Emissionshandel

Außereuropäische Fluglinien organisieren sich gegen CO2-Abgabe

17. Februar 2012, 10:16

Emissionshandel-Gegner treffen sich in Moskau

Hamburg - Im Streit um die Einbeziehung der Luftfahrt in den europäischen Emissionshandel planen zahlreiche Gegner einem Medienbericht zufolge ein Treffen in Moskau. Auf Einladung des russischen Verkehrsministers Igor Lewitin sollten rund zwei Dutzend Vertreter von Regierungen und Fluggesellschaften am kommenden Dienstag und Mittwoch in Russlands Hauptstadt zusammengekommen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Die Teilnehmer wollten über eine Reihe von Gegenmaßnahmen beraten.

Ziel der Zusammenkunft sei eine gemeinsame Erklärung sowie ein Protestbrief an die Europäische Kommission, berichtete der "Spiegel" weiter. Der 2005 eingeführte europäische Emissionshandel (ETS) gilt seit dem 1. Jänner 2012 auch für die Luftfahrt. Demnach müssen alle Airlines mit Start- oder Landeort in der EU Verschmutzungszertifikate pro Tonne ausgestoßenen Klimagases für ihre Flüge vorweisen. Den Großteil bekommen sie gratis, einen Teil müssen sie kaufen. Abgerechnet für 2012 wird im Frühjahr 2013.

China, USA, Rußland und Indien gegen Emissionshandel im Luftverkehr

Mehrere Staaten wehren sich gegen die Pflichtabgabe für ihre Fluggesellschaften. Sie kritisieren unter anderem, dass die Emissionen des kompletten Fluges in die Berechnung einbezogen werden, nicht nur die diejenigen für die Strecke über dem Gebiet der Europäischen Union. China hat seinen Airlines die Teilnahme am ETS untersagt. Auch die USA, Russland und Indien sind gegen die Einbeziehung ihrer Fluggesellschaften in das ETS. (APA)

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10 Postings
gilipollas
20
20.2.2012, 21:48
was die Menschheit noch nicht kapiert hat ist...

...daß die einzigen wahren Gesetze die Naturgesetze sind. Mit der Natur kann man nicht verhandeln. Wir können die Gesetze der Natur entweder anerkennen oder - äh - es gibt kein oder. Wir können CO2 Abgaben oder was auch immer erfinden, das wird das Problem nicht lösen. Wenn wir uns dafür entscheiden unsere Lebensgrundlage zu verscheissen dann wird die Natur unsere Entscheidung zur Kenntnis nehmen. Wir können entweder nachhaltig leben oder zu Grunde gehen.

politisch verfolgt
05
20.2.2012, 15:34
ich weiß nicht

wer sich den irgendwie fast genialen abzock-quatsch mit dem emissionshandel einfallen hat lassen, ich weiß nur, wer so doof ist, darauf hereinzufallen: europa.

gays-come-first
00
20.2.2012, 15:14

wo ist das problem - wenn alle zahlen muessen, kann es ihnen ja wurst sein - wird doch an passagiere weitergegeben. sehr scheinheilig.

081547112
03
17.2.2012, 18:12

recht haben sie.

M L3
03
17.2.2012, 15:08
Österreich sollte selbst schnellstens aus diesem Spekulationsspiel "Emissionshandel" aussteigen

Anstatt unser Geld den Finanzspekulanten buchstäblich für heiße Luft in den Rachen zu werfen.

E.Stampfl
01
17.2.2012, 14:16
Wäre es nicht einfacher, die Steuerbefreiung auf Flugbenzin zu streichen ?

Damit könnte schon mal jeder Staat beginnen. Das erforderliche Geld für den Emissionshandel wäre dann einfach aus der Mineralölsteuer zu beziehen.

jeffk
00
22.2.2012, 16:02

das würde sie vor dem gleichen problem stellen, funktioniert nur wenns alle machen...

momodeluxe
01
17.2.2012, 12:30

dann kriegen sie halt EU flugverbot

aleph null
00
18.2.2012, 05:47
Und SIe glauben,

dass sich die anderen Staaten das so einfach gefallen lassen?

badat
11
23.2.2012, 14:27
Was wollen sie dagegen tun?

Die Fluglinien können nur schwer auf diesen Teil ihres Geschäftes verzichten. Die sollen ruhig zahlen. Ich sehe nicht ein, warum Fluglinien auf die Kosten der Steuerzahler von MÖSt und CO2-Abgabe befreit sein sollen, während jeder andere Betrieb hier voll zahlen muss. Ich sehe nicht ein, warum de europäische Steuerzahler in Zeiten von Sparpaketen eine Branche stützen soll, die trotz all dieser Stützungen jedes Mal an den Rand des Bankrotts gerät, wenn sich irgendwo ein Vulkan verkutzt und drei Tage nicht geflogen werden darf. Hier sollte man ruhig dem freien Markt freie Hand lassen.

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