Dartium

Google liefert Chromium-Testversion mit "Dart"

Andreas Proschofsky, 17. Februar 2012, 12:50
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    grafik: archiv

Als Javascript-Nachfolger von Google auserkoren - Bisher Ablehnung von anderen Browser-Herstellern

Einige Monate ist es her, da hat Google mit Dart eine neue Programmiersprache vorgestellt, für die man nicht gerade bescheidene Ziele definiert hat. Nicht weniger als ein Javascript-Nachfolger soll Dart werden. Gerade für größere Projekte soll sich die Neuentwicklung deutlich besser eignen und dabei auch eine erheblich bessere Performance bieten.

Dart VM

Nun macht Google den nächsten Schritt zur nicht bloß akademischen Nutzung von Dart: Unter dem konsequenten Codenamen "Dartium" veröffentlicht das Unternehmen eine spezielle Version von Chromium, der Open-Source-Basis von Google Chrome, die mit einer Dart Virtual Machine ausgestattet ist, die also entsprechenden Code direkt ausführen kann. Bislang musste der Dart-Code mit einem eigenen Compiler in Javascript verwandelt werden, um auch tatsächlich genutzt werden zu können.

Warnung

Google betont, dass es sich dabei um ein "Technology Preview" handelt, das nicht für den Alltagseinsatz gedacht sei, etwa Sicherheitslücken enthalten könnte, da es nicht laufend mit Updates versorgt wird. Nach dieser Testphase soll die Dart VM dann aber fix in Google Chrome / Chromium integriert werden.

Ablehnung

Bislang steht Google mit seiner Dart-Unterstützung allein auf weiter Flur steht, alle anderen Browserhersteller haben hingegen klare Ablehnung signalisiert. Dart-Anwendungen sollen sich über die Möglichkeit, den Code auch als Javascript auszugeben, aber auch mit Firefox, Internet Explorer nutzen lassen, zeigt sich Google unbeeindruckt. (apo, derStandard.at, 17.02.12)

McJ
00
18.2.2012, 16:44
Ich würd mich freuen wenn DART es schaffen würde.

Ich glaube wenn FF und Chrome DART unterstützen hat DART schon gewonnen.
Entwickler werden tolle Anwendungen schreiben welche, dank DART2JS, auch in anderen Browsern laufen werden. Vielleicht nicht so schnell und flüssig wie bei der nativen Unterstützung. Die User werden es merken welches Browser besser ist und werden eben die DART-Browser bevorzugen. So kriegt man MS an Board. Apple wird sich wohl wg. Mobile-Safari eine Zeitlang weigern. Aber das verfliegt - je eher die CSS-Animationen in Mobile-Webkit vollstens unerstützt werden, desto eher wird die (echte) Ära der "Web-Apps" beginnen. Und dann werden die Entwickler DART verwenden. Und Android wird DART haben. Was bleibt da Apple noch übrig als mitzuziehen?

BlackAdder
00
20.2.2012, 17:52

Es vom markt klagen ;-)

Nanuq
00
17.2.2012, 13:47
Es gibt schon einige coole Dinge an Dart

http://dartvader.grobmeier.de/10-punkte... 12012.html

Hier eine genauere Gegenüberstellung mit Codebeispielen:
http://synonym.dartlang.org/

NONE
22
17.2.2012, 13:08

Dart ist absoluter und völliger Schrott.

Was Google hier macht ist das was MS früher machte - man benutzt eine Vormachtstellung um Firmeninterne Lösungen zu pushen.

Nieder mit Dart.

Kopernikuss
00
17.2.2012, 13:33

Mich würde interessieren, warum Dart Schrott ist? (abgesehen davon, dass Google beängstigend viel Macht besitzt)

Vielen Dank!

DoNuT
00
17.2.2012, 13:18

Da geb ich ihnen recht.

Ist streng genommen aber das Geschäftskonzept von Google. Siehe Verknüpfung der Google-Profile mit Google+, der Chrome-Werbung auf der Hauptseite.

Javascript ist allerdings auch nicht mehr das Gelbe vom Ei, daher kann man dem Ganzen auch Positives abgewinnen.

Besser wäre es allerdings, wenn sich ein unabhängiges (oder zumindest pluralistisches) Konsortium eine Lösung fürs 21. Jahrhundert findet - auch, wenn Google es als Open-Source-Projekt vertreibt, es geht immer in die Richtung, in die sie wollen... und man muss wohl kein Prophet sein, dass Chrome damit wohl am besten zurechtkommen wird... sollte man Dart mal als "Quasi-Standard" durchdrücken können.

clOI
 
00
28.2.2012, 18:40

Soweit ich das mitbekommen habe, sollten andere Browser keine Schwierigkeiten haben, einen gleichwertigen dart-support anbieten zu können.
(Die Entwicklung ist, im Gegensatz zu z.B. android, sehr offen.)

Die Sprache selber ist allerdings richtigerweise in der Hand von Google.

angehender Medientechniker
 
00
17.2.2012, 13:07
Na dann bin ich aber Mal gespannt wie das wird.

Dart sieht gar nicht so uninteressant aus und hätte durchaus potential. Nur wenn die anderen Browserhersteller nicht mitziehen und dann wieder alles doppelt und dreifach gecodet werden muss, wird Dart sehr schnell wieder in der Versenkung verschwinden.

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