Mountain Lion: Der Anfang vom Ende des "offenen" OS X?

17. Februar 2012, 10:01
  • Gatekeeper: Sinnvolle Sicherheitsverbesserung oder Vorbote kommender Einschränkungen der Computer-Freiheiten?
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    Gatekeeper: Sinnvolle Sicherheitsverbesserung oder Vorbote kommender Einschränkungen der Computer-Freiheiten?

Von Haus aus nur mehr Installation von Programmen aus dem Mac App Store oder von bekannten EntwicklerInnen erlaubt

Seit der Vorstellung des Mac App Stores haben so manche KritikerInnen Befürchtungen geäußert, dass sich OS X immer mehr in Richtung eines "abgeschlossenen Gartens" a la iOS wandeln, die Installation von Programmen jenseits des Stores also mittelfristig unterbunden werden könnte. Bislang hatte Apple dies immer strikt verneint - und doch macht man nun die ersten zarten Schritte in diese Richtung.

Gatekeeper

Hält doch mit OS X 10.8 eine neue Lösung namens Gatekeeper Einzug in das Betriebssystem, die deutliche Beschränkungen darüber festlegen kann, welche Programme auf einem Mac installiert werden dürfen. So lassen sich in der Default-Einstellung von "Mountain Lion" Programme wahlweise nur mehr direkt aus dem Mac App Store oder dann, wenn sie mit einem offiziellen Entwicklerschlüssel signiert sind, installieren. Zudem pflegt Apple eine täglich auf allen Rechnern aktualisierte Blacklist. Wer gegen die Apple-Richtlinien verstößt, landet auf der Blacklist, die Installation der betreffenden Programme wird in der Folge blockiert.

Argumente

Apple betont in diesem Zusammenhang zweierlei: zunächst einmal, dass das Ganze vor allem als Sicherheitsfunktion gedacht sei, immerhin lassen sich auf diese Weise Rechner wesentlich besser vor dem Einschmuggeln von Schadsoftware aller Art schützen. Zudem sei die Nutzung von Gatekeeper vollkommen optional, lasse sich über die Einstellungen also auch deaktivieren (oder umgekehrt gleich ganz auf den Mac App Store beschränken).

Befürchtungen

Zahlreiche KommentatorInnen sehen darin allerdings nur einen ersten Schritt in Richtung einer vollkommenen "iOSifizierung" des Betriebssystems. Was in OS X 10.8 noch optional sei, könne schon mit 10.9 fixer und unveränderlicher Bestandteil werden - all das dann wieder mit dem Hinweis auf die Sicherheit. Träte dieser Fall ein, wäre dies ein massiver Rückschritt bei den "Freiheiten" im Umgang mit dem eigenen Computer: Statt eines allgemeinen, weitgehend anpassbaren Rechnersystems würden Macs zunehmend zu einer reinen Content-Konsumationsmaschinerie - wie es iOS schon jetzt sei.

Ausprobieren

Wer nicht im EntwickerInnenprogramm von Apple ist, aber Gatekeeper schon einmal testen will, kann dies übrigens auch bereits unter OS X 10.7.3, wurde dieses mit dem aktuellen Update doch bereits versteckt mitgeliefert. Über die Kommandozeilenfunktion "sudo spctl -- enable" wird der entsprechende Einstellungsdialog aktiviert. Da bisher der Signierungsprozess von Apple noch nicht gestartet wurde, ist dies aber natürlich nur von begrenzter Sinnhaftigkeit - so man sich denn nicht gleich ganz auf den Mac App Store beschränken will. (red, derStandard.at, 17.2.2012)

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Artikel nicht gelesen?

Das mit der UNIX-Philosophie ...

... muss ich überlesen haben. Mich würde nur interessieren, wofür die Unix-Philosophie steht.

hab zwar ein iphone aber einen mac werd ich mir sicher niermals kaufen ^^

Bei mir ists umgekehrt,

weil momentan darf ich auf meinem Mac noch machen was ich will - die Bevormundung am iPhone tu ich mir nicht an.

beim besten Willen

aber das kann doch keiner mehr im Ernst versuchen schönzureden...

hatte als Kind nen 'V-Tech Genius Leader 2000' auf dem konnte man genauso viel installieren wie auf diesem OS.

