Google liefert Chromium-Testversion mit "Dart"

17. Februar 2012, 12:50
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Als Javascript-Nachfolger von Google auserkoren - Bisher Ablehnung von anderen Browser-Herstellern

Einige Monate ist es her, da hat Google mit Dart eine neue Programmiersprache vorgestellt, für die man nicht gerade bescheidene Ziele definiert hat. Nicht weniger als ein Javascript-Nachfolger soll Dart werden. Gerade für größere Projekte soll sich die Neuentwicklung deutlich besser eignen und dabei auch eine erheblich bessere Performance bieten.

Dart VM

Nun macht Google den nächsten Schritt zur nicht bloß akademischen Nutzung von Dart: Unter dem konsequenten Codenamen "Dartium" veröffentlicht das Unternehmen eine spezielle Version von Chromium, der Open-Source-Basis von Google Chrome, die mit einer Dart Virtual Machine ausgestattet ist, die also entsprechenden Code direkt ausführen kann. Bislang musste der Dart-Code mit einem eigenen Compiler in Javascript verwandelt werden, um auch tatsächlich genutzt werden zu können.

Warnung

Google betont, dass es sich dabei um ein "Technology Preview" handelt, das nicht für den Alltagseinsatz gedacht sei, etwa Sicherheitslücken enthalten könnte, da es nicht laufend mit Updates versorgt wird. Nach dieser Testphase soll die Dart VM dann aber fix in Google Chrome / Chromium integriert werden.

Ablehnung

Bislang steht Google mit seiner Dart-Unterstützung allein auf weiter Flur steht, alle anderen Browserhersteller haben hingegen klare Ablehnung signalisiert. Dart-Anwendungen sollen sich über die Möglichkeit, den Code auch als Javascript auszugeben, aber auch mit Firefox, Internet Explorer nutzen lassen, zeigt sich Google unbeeindruckt. (apo, derStandard.at, 17.02.12)

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