Tag der Entscheidung

17. Februar 2012, 10:13
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Schlussplädoyers in Graz - Kartnig bekennt sich am letzten Prozesstag einmal mehr nur der Steuerhinterziehung schuldig

Graz - Am Grazer Straflandesgericht hat am Freitag nach mehreren Verzögerungen der letzte Tag im Prozess gegen Hannes Kartnig und sieben Mitbeschuldigte aus dem Umfeld des Fußball-Bundesligisten Sturm Graz begonnen. Dem ehemaligen Präsidenten des Klubs wird schwerer Betrug, betrügerische Krida, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. Das Urteil soll um etwa 14.00 Uhr verkündet werden.

Der 42. und letzte Verhandlungstag hatte wieder reges Interesse bei Zuschauern und Medien hervorgerufen. Hannes Kartnig erschien auffallend dezent mit dunkelblauem Blazer bekleidet und war sichtlich nervös und angespannt. Er wollte vor Verhandlungsbeginn keinen Kommentar abgeben.

Gleich zu Beginn hielt der Verteidiger des achten Angeklagten sein Schlussplädoyer. Er betonte, dass sein Mandant "das letzte Glied in der Kette" gewesen sei. Er habe nur aus "Nibelungentreue zum Verein" bei den Malversationen mitgemacht, einen Vorsatz habe es nie gegeben.

Hannes Kartnig ließ in seinen Schlussworten nochmals die goldenen Zeiten von Sturm Graz Revue passieren. "Es sind viele Fehler passiert, aber wir haben auch dem Volk viel Freude bereitet", so der Ex-Präsident des Clubs. Er gab zu bedenken, dass sich "Millionen Menschen mit uns gefreut haben". Außerdem sei man auch "großartiger Steuerzahler, nicht nur Hinterzieher" gewesen, gab Kartnig zu bedenken. Zur Steuerhinterziehung habe er sich immer schuldig bekannt, "aber ich habe nie jemanden betrogen", so der Angekagte abschließend. (APA)

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    Tag der Entscheidung für Hannes Kartnig.

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