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vergrößern 500x332Während in kleineren Gemeinden das Salzstreuen aus Kostengründen oft stark reduziert wird, sieht es auf Autobahnen, Schnellstraßen und in Ballungsräumen im Winter aus, als gäbe es eine Mindestabnahmepflicht für Streusalz. Wenn in Wien ein Auto drei Tage an einem stark befahrenen Straßenstück steht, ist es mit einer dicken Salzkruste überzogen, genauso nach einer längeren Autobahnfahrt.
Gleichzeitig schnellen die Feinstaubwerte an den Messstellen in die Höhe, dass man etwa in Graz schon ab 13. Februar das Autofahren für den Rest des Jahres ganz einstellen müsste, weil die entsprechenden EU-Jahresgrenzwerte bereits überschritten sind (VCÖ). Auch vom Salzstreuverbot in Wien, das in der heutigen Form seit 2003 besteht, ist subjektiv nicht viel zu bemerken. Erstens gibt es viele Ausnahmen, zweitens kann es, wenn es richtig kalt ist, ganz außer Kraft gesetzt werden.
Streusalz wird zwar angefeuchtet, bevor es ausgebracht wird, weil es dann nicht verweht wird und besser wirkt, aber wenn es auftrocknet, ist der Salzstaub viel feiner und chemisch aggressiver und entsprechend gefährlicher als herkömmlicher Straßenstaub.
Klar, das Interesse, dass der öffentliche Verkehr unter allen Umständen funktioniert und die Transportwirtschaft ihrer Aufgabe nachkommen kann, liegt auf der Hand. Und die Sicherheit des Verkehrs muss natürlich auch gewährleistet werden. Es könnte aber nicht schaden, das Thema Streusalz wissenschaftlich zu durchleuchten, zum Beispiel wie man mit der halben Salzmenge einen ähnlichen Effekt erzielt, schließlich verdoppelt Streusalz mitunter den Bremsweg. Das Geld, das man in nur einer Woche einspart, wäre wahrscheinlich schon das Budget für eine ausführliche Untersuchung. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/17.2.2012)
aber ich kann mich an die Schneehaufen erinnern, die früher per LKW in den Wienfluss gekarrt wurden. An die Schneeräumfahrzeuge, die den .... ja! Schnee *geräumt* haben. Heute fahren die drüber. schütten hinten das Salz drauf und du schlitterst wie ein Wilder - mehr als bei jeder geräumten Straße. Ganz abgesehen von den im Artikel erwähnten Nachteilen sehe ich auch die vielen toten Alleebäume zB am Ring: Dort steht glaube ich kaum noch ein Baum in der ersten Reihe (am Ring), der älter als 20 Jahre ist.
Aber: Haben wir nicht eine Grüne Verkehrsstadträtin? Frau Vasilakou? Regierst du schon oder opponierst du noch?
Danke an Herrn Skarics, dass er sich des Themas annimmt. Allerdings wäre es noch zu erweitern: Winer Gehsterigräumfirmen rasen über diesselben und werfen mit Salz/Splittmischungen um sich, während sie neben der Räumspur durch Verdichtung eine Eisspur von ihren Reifen hinterlassen.
bevor ein Arbeiter des Winterdienstes eine Stunde lang 15 Meter Gehsteig abspachtelt und in dieser Zeit womöglich bei Nacht und auf Überstunden mit allen Nebenkosten zwischen 20 und 30 Euro Lohnkosten verursacht, ist es weit kostengünstiger diesen in 5 Minuten maschinell zu räumen (kostet 10 Euro) und 5 Kg Salz (sehr üppig bemessen kostet 75 Cent) zu streuen. Und was glauben Sie, für was sich ein Hauseigentümer oder gar eine Hausverwaltung entscheiden wird? Da ist natürlich jedem das Hemd näher als der Rock.
Und jetzt rechnen Sie das noch auf die Gemeinde Wien um. Es ist weit günstiger den Schnee mit Salz wegzuschmelzen wo er von alleine als Wasser in den Kanal rinnt anstatt ihn mit teuern CO2 ausstossenden LKW in den Donau zu kippen
das ist wie mit dem schulbudget.
also wenn die menge salz nicht verbraucht wird, gibts im nächsten jahr weniger budget,...fertig
deswegen wird halt wie irre das salz rausgehauen.
Ich habe schon, Salzstreuwagen bei trockener Straße, plusgraden (für die nächsten tage auch angesagt) gesehen.
Im Klostertal brauchst du ein winterauto (alle 3 jahre)
Du wechselst die reifen, ich das auto.
Aber ja bitte dieser Sache etwas mehr auf den Zahn fühlen,...abgründe werden sich auftuen.