...also alles?

für die etwas Begriffsstuzigen unter uns:

Man konnte gar nix installieren - nur zusätzliche Module konnte man abspielen. Soll ich es Ihnen zum besseren Verständnis vortanzen?

Aber murmeln'S nur weiter Ihre Gehirnwäschegebete an Apple runter:

"etizifed eniem treisnepmok elppa, hcim tbeil elppa, eduerf eniem tßieh elppa, llot tsi elppa - ho elppa, ho elppa, elppa"

Diese "Ich antworte jetzt so, als hätt der andere das genaue Gegenteil gesagt-Aussagen" wirklich sehr erwachsen. Gratuliere!

Aber wenn Sie das Gegenteil behaupten wollen, kommen Sie doch mal bei mir vorbei und zeigen Sie mir, was ich auf meinem Mac _nicht_ installieren kann!

(Aufgrund von Einschränkungen durch Apple; dass nicht alle Windows-Programme laufen können zählt nicht.)

Dass Sie das gemeint haben war schon klar; ebenso klar war auch, dass Sie keine Ahnung haben, dass man auf einem Mac alles installieren kann, was man will - ohne irgendwelche Tricks. Wenn es nicht so wäre, wäre ich auch längst zurück auf Linux.

Das wollte ich Ihnen nur klar machen.

ganz vergessen:

Appstore - das bedeutet, dass Apple bei jedem Programm - egal ob nun von denen entwickelt, oder nicht, ein bisschen was vom Kuchen abbekommt - tja, Apple lebt von Mitessen, Patentzahlungen, unfairer Behandlung von Mitarbeitern und hat keinen Anstand.

Leben und leben lassen... Davor fürchtet siche Apple wie der Teufel vom Weihwasser.

Apple lebt vom Umsatz seiner Geräte. Der Appstore macht das Kraut nicht fett, ist aber eine echte Dienstleistung in der Vermarktung.

'...nur mehr Installation von Programmen aus dem Mac App Store oder von bekannten EntwicklerInnen erlaubt'

d.h. nur Programme die lt. Apple super sind und nur Programme von Entwicklern die den Damen & Herren von Apple bekannt sind.

Also ich verstehe das so, dass ich nix installieren kann, was nicht vom Apple-Store angeboten wird - Entschuldigung, bei dieser Vorstellung wird mir übel.

Mir auch. Nur dass es nicht so ist und nie so weit kommen wird. Bei der Signatur handelt es sich um völlig normales Code-Signing, und ob man sich auf solche Programme beschränken will, ist optional.

Übrigens: Auch Windows und sogar Ubuntu meckern herum, wenn Sie unsignierte Programme installieren wollen, und fragen Sie, ob Sie sich da wirklich sicher sind. Hier geht es wirklich nur um den Schutz vor Malware.

also erklären Sie mir gerade, dass der Artikel...

... vollkommen nutzlos ist und sich eh nichts ändert zu vorhher und dass diese "Schließung" von OS X gar nicht vorhanden ist?

Was ist dann ab der neuen Version anders?

Ja, der Artikel ist reine Panikmache und Spekulation.

Eine SchliDas einzige, was anders ist, ist ein neuer Sicherheitsmechanismus, der in der Defaulteinstellung nur signierte Programme installiert - was durchaus sinnvoll sein kann. Ein Artikel, der das erklärt, wurde schon öfters in diesem Forum gepostet: http://www.panic.com/blog/2012... atekeeper/

danke für den Link

Dann werd ich was dieses Thema betrifft meine Aversion etwas runterschrauben :)

Dafür finde ich umso interessanter, dass die Negativ-Presse über Apple sich in den letzten Wochen heftig vermehrt hat.

