Strombezieher und -erzeuger

Smart Grids, „intelligente Netze", werden eine entscheidende Komponente der Energieversorgung der Zukunft sein. Ergänzt werden sie durch smarte Märkte und smarte Verbraucher. Smart Grids tragen im Wesentlichen Verantwortung dafür, dass in den flächendeckenden Verteilernetzen ausreichend Netzkapazitäten für alle Stromerzeuger und Strombezieher vorhanden sind. Denn in Zukunft wird jedes Haus nach Möglichkeit nicht nur Strom beziehen, sondern auch selbst Strom erzeugen und ins Netz einspeisen können. Insofern gibt es auch keine Standardlösung für Smart Grids, sondern diese bestehen aus einer Vielzahl von vernetzten IT-Systemen und intelligenten Netzkomponten, die schrittweise aufgebaut werden sollen.

Passive Stromkunden werden zu "Prosumern"

Netzbetreiber sind aus ihrem Selbstverständnis dafür verantwortlich, für den Transport der Energie zu sorgen, nicht aber für ihre Bereitstellung. In einem Smart Grid hingegen müssen Netzbetreiber sowohl bei der Bereitstellung von Energie als auch im Bereich der Verwendung Eingriffe tätigen können, um die Stabilität des Netzes zu gewährleisten. Die dafür erforderlichen Daten müssen von Messpunkten des Netzes, beispielsweise den smarten Zählern der Strombezieher/Erzeuger bereitgestellt werden. Ein Smart Grid benötigt daher parallel zum Stromnetz immer auch ein Datennetz gleicher Ausdehnung und Betriebssicherheit, über das ein Management der Netzkapazität erfolgt. Dieses Management muss den Stromkunden und Stromeinspeisern durch smarte marktgerechte Angebote Vorteile bringen, damit es sich durchsetzen kann. Der bisher weitgehend passive Stromkunde wird zum aktiven so genannten „Prosumer".

Die E-Wirtschaft und ihre Kunden bewegen sich unter diesen Voraussetzungen von der bisher verbrauchsorientierten Erzeugung hin zu einem erzeugungsorientierten Verbrauch. Damit die Umgestaltung möglichst großen Nutzen für die Energieunternehmen und deren Kunden bringt, wurde im Mai 2008 die „Österreichische Smart-Grids-Technologieplattform" gegründet. In dieser arbeiten Partner aus der Industrie, der Energiewirtschaft sowie der Forschung zusammen. Die Plattform legte Ende 2009 die „Roadmap Smart Grids Austria" vor. Schon derzeit hat das Thema „Smart Grids" erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für Österreich. Die Wertschöpfung in diesem Bereich wird auf etwa 550 Millionen Euro geschätzt, das jährliche Wachstumspotenzial auf etwa zehn bis 15 Prozent. Rund 3.300 Personen sind mit der Entwicklung einschlägiger Technologien befasst.

Smart Meter als Stromzähler der Zukunft

Eine wichtige Rolle beim Management der Smart Grids spielen „intelligente" Stromzähler (Smart Meter), die im Haushalts- und Gewerbebereich die bisher üblichen Ferraris-Zähler ersetzen. Bis 2018 sollen nach den Plänen der EU schrittweise mindestens 80 Prozent der Endkunden mit „Smart Meters" ausgestattet sein, die fernauslesbar und in einem bestimmten Rahmen auch fernsteuerbar sind. Im Rahmen von Pilotprojekten haben die österreichischen Elektrizitätsversorger bereits etwa 100.000 Smart Meters bei ihren Kunden installiert und umfangreiche Erfahrungen gesammelt.

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    foto: evn

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