Salz wird deshalb manchmal bei Plusgraden oder bei trockener Strasse gestreut wenn Schneefall vorausgesagt wird. Man verhindert einerseits ein anfrieren der untersten Schneeschicht an der Fahrbahn, die Schneeschicht lässt sich daher durch diese Tauschicht besser mittels Schneepflug von der Strasse räumen, andererseits braucht man in Summe viel weniger Salz, weil sich nach der mechanischen Räumung keine dicke Eisschicht auf der Fahrbahn befindet die nur mit viel Salz weggetaut werden kann. Nun erwischen die Meteorologen die Vorhersagen nicht immer genau und da ist schon manches in die Hosen gegangen.
Doch an höchster Stelle steht da immer noch der Spargedanke. Bei 2 cm Schnee wie wir es im Osten gewohnt sind ist das günstiger. Bein 20 nicht
Steigen wir um auf Streusplit. Steinschläge im Lack, kaputte Windschutzscheiben, zwei Tage Scheefahrbahn auf Autobahnen statt drei Stunden wo ganz Ostösterreich steht, Feinstaub, Schleudergefahr durch Rollsplitt, Kehrkosten......
Dann gab es einige Jahre Lobby-Arbeit in denen er bei den Rule Makern ein&aus ging und 2003 wurde dann das Salzstreuverbot defakto aufgehoben. Und seit 2003 klingeln beim Androsch die Millionen und es werden die Strassen im Winter gesalzen, dass man nur so staunt. Mit Sicherheit hat das nichts zu tun.
Denn dieser Schnee-Salz-Matsch ist tlw. sogar viel rutschiger als wie einfacher Schnee. Schnee einfach wegkehren oder auf Seite schaufeln/schieben würde völlig reichen. Aber dann macht der Androsch ja kein G'schäft mit seinen Salinen.
Ich habe heuer einen LKW Zug (25 Tonnen) Salz zu einem attraktiven Preis bei einer sehr bekannten Baumarktkette gekauft der das Salz von einem oberösterreichischen Grosshändler bezieht. Siehe da, der LKW kam direkt aus Bosnien.
Nix da Androsch...
Allerdings wäre mir Salz aus Österreich lieber gewesen.
Und genau dieser Großhändler dürfte der sein, der sich darüber beschwert (mMn zu Recht) daß er zwar günstiger als die Salinen ist, das Streusalz aber trotzdem immer beim Androsch gekauft wird.
Kein Lobbying? Keine Korruption? Wer's glaubt ...
kaufe lieber in Österreich, das leiste ich mir wo ich kann.
Freuen wir uns lieber, dass österreichische Behörden noch in Österreich kaufen, für mich ist das weder Lobbyismus noch Korruption. Das Gegenteil wäre ein totaler Ausverkauf der Heimat.
Vor noch nicht allzulanger Zeit gab es noch in österreich das Salzmonopol, da durften wir nicht einmal einen Salzstreuer für das Frühstücksei mit nach Österreich über die Grenze bringen.
wo ist die Korruption wenn österreichische Behörden in Österreich kaufen?
Wir sollten uns freuen, dass die Österreichischen Salinen Androsch gehören und nicht schon den Arabern oder Amerikanern.
Wieviel österreichische Infrastruktur wurde schon durch kurzsichtige Kommunalpolitier in ihrer Profitgier ausländischen Eigentümern in die Hände gespült?
Wie schaut es denn eigentlich mit der Haftung aus? Kann ein Autofahrer, dessen Wagen wegen Vereisung der Straße in Rutschen kommt und dabei beschädigt wird, in irgendeiner aussichtsreichen rechtlichen Form Rückgriff auf die Stadt Wien nehmen, sollte es nachweisbar sein, dass eine (unter normalen Umständen vermeidbare und deswegen nicht besonders beachtete) Vereisung der Straße der Hauptgrund für den Unfall war (evtl. vergleichbar mit der Räumpflicht der Gehsteige durch die Hausverwaltungen)?
Nach Zahlung von € 3000,- an Gerichts- und Anwaltskosten nur weil ich es wagte gen Hauswart von Wiener Wohnen zu verklagen, der nicht gestreut hat und ich mir deshalb einen Oberschenkelhalzknochenbruch zuzog, weiß ich dass ab -6°C nicht gestreut werden muss.
Dass man nach dem Unfall in die Arbeitslosigkeit gerutscht war, war dem Gericht dabei egal.
"Nicht strittig sei, dass die Beklagte für die ordnungsgemäße Schneeräumung und Bestreuung zu sorgen habe.", so 2Ob181/02k. Damals war die Beklagte die Felbertauernstraße AG. Da sich der Unfall allerdings auf einem Zubringer ereignet hat, der unentgeltlich befahren werden durfte, brauchte nur für grobe Fahrlässigkeit gehaftet zu werden. Mittlerweile sind alle Autobahnen bemautet, wodurch die ASFINAG höhere Anforderungen an die Straßenräumung erfüllen muß.
Im Normalfall wird es schwer zu beweisen sein, daß eine nicht geräumte Straße auf grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen ist. Aber sich einfach zurücklehnen und die StVO á la "vorsichtig fahren" vorzuschieben, das geht auch nicht. Also wird immer brav geräumt, nur Garantie gibt es keine.
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