Der gute Ruf bröckelt schnell - und wie ich meine nicht ganz zu Unrecht (sh. Klagewellen)

Wer apple verwendet, dem

ist sowieso nicht zu helfen :)

So wie ein großer Teil der Programmierer bei Google?

http://blogs.computerworld.com/16232/goo... ays_google

wer mit computern umgehen kann, braucht das auch nicht.

Da legt sich Apple ein Ei.

Steve Ballmer weiss es, Bill Gates auch: Developers, Developers, Developers, ...

Der PC ist ein General Purpose Computer (siehe Bill Gates "Why the PC Will Not Die"), wo man alle Anwendungen installieren kann PER DEFAULT.

Macht auch Sinn, ich kauf mir einen Computer dass ich grundsaetzlich machen kann damit was ich will.

Eine solche Bevormundung wie durch Apple kann nur schief gehen.

Erklaerens mal Benutzer XY "sie muessen die Einstellungen aendern bevor Sie unser Produkt installieren koennen, da wir nicht durch Apple zensiert werden wollen und nicht deren Signature haben blah blah blah"

---> Windows ist der Gewinner

oder der softwareanbieter ohne signatur

ist der verlierer !

nochdazu leben softwareanbieter vom VERKAUF ihrer software - dies ist durch die Apple-Restriktionen eher gesichert, da es dann nahezu unmöglich ist raubkopien zu installieren.

Ganz im Gegenteil. Der Entwickler unterstützt einfach nicht mehr diese Zwergenplattform. So einfach ist das.

Das iOS ist vom Smartphonesektor de fakto verschwunden, weil es mit Android eine freie Alternative gab und alle Menschen diese wählten. Und das obwohl Android komplett neu war und zu Beginn noch die schwächere Unterstützung hatte.

Und bei den PCs hat Apple jetzt bereits keinen merkbaren Marktanteil und es wird nur aus Nostalgie und falsch verstandenen Engagement noch für die Nischenlösung entwickelt. Und nun verbietet Appel jede freie Entwicklung. Na, was wird da wohl passieren :) ? Bleiben diese Entwickler bei der nicht lohnenden Nischenlösung mit Entwicklungsverbot oder gehen sie zum weit grösseren und freien Windows?

"Das iOS ist vom Smartphonesektor de fakto verschwunden"

Für Leute die nur geschwind drüberlesen und solches Trolling glauben könnten:

In den letzten drei Monaten 2011 hat Apple 37 Millionen iPhones verkauft, 128% mehr als im selben Zeitraum 2010.

“Das iOS ist vom Smartphonesektor de fakto verschwunden…”

Der Spruch wird dir wohl nie zu bloed!? Nie, nie, nie, nie!

Hängt die Zertifizierung mit dem Ort, woher man gedownloadet hat zusammen, oder wie wirkt die gegen Raubkopien?

schätze mal mit ort, zeit, hardware-code, apple-store-id und zertifizierungscode wird geprüft, ob man auf die blacklist kommt und das programm deaktiviert wird.

ich habe den verdacht

dass sie keine ahnung von os x haben :)

sie wären überrascht wie toll das eigentlich ist...

Wieso installieren?
Hier geht es doch um Download Optionen, wie weit man sicher gehen möchte, keine Schadsoftware aus dem Netzt zu erwischen.
Die allermeisten Major Programme muss man so wie so normal beim Händler kaufen und haben von jäh her die Signatur...

Ich und meine Kollegen arbeiten sei 2 Jahren unter Mac osx inkl. gcc, postgresql, nodes.js und matlab. Wenn nur ein einziges Tool aus dieser Liste oder ähnlichen entfallen sollte, dann steigen 1000er developer weltweit zurück auf Linux.

Stimmt - ich auch. Aber das ist eigentlich fast undenkbar.

Der Esel..

"dann steigen 1000er developer weltweit zurück auf Linux"

Es ist eher ein Consumer Problem, der Entwickler weiss eh wo er das lock-in abdrehen kann.

Es geht nicht darum, ob wir es umgehen können. Es ist vielmehr eine Frage der unternehmenspolitik. Wenn Apple die Tore schliessen möchte, dann wandere ich freiwillig zu Linux zurück.

