"Lucky Lugner" und der "eigene Stall"

17. Februar 2012, 11:56
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Die "FAZ" spricht von der "bisserl engen Republik", "Focus" über die Mille Reingewinn und alle von Brigitte Nielsen

Originalität wurde nicht nur am Opernball, sondern auch in der internationalen Berichterstattung groß geschrieben. Der "Spiegel Online" etwa zitiert Brigitte Nielsen, Opernballbegleiterin von "Lucky Lugner", wörtlich: "Es ist eine wunderbares Abend und ich bin voll von Emotionen. Oh mein Gott, mein Herz explodiert", sagt die Begleitung des Baumeisters. Dann gibt es auch noch Fakten: 2011 hätten 1,52 Millionen Österreicher die Eröffnung des Opernballs im Fernsehen mitverfolgt, nur eine Nachrichtensendung über den Atomkraftwerk-Unfall in Fukushima habe mehr Zuschauer gehabt. 

Für "Welt.de" wiederum "mörtelt Nielsen auf dem Opernball". Richard Lugner habe aber große Konkurrenz bekommen und sei längst nicht mehr der Einzige, der mit Prominenz am Opernball Aufmerksamkeit errege. Dass der Ball durchaus international sei, werde etwa anhand von Boris Becker, Lothar Matthäus und Topmodel Helena Christensen bestätigt.

Fokus Reingewinn

"Focus Online" lässt sich von Opernballorganisatorin und Bankiersgattin Desirée Treichl-Stürgkh über die satten Einnahmen des Balls informieren: "Die 1,1 Millionen Euro, die an dem Abend eingespielt werden, kommen direkt der Oper zugute. Das bedeutet im weitesten Sinne auch eine Entlastung für den Steuerzahler." Eine Absage wegen des jüngst geschnürten Sparpakets sei nicht in Frage gekommen.

Die "FAZ" schreibt über Österreichs Ballnacht des Jahres: "Weil es ein bisschen, also bisserl, eng ist in der Republik, freut man sich auch über jeden Gast, der nicht aus dem eigenen Stall kommt. Da wollen wir mal nicht so sein. Darum dürfen auch die kleinen Enkelkinder durch die Reihen laufen und die Erwachsenen an den Hosen ziehen und fragen: 'Und wer bist Du?'"

"Bild.de" nennt Brigitte Nielsen "Lugners Lady in Red" und berichtete ausführlich über "den wichtigsten Ball in der Ösi-Hauptstadt". Was sich noch so Großes berichten lässt: "Außerdem mit dabei: der ehemalige James-Bond-Darsteller Sir Roger Moore (84). Diese beiden waren persönlichen Star-Gäste des 79-jährige Wiener Bauunternehmer Richard Lugner, der sich jedes Jahr für eine fette Gage prominente Begleitung an seine Seite bucht." (red, derStandard.at, 17.2.2012)

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    Richard Lugner und sein Stargast Brigitte Nielsen waren auch in Deutschland das bestimmende Thema. Ob das bedenklich stimmen sollte?

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