Sie meinen zu Windows, trololol

ich meine genau das, was ich geschrieben habe.
Es gibt sicher ein Lesehilfeprogramm unter windows, die Ihnen beim Lesen des obigen Textes behilflich sein koennte, jedoch bleibt die Erfassung der Semantik Ihnen selbst ueberlassen.

Die Frage ist, ob nicht Microsoft mit dem Blödsinn gleich als nächstes nachzieht – das ist nämlich nicht so unwahrscheinlich.

PER DEFAULT hat kein Schwein eine Ahnung, was auf einer Windows Black Box abgeht.

Welcome to lock-in country, sheep!

Egal, Ihr gehirnlosen n00b user bekommt exakt das, was ihr braucht und verdient.

diese hirnlosen noob-user

sind zufällig auch 90% der lehrkörper unserer technischen fakultät ;)

Surprise Surprise !

Wer hätte das gedacht ?

Ich bezweifle doch SEHR stark, dass der Mac App Store, mit seiner meiner Meinung nach kümmerlichen Auswahl an Apps die zum Teil nicht viel taugen und kaum gekauft werden, wirklich genug Geld abwirft um dafür geschätzt die Hälfte seiner Kunden zu riskieren.
Wie blöd müsste Apple dafür sein...
Mal abgesehen davon glaube ich dass Gatekeeper eher Einzug auf iOS findet als der AppStore Zwang auf dem Mac
... zumindest denk ich da optimistisch...

Ich glaub Sie haben den Artikel nicht verstanden!

Nein, nicht iOS wird offener (dass man jetzt jede App installieren koennte), sondern Mac OS verschliesst sich!

Das Ende war ein Vergleich, oberflächlich formuliert: OS X wird sicherlich nicht so verschlossen wie iOS (zu viele Nachteile...), eher wird iOS vielleicht offener.
Die ersten 4 Zeilen waren mMn doch ziemlich On-Topic ;-)

Nein, den Artikel hab ich nicht gelesen, wenn ich klare Infos will nehm ich lieber 9to5mac (http://bit.ly/Ad1tDI) oder diesen guten Beitrag von Panic: http://wp.me/p23N5f-SG

Zusatz:

1. Die Klammer beim Link gehört weg
2. Der Beitrag wirklich nur Bashbait, das Terminal Kommando am Ende ist übrigens falsch geschrieben
3. Sollte der Beitrag wirklich Ihre einzige Informationsquelle zu dem Thema sein können Sie sich das klugscheißen echt sparen, lesen sie wirklich mal Panic's Beitrag, aus Sicht eines Entwicklers.
Und: Weiß hier im Forum eigentlich irgendjemand dass es sich dabei um eine Option handelt und der Artikel hauptsächlich aus Spekulationen besteht? Wenn hier gleich wieder mit Gefängnisvergleichen um sich geworfen wird und den üblichen Bashereien...

Erst mal Option...

...dann Pflicht, darauf verwette ich meinen Hut. Und es steht zu befürchten das "Mirkosoft" auch diesen Weg verfolgen wird. Es liegt nahe das Miso das Konzept kopieren wird um zukünftig über den Store wie Apple kräftig beim SW Verkauf mitzuschneiden. Warum auch nicht, es geht ja so einfach, Steve hats ja schon vorgehüpft. Wenn man das nicht will bleibt nur mehr Linux. Spannend bleibt wie Google sich verhalten wird mit seinem Appstore, OS usw...........

Ich vermeide konsequent Produkte mit derartigen Beschränkungen!

ich würde viel drum wetten,

dass in 10 jahren unter osx (oder iosx oder wie auch immer), nur noch programme installiert werden können, die von apple erlaubt und von apple vertrieben werden.

alles andere macht aus sicht von apple keinen sinn. leider auch aus sicht von 90 prozent der herden-konsumenten.

YO

Da hast du > glaube ich als < leider recht. Apple goes MICROSOFT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
wtf!

Challenge...

accepted!

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